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  55 Optionen für Ihre Zukunft

Stellenangebote: das bieten wir Ihnen aktuell

Entdecken Sie mit einem Klick alle verfügbaren Positionen bei der BERLIN-CHEMIE AG und der Menarini GmbH.

55 Optionen für Ihre Zukunft

Unsere Mitarbeiter: talentiert und leidenschaftlich engagiert

Die BERLIN-CHEMIE AG und die Menarini GmbH bieten die unterschiedlichsten Tätigkeiten für die verschiedensten Mitarbeiterprofile an. In unseren Interviews und Kurzfilmen erfahren Sie, was das Arbeiten bei uns ausmacht und welch facettenreiche Berufe unsere Mitarbeiter ausüben. Was die Faszination Pharmazie für diejenigen, die hier arbeiten, wirklich bedeutet und warum sie jeden Tag wieder gern an ihren Arbeitsplatz kommen.

Schauen Sie sich an, was Berufserfahrene, Neueinsteiger, Azubis und Studenten berichten, und machen Sie sich so ein umfassendes Bild vom spannenden Alltag in unseren Unternehmen.

Berufserfahrene

Anne Jeschke , Regulatory Affairs Manager

„Man hat viele Entwicklungsmöglichkeiten und wird aktiv auch bei seiner persönlichen Weiterentwicklung unterstützt.“

Anne Jeschke , Regulatory Affairs Manager

„Man hat viele Entwicklungsmöglichkeiten und wird aktiv auch bei seiner persönlichen Weiterentwicklung unterstützt.“


Hallo Frau Jeschke, wir haben Sie bereits 2013 als Pharmazeutin im Praktikum während Ihres Einsatzes in der Zulassung interviewt (Lesen Sie hier den Artikel). Gibt es ein Erlebnis, an das Sie gerne zurückdenken?

Ich erinnere mich sehr gerne an meine gesamte Praktikantenzeit und kann da keine spezielle Erfahrung hervorheben. Während meiner Zeit als Pharmazeutin im Praktikum habe ich bei BERLIN-CHEMIE viel gelernt, was einem im Studium nicht vermittelt wurde und wurde immer in die Projekte und Verfahren mit eingebunden. Das hat mir einen sehr guten Eindruck von der zukünftigen Arbeit gegeben und meine Begeisterung für die Arzneimittelzulassung geweckt.

Was hat sich seitdem verändert?

Anfangs war das gar nicht so viel. Das hat natürlich die Einarbeitung extrem erleichtert. Mittlerweile wurden aber einige elektronische Tools entwickelt und eingeführt, die uns bei den immer komplexeren Verfahren unterstützen.

Warum haben Sie sich entschieden, bei BERLIN-CHEMIE zurückzukehren?

Mir war schon während meines pharmazeutischen Jahres klar, dass ich nicht in der Apotheke arbeiten möchte, sondern lieber in der pharmazeutischen Industrie. Zum Glück hat sich dann die Gelegenheit geboten wieder zurückzukommen und ich habe auch nicht gezögert, diese Möglichkeit zu ergreifen.

Sie betreuen mittlerweile selbst Pharmazeuten im Praktikum und leiten den Gesetzesstammtisch. Wie kam es dazu? Was erleben Sie mit den jetzigen PhiPs?

Ich habe den Gesetzesstammtisch von einer Kollegin übernommen, die diesen initiiert hatte, um den PhiPs die pharmazeutischen Gesetze etwas näher zu bringen. Dies ist eine tolle Idee gewesen und ich bin dankbar, dass ich diesen nun weiter fortführen kann.
Mittlerweile leite ich den Gesetzesstammtisch schon eine Weile und bin immer wieder begeistert von den anregenden Diskussionen mit den PhiPs. Ich wünschte, den Gesetzesstammtisch hätte es in meiner PhiP-Zeit schon gegeben. Das hätte das Recht lernen etwas einfacher gemacht.

Was macht das Besondere bei BERLIN-CHEMIE aus? Was macht BERLIN-CHEMIE zum attraktiven Arbeitgeber für Sie aus?

Das sind zum einen die Kollegen, aber auch z.B. die flexible Arbeitszeitgestaltung. Außerdem hat man BERLIN-CHEMIE viele Entwicklungsmöglichkeiten und wird aktiv auch bei seiner persönlichen Weiterentwicklung unterstützt. Das ist nicht selbstverständlich. Ach ja und natürlich muss man auch unser Betriebsrestaurant nennen. Da ist immer ein bisschen Urlaubsfeeling in der Mittagspause dabei.

Was motiviert Sie täglich für Ihre Arbeit?

Meine Arbeit macht mir unglaubliche Freude. Dies liegt hauptsächlich an den interessanten Tätigkeiten und immer neuen Herausforderungen in meinem Arbeitsalltag. Kein Tag ist wie der andere und so starte ich jeden Tag gerne, aber auch mit Vorfreude auf das, was einen heute erwartet. Vor allem das Gefühl, wenn wir im Team ein Projekt wieder erfolgreich beendet haben - unbezahlbar.

Was ist für Sie der Unterschied zwischen der Apotheke und einem Arbeitsplatz in der Industrie? Welche Vorteile bringt Ihrer Meinung nach die Industrie mit sich?

Mir gefällt es, dass man bei BERLIN-CHEMIE ein Teil des großen Ganzen ist. Das ist mir in der Apotheke nie so aufgefallen. Die Arbeit mit Menschen ist für mich ein großer Unterschied zwischen Apotheke und Industrie. Auch in der Industrie arbeite ich mit vielen Menschen - allerdings aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Als weiterer Vorteil sind die flexiblen Arbeitszeiten ein großes Plus und auch ein größeres Maß an Selbstbestimmung ist in der Industrie vorhanden. Ich bin nicht auf die Sprechzeiten des Arztes angewiesen und kann meinen Tag selber planen.

Warum würden Sie angehenden Apotheker raten, einen Blick in die Industrie bzw. direkt in die Abteilung Zulassung zu werfen?

Das praktische Jahr ist die beste Chance, um viele Erfahrungen in unterschiedlichen Gebieten zu sammeln. Ich kann jedem nur raten, diese auch zu nutzen. So lernt man z. B. in der pharmazeutischen Industrie viele verschiedene Arbeitsbereiche kennen. Dafür hilft natürlich auch die Veranstaltungsreihe „InPharma“ für die Praktikanten. So kommt man auch mit anderen Praktikanten über deren Arbeitsaufgaben und Erfahrungen ins Gespräch. Letztendlich kann man so viel besser wissen, was man später tun möchte oder vielleicht auch was nicht. Die Zulassung ist ein Thema, welches im Studium kaum bis gar nicht vorkommt. Trotzdem ist es ein sehr spannendes und abwechslungsreiches Gebiet und immer einen Blick wert.

Haben Sie noch Tipps für angehende Apotheker?

Habt keine Scheu vor neuen Herausforderungen! Das Pharmaziestudium ist extrem vielseitig und somit ist man vielfältig einsetzbar. Nutzt die Gelegenheiten euch verschiedene Aspekte anzuschauen.

Niklas Leppkes , Junior Product Quality Review Manager

„Bei BERLIN-CHEMIE ist ganz deutlich, dass die Mitarbeitenden als wichtiger Teil des Ganzen gesehen werden.“

Niklas Leppkes , Junior Product Quality Review Manager

„Bei BERLIN-CHEMIE ist ganz deutlich, dass die Mitarbeitenden als wichtiger Teil des Ganzen gesehen werden.“


Hallo Herr Leppkes, Sie sind ein bekanntes Gesicht unseres Karriereportal - damals noch als Pharmazeut im Praktikum. (Sehen Sie hier das Video aus dem Jahr 2013.) Wann und in welchem Bereich haben Sie ihr Praktikum absolviert?

Ich erinnere mich noch gut an den Videodreh damals. Das war eine spannende Erfahrung. Ich habe mein sechsmonatiges Praktikum im Mai 2013 begonnen. Das war im Bereich des CMC Managements (Chemistry, Manufacturing & Controls), ein super Einstieg, weil es viele Inhalte des Studiums (v.a. Herstellung & Analytik) mit dem für mich bis dahin relativ unbekannten Aspekt der Zulassung von Arzneimitteln verband.

Wie ging es nach dem Praktikum für Sie weiter? Welche Aufgaben haben Sie jetzt?

Zunächst kam noch das zweite Halbjahr in der öffentlichen Apotheke und das 3. Staatsexamen. BERLIn-CHEMIE hatte mir angeboten, mich bei passenden Stellenanzeigen zu kontaktieren, was dann 2016 auch geschah. Im April 2016 habe ich dann im Product Quality Review Management angefangen, einem interessanten Feld in der Qualitätssicherung, welches sich mit der retrospektiven Betrachtung aller von BERLIN-CHEMIE produzierten Produkte beschäftigt. Hier habe ich vor allem die wichtigsten Aspekte im GMP-Bereich kennenlernen können. Mittlerweile arbeite ich seit über zwei Jahren wieder im Bereich des Regulatory CMC Managements, also wieder zurück in den Bereich, in dem ich das Praktische Jahr absolviert habe.

Was hat sich seit ihrem Praktischen Jahr verändert? Was haben Sie nach dem PJ erlebt?

Nach dem PJ habe ich zunächst die Möglichkeit gehabt, in einer neu gegründeten Apotheke zu arbeiten, wobei ich die Einblicke in die Herausforderungen und die wichtigen Aufgaben der Offizinarbeit noch mehr vertiefen konnte. Parallel habe ich an der Charité einen berufsbegleitenden Master angefangen, der sich besonders mit gesundheitspolitischen, ökonomischen und kommunikativen Aspekten der Gesundheitsversorgung in Deutschland beschäftigt hat. Den Master habe ich abgeschlossen, als ich bereits bei BERLIN-CHEMIE arbeitete. Mir wurde im Vorstellungsgespräch direkt Unterstützung zugesagt, was dann auch in Form von bezahlten Freistellungen erfolgt ist.

Was macht das Besondere bei BERLIN-CHEMIE aus? Was macht BERLIN-CHEMIE zum attraktiven Arbeitgeber für Sie aus?

Bei BERLIN-CHEMIE ist ganz deutlich, dass die Mitarbeitenden als wichtiger Teil des Ganzen gesehen werden. Ich schätze die flachen Hierarchien und die freundliche Atmosphäre unter den KollegInnen. Außerdem gefällt mir, dass hier mitten in der Hauptstadt vor Ort Arzneimittel produziert werden.

Welche Vorteile bietet Ihrer Meinung nach die Industrie gegenüber der Apotheke?

Ich genieße die Freiheit in der Gestaltung meines Arbeitstages. Durch die Gleitzeit bei BERLIN-CHEMIE bietet sich mir eine große Flexibilität. Außerdem bin ich froh, dass die Verkaufsgespräche weggefallen sind. Die Beratung hat mir immer Spaß gemacht, allerdings ist die öffentliche Apotheke durch die gesundheitspolitische Situation auch darauf angewiesen, mit Waren Verkäufe zu erzielen, die m. E. nicht in den Bereich der Pharmazie fallen.

Warum würden Sie angehenden Apotheker raten einen Blick in die Industrie zu werfen?

In der pharmazeutischen Industrie gibt es für Apotheker einen sehr großen Schatz an möglichen Jobs. Da ist wirklich für jeden etwas dabei. Das war mir in meinem Studium noch nicht so bewusst. Ich würde jedem raten, die Möglichkeit zu nutzen, im Praktikum in der Industrie hinter die Kulissen zu schauen, um ein Bewusstsein dafür zu bekommen, was alles passiert, bevor die fertige Packung über den Handverkaufstisch wandert. Ob man später tatsächlich in der Industrie arbeitet, ist dann gar nicht so entscheidend – der Erkenntnisgewinn ist da und ist sehr groß.

Warum ist das CMC Management ein spannendes Themenfeld für einen Pharmaziepraktikanten?

Ich empfinde die Position für einen Absolventen als sehr passend, da es viele Schnittstellen zu anderen Abteilungen gibt und man so einen sehr guten Einblick in verschiedene Bereiche in der Industrie bekommt. Mir gefällt, dass es neben der fachlichen Auseinandersetzung mit den Arzneimitteln vor allem auch um Kommunikation und Projektarbeit geht.

Mittlerweile betreuen Sie selbst halbjährlich einen PhiP - was ist Ihnen besonders wichtig in der Zusammenarbeit und Ausbildung?

Ja, das stimmt und es macht mir sehr viel Spaß. PhiPs bekommen von mir keine Modellaufgaben. Ich möchte sie in unseren Alltag einbinden. Ich nehme sie ernst und traue ihnen nach dem Studium auch zu, mit mir auf Augenhöhe Problemkomplexe zu besprechen. Mir ist es wichtig, dass die PhiPs einen umfassenden Einblick in mögliche Aufgaben von Apothekern in der Industrie bekommen. Ich habe aber auch den Anspruch, dass meine zukünftigen KollegInnen für gesundheitspolitische Themen sensibilisiert werden. Wir sind als Apotheker ein wichtiges Asset in diesem Umfeld, unabhängig in welchem Bereich wir arbeiten (Industrie, öffentliche Apotheke, Krankenhaus, etc.).

Haben Sie noch Tipps für angehende Apotheker?

Mir ist es wichtig, dass alle Studierenden wissen: einfach bewerben! Ich weiß, dass ich damals einen großen Respekt vor dem PhiP-Bewerbungsgespräch bei BERLIN-CHEMIE hatte und gedacht habe, dass ich bestimmt nicht gut genug bin, weil ich nicht in der Fachschaft war oder meine Karriere bis dato nicht absolut auf Pharmaindustrie ausgerichtet war. Das war absolut kein Problem. Niemand erwartet einen perfekt zielstrebigen Topmanager nach dem Studium.

Anne Jeschke , Regulatory Affairs Manager

„Man hat viele Entwicklungsmöglichkeiten und wird aktiv auch bei seiner persönlichen Weiterentwicklung unterstützt.“


Hallo Frau Jeschke, wir haben Sie bereits 2013 als Pharmazeutin im Praktikum während Ihres Einsatzes in der Zulassung interviewt (Lesen Sie hier den Artikel). Gibt es ein Erlebnis, an das Sie gerne zurückdenken?

Ich erinnere mich sehr gerne an meine gesamte Praktikantenzeit und kann da keine spezielle Erfahrung hervorheben. Während meiner Zeit als Pharmazeutin im Praktikum habe ich bei BERLIN-CHEMIE viel gelernt, was einem im Studium nicht vermittelt wurde und wurde immer in die Projekte und Verfahren mit eingebunden. Das hat mir einen sehr guten Eindruck von der zukünftigen Arbeit gegeben und meine Begeisterung für die Arzneimittelzulassung geweckt.

Was hat sich seitdem verändert?

Anfangs war das gar nicht so viel. Das hat natürlich die Einarbeitung extrem erleichtert. Mittlerweile wurden aber einige elektronische Tools entwickelt und eingeführt, die uns bei den immer komplexeren Verfahren unterstützen.

Warum haben Sie sich entschieden, bei BERLIN-CHEMIE zurückzukehren?

Mir war schon während meines pharmazeutischen Jahres klar, dass ich nicht in der Apotheke arbeiten möchte, sondern lieber in der pharmazeutischen Industrie. Zum Glück hat sich dann die Gelegenheit geboten wieder zurückzukommen und ich habe auch nicht gezögert, diese Möglichkeit zu ergreifen.

Sie betreuen mittlerweile selbst Pharmazeuten im Praktikum und leiten den Gesetzesstammtisch. Wie kam es dazu? Was erleben Sie mit den jetzigen PhiPs?

Ich habe den Gesetzesstammtisch von einer Kollegin übernommen, die diesen initiiert hatte, um den PhiPs die pharmazeutischen Gesetze etwas näher zu bringen. Dies ist eine tolle Idee gewesen und ich bin dankbar, dass ich diesen nun weiter fortführen kann.
Mittlerweile leite ich den Gesetzesstammtisch schon eine Weile und bin immer wieder begeistert von den anregenden Diskussionen mit den PhiPs. Ich wünschte, den Gesetzesstammtisch hätte es in meiner PhiP-Zeit schon gegeben. Das hätte das Recht lernen etwas einfacher gemacht.

Was macht das Besondere bei BERLIN-CHEMIE aus? Was macht BERLIN-CHEMIE zum attraktiven Arbeitgeber für Sie aus?

Das sind zum einen die Kollegen, aber auch z.B. die flexible Arbeitszeitgestaltung. Außerdem hat man BERLIN-CHEMIE viele Entwicklungsmöglichkeiten und wird aktiv auch bei seiner persönlichen Weiterentwicklung unterstützt. Das ist nicht selbstverständlich. Ach ja und natürlich muss man auch unser Betriebsrestaurant nennen. Da ist immer ein bisschen Urlaubsfeeling in der Mittagspause dabei.

Was motiviert Sie täglich für Ihre Arbeit?

Meine Arbeit macht mir unglaubliche Freude. Dies liegt hauptsächlich an den interessanten Tätigkeiten und immer neuen Herausforderungen in meinem Arbeitsalltag. Kein Tag ist wie der andere und so starte ich jeden Tag gerne, aber auch mit Vorfreude auf das, was einen heute erwartet. Vor allem das Gefühl, wenn wir im Team ein Projekt wieder erfolgreich beendet haben - unbezahlbar.

Was ist für Sie der Unterschied zwischen der Apotheke und einem Arbeitsplatz in der Industrie? Welche Vorteile bringt Ihrer Meinung nach die Industrie mit sich?

Mir gefällt es, dass man bei BERLIN-CHEMIE ein Teil des großen Ganzen ist. Das ist mir in der Apotheke nie so aufgefallen. Die Arbeit mit Menschen ist für mich ein großer Unterschied zwischen Apotheke und Industrie. Auch in der Industrie arbeite ich mit vielen Menschen - allerdings aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Als weiterer Vorteil sind die flexiblen Arbeitszeiten ein großes Plus und auch ein größeres Maß an Selbstbestimmung ist in der Industrie vorhanden. Ich bin nicht auf die Sprechzeiten des Arztes angewiesen und kann meinen Tag selber planen.

Warum würden Sie angehenden Apotheker raten, einen Blick in die Industrie bzw. direkt in die Abteilung Zulassung zu werfen?

Das praktische Jahr ist die beste Chance, um viele Erfahrungen in unterschiedlichen Gebieten zu sammeln. Ich kann jedem nur raten, diese auch zu nutzen. So lernt man z. B. in der pharmazeutischen Industrie viele verschiedene Arbeitsbereiche kennen. Dafür hilft natürlich auch die Veranstaltungsreihe „InPharma“ für die Praktikanten. So kommt man auch mit anderen Praktikanten über deren Arbeitsaufgaben und Erfahrungen ins Gespräch. Letztendlich kann man so viel besser wissen, was man später tun möchte oder vielleicht auch was nicht. Die Zulassung ist ein Thema, welches im Studium kaum bis gar nicht vorkommt. Trotzdem ist es ein sehr spannendes und abwechslungsreiches Gebiet und immer einen Blick wert.

Haben Sie noch Tipps für angehende Apotheker?

Habt keine Scheu vor neuen Herausforderungen! Das Pharmaziestudium ist extrem vielseitig und somit ist man vielfältig einsetzbar. Nutzt die Gelegenheiten euch verschiedene Aspekte anzuschauen.

Katharina Voß , Fachreferentin Pharmakovigilanz

„Die Industrie bietet für jeden Typ Arbeitnehmer das passende Arbeitsumfeld.“

Katharina Voß , Fachreferentin Pharmakovigilanz

„Die Industrie bietet für jeden Typ Arbeitnehmer das passende Arbeitsumfeld.“


Wann haben Sie bei uns Ihr Praktisches Jahr absolviert und in welchem Bereich? Gibt es ein Erlebnis an das Sie gerne zurückdenken?

Mein Praktisches Jahr habe ich 2015 in der Forschung & Entwicklung im Team der Stabilitätsprüfungen absolviert. Aufgabe der Arbeitsgruppe ist es, u.a. die Haltbarkeit, das optimale Verpackungsmaterial und ggf. notwendige Lagerungshinweise für neue Arzneimittel zu definieren. Zügig wurde ich in die Routine-Tätigkeiten im Labor eingebunden und habe eigene Aufgaben übertragen bekommen. Besonders gerne denke ich an ein bestimmtes Forschungsprojekt zurück. Im Austausch mit den daran beteiligten Kollegen informierte ich mich über das Ziel des Projekts und die bereits erzielten Fortschritte. Parallel habe ich auch an praktischen Versuchen mitgewirkt. Zum Ende meines Praktikums stellte ich die Theorie zum geplanten Arzneimittel, die aus den Versuchen erhaltenen Ergebnisse sowie den weiteren Ausblick im Rahmen einer Präsentation vor. Es war unheimlich spannend, das Projekt aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten zu können.

Was hat sich seitdem getan?

Nach meinem Praktischen Jahr habe ich das dritte und letzte Staatsexamen abgelegt und bin anschließend zu BERLIN-CHEMIE/Menarini GmbH zurückgekehrt. Zunächst war ich in der analytischen Entwicklung der Qualitätskontrolle tätig. Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Bereitstellung von Prüfmethoden, mit denen z.B. die Identität oder der Gehalt eines Wirkstoffs in einem Arzneimittel bestimmt werden kann. Kurze Zeit später übernahm ich die Funktion der Projektassistentin für den Umzug der Qualitätskontrolle. Ziel des Projektes war die Unterbringung aller Labore am Standort Berlin-Adlershof in einem neuen Gebäude. Die besondere Herausforderung bestand darin, die kontinuierliche Arbeitsfähigkeit der Abteilung bei laufendem Umzug sicherzustellen und somit u.a. die rechtzeitige Re-Qualifizierung der Laborgeräte zu gewährleisten. Mit Abschluss des Projekts wechselte ich in die deutsche Arzneimittelsicherheit, in der ich nun seit 2018 tätig bin.

Sie haben demnach innerhalb der Unternehmensverbünde gewechselt und sind von Ihrer damaligen Labor- zu einer Schreibtischarbeit gekommen. Worin liegen die Unterschiede in Ihrer Tätigkeit? 

Genau, mit dem Wechsel meiner Position hat sich der Anteil meiner Schreibtischtätigkeit allerdings nicht grundlegend verändert. Als Apotheker in der Pharmaindustrie befindet man sich ohnehin überwiegend am Schreibtisch - unabhängig davon, in welchem Bereich man tätig ist. Allerdings hat mit meinem Wechsel in die Arzneimittelsicherheit der direkte Laborbezug abgenommen. Dafür sind neue Aufgaben hinzugekommen. Neben der Beurteilung analytischer Ergebnisse bewerte ich jetzt z.B. auch Reklamationen und Herstellungsvorgänge. Insgesamt ist das Aufgabenspektrum sehr vielfältig und beinhaltet eine enge Zusammenarbeit mit den am jeweiligen Prozess beteiligten Schnittstellen. Neben den Arzneimitteln und deren Eigenschaften spielen für mich nun auch regulatorische Aspekte wie Zulassungen und vertragliche Verpflichtungen vermehrt eine Rolle. Seither ist die internationale Reichweite des Konzerns für mich täglich präsent. Somit ist es für mich mittlerweile selbstverständlich zu sehen, welche zentrale Rolle die Arzneimittelsicherheit im Unternehmen und gegenüber der lokalen Behörde einnimmt.

Was macht das Besondere bei BERLIN-CHEMIE aus? 

Charakteristisch für die BERLIN-CHEMIE/Menarini GmbH sind meines Erachtens die familiäre Unternehmenskultur und der wertschätzende Umgang der Mitarbeiter untereinander. Am Standort Berlin-Adlershof genieße ich zudem die Vielfalt der präsenten Abteilungen. Trotz internationaler Vermarktung der Produkte habe ich das Gefühl, zu jeder Fragestellung einen Experten vor Ort zu finden. Regelmäßige außerbetriebliche Veranstaltungen, wie z.B. die jährliche Teilnahme an der Teamstaffel fördern das Kennenlernen weiterer Mitarbeiter und prägen ein außerordentliches Gemeinschaftsgefühl. Davon unabhängig machen auch flexible Arbeitszeiten, die Tarifbedingungen der Chemischen Industrie und zahlreiche arbeitnehmerfreundliche Betriebsvereinbarungen die BERLIN-CHEMIE/Menarini GmbH für mich zu einem attraktiven Arbeitgeber. Nicht zuletzt möchte ich auch das fantastische Betriebsrestaurant am Standort erwähnen, in dem man sich ausgezeichnet in der Pause stärken oder mit den Kollegen bei einem Kaffee in der Cafébar austauschen kann.

Welche Vorteile bietet Ihrer Meinung nach die Industrie gegenüber der Apotheke?

Im Vergleich zur öffentlichen Apotheke sticht die Pharmaindustrie mit einer völlig anderen Größenordnung und Struktur heraus. Diese ergibt sich nicht zuletzt auch aus regulatorischen Anforderungen, die stetigen Veränderungen unterliegen. Aus meiner Sicht punktet die Pharmaindustrie daher nicht nur mit der Möglichkeit, sich in verschiedenen Fachrichtungen spezialisieren zu können, sondern auch mit der Chance einer individuellen und anhaltenden Weiterentwicklung. Meiner Meinung nach bietet die Industrie zudem für jeden Typ Arbeitnehmer das passende Arbeitsumfeld. Vom routinierten Alltagsgeschäft bis zur Projektarbeit ist für jeden etwas dabei. Neben den fachlichen und persönlichen Aspekten sind letztendlich auch die allgemeinen Arbeitsbedingungen zu nennen. Bei einer Tätigkeit in der Pharmaindustrie ist im Vergleich zur Tätigkeit in der Apotheke üblicherweise mit einer flexibleren Arbeitszeitgestaltung sowie einem höheren Gehalt und Urlaubsanspruch zu rechnen.

Warum würden Sie angehenden Apothekern raten, einen Blick in die Industrie bzw. direkt in die Abteilung PD-LDSU zu werfen? Warum kann auch gerade ein auf den ersten Blick vielleicht langweilig wirkender “Schreibtisch-Arbeitsplatz” spannend sein?

Generell lässt sich sagen, dass man mit dem Wissen aus dem Pharmazie-Studium ein solides Fundament für viele Tätigkeiten in der Pharmaindustrie mitbringt. Dies gilt auch für den Bereich der deutschen Arzneimittelsicherheit (PD-LDSU). Im Team, in dem ich tätig bin, beschäftigen wir uns mit der Beurteilung von Arzneimittelrisiken, wobei wir stets das gesamte Produkt (also Wirkstoff, Hilfsstoffe, Verpackung u.a.) im Blick haben. Bei der Bearbeitung der verschiedenen Fragestellungen befinden wir uns daher in regelmäßigem Austausch mit anderen Fachabteilungen wie der Herstellung, Qualitätskontrolle und –sicherung mit dem gemeinsamen Ziel einer stetigen Verbesserung der Arzneimittel im Hinblick auf deren Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit. Ein Blick in mein Team lohnt sich somit für Pharmazeuten, die sich insbesondere für die Pharmakologie, Analytik und Technologie interessieren und sich auf einen gemeinsamen Austausch in unserem interdisziplinären Team aus Ärzten, Apothekern und weiteren Naturwissenschaftlern freuen. Trotz Schreibtisch-Job halten wir die direkte Nähe zum Arzneimittel und seinem Anwender, indem wir z.B. die Reklamationen, die aus den Apotheken eintreffen, medizinisch bewerten. Bei uns im Team gibt es eine gute Mischung aus Routineaufgaben, Projekten und spontanen Themen, wie der Unterstützung der Stufenplanbeauftragten bei einem Chargenrückruf. Langweilig ist es daher nie.

Haben Sie noch Tipps für angehende Apotheker?

Gerne möchte ich die angehenden Apotheker dazu ermuntern, die Chance des Praktischen Jahres zu nutzen, um einen Blick in die Pharmaindustrie zu werfen. Es ergibt sich die einzigartige Gelegenheit, die typischen Disziplinen der Arzneimittelherstellung und -prüfung im industriellen Maßstab zu erleben und weitere spannende Tätigkeitsfelder kennenzulernen, die während der universitären Ausbildung nur am Rande behandelt werden - z.B. die Zulassung und die Arzneimittelsicherheit. Von unter Studenten kursierenden und oft pauschalen Aussagen, dass die Plätze in der Industrie stark limitiert, weit im Voraus und nur an Spitzenabsolventen vergeben würden, sollte man sich nicht verunsichern lassen, sondern sich mit Vertrauen in seine pharmazeutische Expertise bewerben. BERLIN-CHEMIE/Menarini GmbH offeriert in jedem Halbjahr zahlreiche Praktikumsplätze in verschiedensten Bereichen des Konzerns. Gleichzeitig bietet das Unternehmen eine hauseigene Informationsreihe für Pharmazeuten im Praktikum an und ermöglicht den Austausch unter Gleichgesinnten. Diese Angebote unterstützen die jungen Pharmazeuten ungemein in ihrer Entscheidung für den weiteren Berufsweg.

Johannes Heibach , Leiter Validation

„Ich kann auf meiner aktuellen Position sehr viele Prozesse mitgestalten und mich dabei fachlich jeden Tag weiterentwickeln.“

Johannes Heibach , Leiter Validation

„Ich kann auf meiner aktuellen Position sehr viele Prozesse mitgestalten und mich dabei fachlich jeden Tag weiterentwickeln.“


Hallo Herr Heibach, Sie haben einen spannenden Werdegang als Apotheker. Würden Sie sich bitte kurz vorstellen.

Nach der Schule hatte ich zunächst mit dem Maschinenbaustudium in Dresden begonnen, musste dann aber relativ schnell feststellen, dass ich später nicht dauerhaft in diesem Tätigkeitsfeld arbeiten wollen würde. So wechselte ich 2007 zum Studium der Pharmazie und kam nach Berlin. Nach dem Studium ging es unmittelbar zur BERLIN-CHEMIE AG, wo ich nun seit August 2020 die Gruppe Validation Management innerhalb der Qualitätssicherung verantworten darf.

Wann haben Sie bei uns Ihr Praktisches Jahr absolviert und in welchem Bereich? Gibt es ein Erlebnis, an das Sie gerne zurückdenken?

Ich war damals in der ersten Hälfte des praktischen Jahres von Mai 2012 bis Oktober 2012 im Bereich der galenischen Entwicklung. Was mir besonders gefallen hat, war, dass ich vom ersten Tag an als vollwertiges Mitglied der Arbeitsgruppe aufgenommen wurde. Nachdem ich in den ersten Tagen die Mitarbeiter der Gruppe kennengelernt hatte, bekam ich von meinem Betreuer meine ersten pharmazeutisch fachlichen Aufgaben zugeteilt. Es ging dann sehr schnell, bis ich die Versuche im Labor auch eigenständig durchführen und anschließend bewerten durfte. Wir hatten damals einen Wirbelschichtgranulator im Labormaßstab, in dem ich (gefühlt) unendlich viele Ansätze herstellen durfte, um die ideale Zusammensetzung der Granulierlösung und das optimale Sprühverhalten zu ermitteln. Die Ergebnisse konnte ich zwischendurch immer mit meinem Betreuer besprechen, um zu überlegen, was wir noch optimieren können.

Was hat sich seitdem getan?

Nach meinem praktischen Halbjahr bei der BERLIN-CHEMIE AG musste ich zunächst noch für ein halbes Jahr in die öffentliche Apotheke (in Berlin Wedding), um anschließend mein 3. Staatsexamen zu absolvieren. Direkt im Anschluss konnte ich im August 2013 in der Herstellung als Trainee anfangen. Nachdem meine damalige Betreuerin im Dezember 2014 das Unternehmen verlassen hatte, übernahm ich Ihre Stelle als „Fachreferent Validierung“ im Januar 2015 und bearbeitete die vorher erlernten Aufgaben und Projekte dann eigenverantwortlich. Zum September 2016 wechselte ich von der Herstellung in die Qualitätssicherung und ließ mich zum GMP-Auditor ausbilden, um unsere weltweit agierenden Zulieferbetriebe (Wirkstoffhersteller, Hilfsstoffhersteller und Lohnhersteller) zu überprüfen - eine Tätigkeit, in der man in kurzer Zeit sehr viel lernt und viele neue Eindrücke gewinnt. Nach 4 Jahren als Auditor bot sich im August 2020 dann die Möglichkeit, die Gruppenleitung QS-V (Validation Management) zu übernehmen, um wieder näher an den vor Ort gefertigten Produkten der BERLIN-CHEMIE AG zu sein und die qualitätsrelevanten Prozesse noch besser mitgestalten zu können.

Was macht das Besondere bei BERLIN-CHEMIE aus? Was macht BERLIN-CHEMIE zum attraktiven Arbeitgeber für Sie aus?

Ich habe es bisher in jeder Abteilung erlebt, dass man sehr herzlich aufgenommen wurde und ich mich sehr schnell in das Team integrieren konnte. Trotz eines im Pharmabereich sehr regulierten Umfeldes lebt die Firma von den persönlichen Kontakten und dem zwischenmenschlichen Verhältnis. Gerade jungen Menschen nach dem Abschluss des Studiums bietet BERLIN-CHEMIE häufig gute Einstiegschancen.

Was ist für Sie der Unterschied zwischen der Apotheke und einem Arbeitsplatz in der Industrie? Welche Vorteile bringt Ihrer Meinung nach die Industrie mit sich? 

Die Tätigkeitsfelder in der Industrie sind in meinen Augen sehr viel vielfältiger und man steigt fachlich (pharmazeutisch) sehr viel tiefer in die Themen ein als in der Apotheke. Durch die Arbeit in der Industrie kann man alle Prozesse kennenlernen, die ein Arzneimittel durchläuft, bis es in der Apotheke landet, um an den Patienten abgegeben zu werden. Man arbeitet häufig in interdisziplinären Teams, was es so in der Apotheke nicht gibt. Der Vorteil ist, dass man sich in verschiedensten Tätigkeitsfeldern entwickeln kann. Man kann seinen eigenen Werdegang somit besser gestalten. Zusätzlich sind die Arbeitszeiten deutlich flexibler. Einen Wechsel zurück in die Apotheke kann ich mir aktuell nicht vorstellen, da ich auf meiner aktuellen Position sehr viele Prozesse mitgestalten kann und mich dabei fachlich jeden Tag weiterentwickeln kann.

Mittlerweile betreuen Sie selbst halbjährlich einen PhiP - was ist Ihnen besonders wichtig in der Zusammenarbeit und Ausbildung?

Hierbei kann ich von meiner eigenen guten Betreuung damals profitieren und hoffe, davon die mir wichtigen Dinge weitergeben zu können. Ein Pharmaziepraktikant ist bei uns Teil des Teams und erhält Aufgaben wie jeder andere meiner Mitarbeiter auch. Natürlich steht für Rückfragen und die Einarbeitung in neue Themengebiete immer ein Ansprechpartner zur Verfügung. Die Aufgaben wähle ich mit meinem Team dabei möglichst vielfältig aus und achte darauf, dass bei der Aufgabenstellung auch immer der pharmazeutische Bezug gegeben ist. Um mal ein konkretes Beispiel zu nennen: Unsere aktuelle Pharmaziepraktikantin begleitet gerade die Validierung eines Herstellprozesses eines flüssigen Arzneimittels. Das heißt, sie hat bereits das Planungsdokument (unter Rücksprache mit der Herstellabteilung) geprüft und begleitet nun eine der Validierungschargen in der Herstellung vor Ort. Sie kann sich dabei den kompletten Prozessablauf in der Routine ansehen und überprüft die Übereinstimmung mit der Planung. Zum Abschluss wird sie auch die Prüfung der analytischen Ergebnisse in einem Bericht übernehmen und erhält so ein vollumfängliches Bild der Qualität unserer Produktion. Die Abnahme der Aufgabe erfolgt zuletzt durch einen qualifizierten Betreuer, damit die Qualität unserer Produkte sichergestellt ist. Wenn ein Pharmaziepraktikant die 6 Monate in meinem Team erfolgreich hinter sich gebracht hat, soll er ein klares Verständnis zur Qualität der pharmazeutischen Produktion von Arzneimitteln und den entsprechenden gesetzlich geltenden Vorgaben mit auf seinen Weg nehmen können.

Haben Sie noch Tipps für angehende Apotheker?

Ich kann nur empfehlen, im Rahmen des Praktischen Jahres eine Hälfte in der pharmazeutischen Industrie zu verbringen, da die Aufgaben eines Apothekers dort unglaublich vielfältig sind und das ganze Ausmaß der pharmazeutischen Tätigkeit in der Uni nicht gelehrt werden kann.

Katharina Voß , Fachreferentin Pharmakovigilanz

„Die Industrie bietet für jeden Typ Arbeitnehmer das passende Arbeitsumfeld.“


Wann haben Sie bei uns Ihr Praktisches Jahr absolviert und in welchem Bereich? Gibt es ein Erlebnis an das Sie gerne zurückdenken?

Mein Praktisches Jahr habe ich 2015 in der Forschung & Entwicklung im Team der Stabilitätsprüfungen absolviert. Aufgabe der Arbeitsgruppe ist es, u.a. die Haltbarkeit, das optimale Verpackungsmaterial und ggf. notwendige Lagerungshinweise für neue Arzneimittel zu definieren. Zügig wurde ich in die Routine-Tätigkeiten im Labor eingebunden und habe eigene Aufgaben übertragen bekommen. Besonders gerne denke ich an ein bestimmtes Forschungsprojekt zurück. Im Austausch mit den daran beteiligten Kollegen informierte ich mich über das Ziel des Projekts und die bereits erzielten Fortschritte. Parallel habe ich auch an praktischen Versuchen mitgewirkt. Zum Ende meines Praktikums stellte ich die Theorie zum geplanten Arzneimittel, die aus den Versuchen erhaltenen Ergebnisse sowie den weiteren Ausblick im Rahmen einer Präsentation vor. Es war unheimlich spannend, das Projekt aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten zu können.

Was hat sich seitdem getan?

Nach meinem Praktischen Jahr habe ich das dritte und letzte Staatsexamen abgelegt und bin anschließend zu BERLIN-CHEMIE/Menarini GmbH zurückgekehrt. Zunächst war ich in der analytischen Entwicklung der Qualitätskontrolle tätig. Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Bereitstellung von Prüfmethoden, mit denen z.B. die Identität oder der Gehalt eines Wirkstoffs in einem Arzneimittel bestimmt werden kann. Kurze Zeit später übernahm ich die Funktion der Projektassistentin für den Umzug der Qualitätskontrolle. Ziel des Projektes war die Unterbringung aller Labore am Standort Berlin-Adlershof in einem neuen Gebäude. Die besondere Herausforderung bestand darin, die kontinuierliche Arbeitsfähigkeit der Abteilung bei laufendem Umzug sicherzustellen und somit u.a. die rechtzeitige Re-Qualifizierung der Laborgeräte zu gewährleisten. Mit Abschluss des Projekts wechselte ich in die deutsche Arzneimittelsicherheit, in der ich nun seit 2018 tätig bin.

Sie haben demnach innerhalb der Unternehmensverbünde gewechselt und sind von Ihrer damaligen Labor- zu einer Schreibtischarbeit gekommen. Worin liegen die Unterschiede in Ihrer Tätigkeit? 

Genau, mit dem Wechsel meiner Position hat sich der Anteil meiner Schreibtischtätigkeit allerdings nicht grundlegend verändert. Als Apotheker in der Pharmaindustrie befindet man sich ohnehin überwiegend am Schreibtisch - unabhängig davon, in welchem Bereich man tätig ist. Allerdings hat mit meinem Wechsel in die Arzneimittelsicherheit der direkte Laborbezug abgenommen. Dafür sind neue Aufgaben hinzugekommen. Neben der Beurteilung analytischer Ergebnisse bewerte ich jetzt z.B. auch Reklamationen und Herstellungsvorgänge. Insgesamt ist das Aufgabenspektrum sehr vielfältig und beinhaltet eine enge Zusammenarbeit mit den am jeweiligen Prozess beteiligten Schnittstellen. Neben den Arzneimitteln und deren Eigenschaften spielen für mich nun auch regulatorische Aspekte wie Zulassungen und vertragliche Verpflichtungen vermehrt eine Rolle. Seither ist die internationale Reichweite des Konzerns für mich täglich präsent. Somit ist es für mich mittlerweile selbstverständlich zu sehen, welche zentrale Rolle die Arzneimittelsicherheit im Unternehmen und gegenüber der lokalen Behörde einnimmt.

Was macht das Besondere bei BERLIN-CHEMIE aus? 

Charakteristisch für die BERLIN-CHEMIE/Menarini GmbH sind meines Erachtens die familiäre Unternehmenskultur und der wertschätzende Umgang der Mitarbeiter untereinander. Am Standort Berlin-Adlershof genieße ich zudem die Vielfalt der präsenten Abteilungen. Trotz internationaler Vermarktung der Produkte habe ich das Gefühl, zu jeder Fragestellung einen Experten vor Ort zu finden. Regelmäßige außerbetriebliche Veranstaltungen, wie z.B. die jährliche Teilnahme an der Teamstaffel fördern das Kennenlernen weiterer Mitarbeiter und prägen ein außerordentliches Gemeinschaftsgefühl. Davon unabhängig machen auch flexible Arbeitszeiten, die Tarifbedingungen der Chemischen Industrie und zahlreiche arbeitnehmerfreundliche Betriebsvereinbarungen die BERLIN-CHEMIE/Menarini GmbH für mich zu einem attraktiven Arbeitgeber. Nicht zuletzt möchte ich auch das fantastische Betriebsrestaurant am Standort erwähnen, in dem man sich ausgezeichnet in der Pause stärken oder mit den Kollegen bei einem Kaffee in der Cafébar austauschen kann.

Welche Vorteile bietet Ihrer Meinung nach die Industrie gegenüber der Apotheke?

Im Vergleich zur öffentlichen Apotheke sticht die Pharmaindustrie mit einer völlig anderen Größenordnung und Struktur heraus. Diese ergibt sich nicht zuletzt auch aus regulatorischen Anforderungen, die stetigen Veränderungen unterliegen. Aus meiner Sicht punktet die Pharmaindustrie daher nicht nur mit der Möglichkeit, sich in verschiedenen Fachrichtungen spezialisieren zu können, sondern auch mit der Chance einer individuellen und anhaltenden Weiterentwicklung. Meiner Meinung nach bietet die Industrie zudem für jeden Typ Arbeitnehmer das passende Arbeitsumfeld. Vom routinierten Alltagsgeschäft bis zur Projektarbeit ist für jeden etwas dabei. Neben den fachlichen und persönlichen Aspekten sind letztendlich auch die allgemeinen Arbeitsbedingungen zu nennen. Bei einer Tätigkeit in der Pharmaindustrie ist im Vergleich zur Tätigkeit in der Apotheke üblicherweise mit einer flexibleren Arbeitszeitgestaltung sowie einem höheren Gehalt und Urlaubsanspruch zu rechnen.

Warum würden Sie angehenden Apothekern raten, einen Blick in die Industrie bzw. direkt in die Abteilung PD-LDSU zu werfen? Warum kann auch gerade ein auf den ersten Blick vielleicht langweilig wirkender “Schreibtisch-Arbeitsplatz” spannend sein?

Generell lässt sich sagen, dass man mit dem Wissen aus dem Pharmazie-Studium ein solides Fundament für viele Tätigkeiten in der Pharmaindustrie mitbringt. Dies gilt auch für den Bereich der deutschen Arzneimittelsicherheit (PD-LDSU). Im Team, in dem ich tätig bin, beschäftigen wir uns mit der Beurteilung von Arzneimittelrisiken, wobei wir stets das gesamte Produkt (also Wirkstoff, Hilfsstoffe, Verpackung u.a.) im Blick haben. Bei der Bearbeitung der verschiedenen Fragestellungen befinden wir uns daher in regelmäßigem Austausch mit anderen Fachabteilungen wie der Herstellung, Qualitätskontrolle und –sicherung mit dem gemeinsamen Ziel einer stetigen Verbesserung der Arzneimittel im Hinblick auf deren Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit. Ein Blick in mein Team lohnt sich somit für Pharmazeuten, die sich insbesondere für die Pharmakologie, Analytik und Technologie interessieren und sich auf einen gemeinsamen Austausch in unserem interdisziplinären Team aus Ärzten, Apothekern und weiteren Naturwissenschaftlern freuen. Trotz Schreibtisch-Job halten wir die direkte Nähe zum Arzneimittel und seinem Anwender, indem wir z.B. die Reklamationen, die aus den Apotheken eintreffen, medizinisch bewerten. Bei uns im Team gibt es eine gute Mischung aus Routineaufgaben, Projekten und spontanen Themen, wie der Unterstützung der Stufenplanbeauftragten bei einem Chargenrückruf. Langweilig ist es daher nie.

Haben Sie noch Tipps für angehende Apotheker?

Gerne möchte ich die angehenden Apotheker dazu ermuntern, die Chance des Praktischen Jahres zu nutzen, um einen Blick in die Pharmaindustrie zu werfen. Es ergibt sich die einzigartige Gelegenheit, die typischen Disziplinen der Arzneimittelherstellung und -prüfung im industriellen Maßstab zu erleben und weitere spannende Tätigkeitsfelder kennenzulernen, die während der universitären Ausbildung nur am Rande behandelt werden - z.B. die Zulassung und die Arzneimittelsicherheit. Von unter Studenten kursierenden und oft pauschalen Aussagen, dass die Plätze in der Industrie stark limitiert, weit im Voraus und nur an Spitzenabsolventen vergeben würden, sollte man sich nicht verunsichern lassen, sondern sich mit Vertrauen in seine pharmazeutische Expertise bewerben. BERLIN-CHEMIE/Menarini GmbH offeriert in jedem Halbjahr zahlreiche Praktikumsplätze in verschiedensten Bereichen des Konzerns. Gleichzeitig bietet das Unternehmen eine hauseigene Informationsreihe für Pharmazeuten im Praktikum an und ermöglicht den Austausch unter Gleichgesinnten. Diese Angebote unterstützen die jungen Pharmazeuten ungemein in ihrer Entscheidung für den weiteren Berufsweg.

Elena Hilfer , Wissenschaftliche Mitarbeiterin Verpackungstexte

„Ich entwickle mich permanent weiter: so wie alles um mich herum.“

Elena Hilfer , Wissenschaftliche Mitarbeiterin Verpackungstexte

„Ich entwickle mich permanent weiter: so wie alles um mich herum.“


Frau Hilfer, wie lautet Ihre Antwort, wenn Sie gefragt werden, was Sie beruflich machen?

Ich sage, dass ich Packmittel in einem pharmazeutischen Unternehmen erstelle, zum Beispiel Faltschachteln, Folien, Etiketten, Gebrauchsinformationen. Und dazu sage ich noch: Das mag vielleicht langweilig klingen, ist es aber nicht. Es ist spannend.

Warum?

Weil wir für unsere große Produktpalette sämtliche Packmittel erstellen und das für sehr viele Länder. Das sind Länder mit unterschiedlichen Sprachen und individuellen Anforderungen an die Texte, die auf einer Verpackung stehen müssen. Außerdem soll die Verpackung den Kunden durch ihr Design ansprechen, sie muss druckbar sein und auf den Verpackungsmaschinen laufen. All diese Schritte greifen bei uns im Fachbereich Materialwirtschaft ineinander. So entsteht schließlich ein Packmittel für ein Produkt, das später in jedem unserer Länder im Regal steht und die Patienten erreicht.

Heißt das, Sie müssen sich mit jedem dieser Schritte auskennen, oder gibt es jeweils Experten?

Für jeden Schritt gibt es selbstverständlich eine Fachabteilung. Für das Design einer Verpackung ist zum Beispiel das Marketing zuständig. Es kann aber vorkommen, dass die von der Registrierung vorgegebenen Texte derart umfangreich sind, dass sie nicht mit dem vom Marketing gewünschten Verpackungsdesign vereinbar sind. Gemeinsam sucht man einen Kompromiss. Parallel müssen auch die Möglichkeiten unserer Partner-Druckbetriebe berücksichtigt werden und die technologischen Vorgaben, die wir von der Eigen- und Fremdproduktion bekommen. Sie sehen, hier gilt es viel zu koordinieren und mögliche Konflikte rechtzeitig zu erkennen. Das ist eine der größten Herausforderungen unserer täglichen Arbeit.

Sie sind also die Schnittstelle zwischen den Abteilungen?

Richtig. Wir führen die Informationen so zusammen, dass letztendlich ein Packmittel entsteht, das allen Anforderungen entspricht – und das in mehr als 50 Sprachen.

50 Sprachen?

Genau. 50 Sprachen spricht bei uns in der Abteilung natürlich niemand. Für die finalen, verbindlichen Texte sind die jeweiligen Länderbüros zuständig. Wir erstellen bei uns im Team Production Material, Editing nur einen Basistext. Dieser wird in Englisch oder Russisch geschrieben und nachher durch die Fachabteilungen in den Ländern vervollständigt und übersetzt.

Bedeutet das, dass ich Russisch sprechen muss, um in Ihrem Team arbeiten zu können?

Russischkenntnisse sind von Vorteil. Allerdings haben wir auch Kollegen im Team, die kein Russisch gelernt haben. Trotzdem haben sie sich schnell zurechtgefunden und mit der kyrillischen Schrift vertraut gemacht. Mittlerweile können sie auf jeden Fall die relevanten Textpassagen und Hinweise erkennen und zuordnen. Man darf einfach keine Angst davor haben.

Wie viele Mitarbeiter arbeiten in dem Team, zu dem Sie gehören?

Wir sind acht Kolleginnen im Team für die Verpackungstexte.

Acht Kolleginnen, die sich die 50 Sprachen aufteilen?

Wir sind nicht nach Sprachen oder Ländern aufgeteilt, sondern nach Wirkstoffen und Arzneimittelformen. Somit arbeitet quasi jede mit jedem Land und jeder Sprache.

Wie lange arbeiten Sie schon im Unternehmen?

Bald sind es zehn Jahre.

Haben Sie in dieser Zeit in verschiedenen Abteilungen gearbeitet?

Nein, ich bin ein gutes Beispiel dafür, dass man zehn Jahre am gleichen Schreibtisch sitzen kann. (lacht) Klingt wieder ganz langweilig, ist es für mich aber nie gewesen. Auch nach fast zehn Jahren in meinem Beruf habe ich niemals das Gefühl, meine Arbeit nicht mehr interessant zu finden. Stattdessen habe ich festgestellt, dass ich mich im gleichen Job permanent weiterentwickle. So wie alles um mich herum: die Firma, die Prozesse, die Werkzeuge. Es gibt immer neue Wirkstoffe, neue Anforderungen, neue Kampagnen, neue Leute und Projekte. Man ist ständig gefordert, man entwickelt sich jeden Tag mit.

Sie sind Diplom-Ingenieurin für Pharmatechnik. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem, was Sie studiert haben, und dem, was Sie heute beruflich machen?

Auf jeden Fall. In meinem Job wird viel Ingenieursdenken vorausgesetzt. Wir müssen zum Beispiel schnell verstehen wie eine Verpackungsmaschine funktioniert, welche Produktionsschritte unsere Verpackung durchläuft und welche Auswirkungen diese einzelnen Schritte auf sie haben. Einfach ausgedrückt: wie eine Maschine stempelt, in welchem Moment die Vignette aufgebracht wird, wie die Gebrauchsinformation in die Schachtel gelangt und vieles mehr.

Das heißt, die Maschine zu verstehen, hilft Ihnen zum Beispiel zu entscheiden, an welcher Stelle Sie Text auf eine Verpackung drucken können?

Genau. Die Gestaltung einer Verpackung muss immer auf die technologischen Voraussetzungen der Produktion abgestimmt sein. Sonst funktioniert es nicht.

Haben Ihre Kollegen alle einen ähnlichen Hintergrund wie Sie?

Wir sind Pharmaingenieure, Verpackungsingenieure und Wirtschaftsingenieure, außerdem haben wir eine Kollegin mit betriebswirtschaftlichem Hintergrund im Team.

Betriebswirtschaft?

Wenn jemand bestimmte persönliche Eigenschaften mitbringt, ist das auch möglich.

Was für Eigenschaften müssen das sein?

Sehr vorteilhaft ist eben das technische Verständnis. Man sollte keine Berührungsängste mit der Produktion haben und Maschinenzeichnungen lesen können. Entweder liegt einem das oder nicht. Außerdem ist es wichtig, sehr sorgfältig, strukturiert und gewissenhaft zu arbeiten und das mit einer konstanten Geschwindigkeit. Man muss alle Einzelheiten rechtzeitig erkennen und zusammenführen können. Man darf kein noch so kleines Detail unberücksichtigt lassen.

Mario Kelava , Leiter Treasury

„Ich erwarte von meinen Mitarbeitern Vorschläge und bin offen für Ideen.“

Mario Kelava , Leiter Treasury

„Ich erwarte von meinen Mitarbeitern Vorschläge und bin offen für Ideen.“


Herr Kelava, Sie sind Leiter der Abteilung Treasury. Was genau macht Ihr Team?

Das ist gar nicht so einfach zu erklären. Die Kernfunktion der Abteilung ist, das Geld des Unternehmens zu verwalten und dafür zu sorgen, dass wir termingerecht zahlungsfähig sind und bleiben.

Das heißt, Sie sorgen auch dafür, dass jeder sein Geld bekommt?

Am Ende des Tages definitiv, ja. Jeder, der von uns Geld zu bekommen hat, bekommt es durch uns. Wir sind diejenigen, die die eigentlichen Zahlungen auslösen. Außerdem sind wir eine Art In-House-Bank. Die Länderbüros und Tochtergesellschaften finanzieren sich über uns. Das heißt, wenn ein Büro einen Finanzierungsbedarf hat, geht es nicht zur Bank, sondern holt sich die Mittel bei uns. Wir sichern Exporte ab, wenn Waren ins Ausland geliefert werden und steuern die Bankenstrategie im In- und Ausland.

Am Ende laufen also alle Fäden bei Ihnen zusammen?

Finanzieller Art, ja. Alles, was liquiditätswirksam ist, läuft bei uns in irgendeiner Form zusammen. Wir haben eine Servicefunktion. Wir produzieren und verkaufen nicht selbst, sondern unterstützen andere dabei.

Wie viele Mitarbeiter arbeiten in der Abteilung Treasury?

Vier. Meine drei Kolleginnen und ich. Treasury ist traditionell sehr klein, in anderen Unternehmen ist das nicht anders. Wir arbeiten sehr viel mit technischen Systemen, zum Beispiel mit einem Treasury Management System, einem Zahlungsverkehrssystem und mit Marktdateninformationssystemen.

Wozu die vielen Systeme?

Ohne die könnten wir unsere Arbeit gar nicht bewältigen. Wir verwalten die gesamten Konten von BERLIN-CHEMIE und der Menarini GmbH und bekommen außerdem die Kontoinformationen aller Länderbüros. Weil wir sehr viel in Osteuropa tätig sind, vereinnahmen wir auch andere Währungen als Euro. Das heißt, wir bekommen russische Rubel rein, polnische Zloty, rumänische Leu. Das ist ein bunter Strauß an Währungen, den wir organisieren müssen. Und das passiert bei uns mit Hilfe von Systemen.

Haben Sie so etwas wie einen typischen Arbeitstag?

Erst mal schon. Der Tag beginnt in der Regel damit, dass ich schaue, wie der Vortag gelaufen ist. Ich schaue auf die Konten und als nächstes auf die Märkte. Wie sind die Kurse? Wo steht der Rubel, wo der Zloty?

Verläuft der Rest des Tages auch so typisch?

Nicht unbedingt. Häufig kommen die verschiedenen Länderbüros mit sehr speziellen Finanzthemen auf uns zu, bei denen wir sie unterstützen.

Reisen Sie auch in die Länder?

In der Regel nicht.

Ist Ihnen das internationale Arbeiten trotzdem wichtig?

Absolut. Ich habe bisher nur in Unternehmen gearbeitet, die international tätig waren. Es wäre mir zu wenig, nur den deutschen Markt zu bearbeiten. Wir haben die Landesbanken, und wir haben die kommerziellen Banken. Da Konten zu eröffnen und Gelder zu vereinnahmen, ist einfach. Aber in Ländern wie zum Beispiel der Ukraine, Turkmenistan, Armenien oder Georgien ist das etwas anderes. Russland, unser größter ausländischer Markt, ist auch speziell. Damit will ich sagen, dass jeder Markt eine Herausforderung ist, der man sich individuell anpassen muss.

Haben Sie vor der Menarini GmbH schon einmal in einem Pharmaunternehmen gearbeitet?

Nein. Aber wie gesagt, Treasury ist ein Servicebereich. Am Ende des Tages spielt es keine Rolle, was für ein Unternehmen ich bediene. Die Zahlungsströme, das Zahlungsverhalten von Kunden und die Finanzierungsstrukturen sind hier zwar anders als in anderen Branchen, aber grundsätzlich sind der Service und das, was ich mache, mehr oder weniger gleich.

Als Abteilungsleiter haben Sie auch eine Führungsposition Ihren Mitarbeiterinnen gegenüber angenommen. Wie haben Sie sich darauf vorbereitet?

Mein Team war ja schon vor mir da. Damit hatte ich Mitarbeiterinnen, die ich kennenlernen und für die ich ein Gespür entwickeln musste. Darauf können Sie sich nicht vorbereiten. Eines habe ich aber gelernt. Ein Fehler, den man nicht machen darf, ist, nur von sich auszugehen. Ich weiß, wie ich bestimmte Dinge handhaben würde. Andere Menschen machen das aber vielleicht ganz anders. Man muss versuchen, sich ein Stück weit von den eigenen Denkstrukturen zu befreien.

Inwiefern hat die Führungsrolle Ihren Arbeitsalltag verändert?

Als Abteilungsleiter habe ich viel mehr administrative und strategische Aufgaben, weniger operative.

Was ist Ihnen als Chef wichtig?

Zuverlässigkeit und Sorgfältigkeit sind die wichtigsten Dinge. Wenn wir Fehler machen, kostet das sofort Geld. Gleichzeitig lasse ich meinem Team relativ viele Freiheiten, erwarte aber auch, dass sie diese Freiheiten positiv nutzen.

Was bedeutet das?

Ich möchte, dass sie aktiv mitgestalten. Es ist einfach zu sagen: Das sind deine Aufgaben, arbeite das bitte ab und dann bekommst du deine nächste Aufgabe. So kann man ein Team führen, aber ich denke nicht, dass das für den Einzelnen besonders befriedigend ist. Deshalb erwarte ich, dass auch von meinen Mitarbeiterinnen Vorschläge kommen und bin offen für Ideen. Mag sein, dass mir manche Vorschläge nicht gefallen und ich sie vielleicht sogar ablehne, aber ich bin immer offen für konstruktive und zielführende Diskussionen. Weil ich davon überzeugt bin, dass nur konstruktive Diskussionen zum besten Ergebnis führen.

Gibt es darüber hinaus Dinge, die generell für Ihre Arbeit besonders wichtig sind?

Man muss schon eine Affinität zu Finanzmärkten haben und ein bisschen Gespür dafür, wie sich Märkte entwickeln könnten. Für die meisten Menschen ist es kein Spaß, die Finanzpresse zu verfolgen, und wenn es eine Meldung zur Europäischen Zentralbank gibt, interessiert es sie nicht. Für uns sind solche Nachrichten aber ganz entscheidend, weil Entscheidungen der EZB direkte Auswirkungen auf unser Geschäft haben.

Sie sind inzwischen mehr als vier Jahre im Unternehmen. Angst vor Langeweile?

Nein. Wir bekommen zum Beispiel in Kürze ein neues Produktportfolio hinzu. Das heißt, dass es in einigen Ländern neue Kunden und mehr Umsatz geben wird, die Geldflüsse werden sich verändern. Wir müssen einfach mal schauen, was da auf uns zukommt. Es bleibt spannend und das ist auch gut so. Ein Job, in dem ich jeden Tag genau weiß, was kommt, wäre mit der Zeit sicherlich zu monoton.

Hat eigentlich die Tatsache, dass es bei der Menarini GmbH zum Beispiel so etwas wie Gleitzeit gibt, für Sie eine Rolle gespielt, als Sie sich für das Unternehmen entschieden haben?

Natürlich finde ich es sehr gut, dass ich mir meine Zeit flexibel einteilen kann. Ich bin Familienvater und bringe vor der Arbeit meine Tochter in den Kindergarten. Mal geht das schneller und mal langsamer. Da ist es definitiv von Vorteil, dass ich weiß, wenn ich 20 Minuten später im Büro bin, kann ich die Zeit später nachholen und dann passt es wieder.

Haben Sie den Eindruck, dass Sie in einem familienfreundlichen Unternehmen arbeiten?

Ja, das würde ich schon sagen. Wenn mal was dazwischen kommt, und mit kleinen Kindern kann so etwas durchaus passieren, gab es noch nie ein Problem. Vor kurzem bin ich erneut Vater geworden und habe Elternzeit beantragt. Bei diesem Thema hat mich die Personalabteilung sehr unterstützt.

Elena Hilfer , Wissenschaftliche Mitarbeiterin Verpackungstexte

„Ich entwickle mich permanent weiter: so wie alles um mich herum.“


Frau Hilfer, wie lautet Ihre Antwort, wenn Sie gefragt werden, was Sie beruflich machen?

Ich sage, dass ich Packmittel in einem pharmazeutischen Unternehmen erstelle, zum Beispiel Faltschachteln, Folien, Etiketten, Gebrauchsinformationen. Und dazu sage ich noch: Das mag vielleicht langweilig klingen, ist es aber nicht. Es ist spannend.

Warum?

Weil wir für unsere große Produktpalette sämtliche Packmittel erstellen und das für sehr viele Länder. Das sind Länder mit unterschiedlichen Sprachen und individuellen Anforderungen an die Texte, die auf einer Verpackung stehen müssen. Außerdem soll die Verpackung den Kunden durch ihr Design ansprechen, sie muss druckbar sein und auf den Verpackungsmaschinen laufen. All diese Schritte greifen bei uns im Fachbereich Materialwirtschaft ineinander. So entsteht schließlich ein Packmittel für ein Produkt, das später in jedem unserer Länder im Regal steht und die Patienten erreicht.

Heißt das, Sie müssen sich mit jedem dieser Schritte auskennen, oder gibt es jeweils Experten?

Für jeden Schritt gibt es selbstverständlich eine Fachabteilung. Für das Design einer Verpackung ist zum Beispiel das Marketing zuständig. Es kann aber vorkommen, dass die von der Registrierung vorgegebenen Texte derart umfangreich sind, dass sie nicht mit dem vom Marketing gewünschten Verpackungsdesign vereinbar sind. Gemeinsam sucht man einen Kompromiss. Parallel müssen auch die Möglichkeiten unserer Partner-Druckbetriebe berücksichtigt werden und die technologischen Vorgaben, die wir von der Eigen- und Fremdproduktion bekommen. Sie sehen, hier gilt es viel zu koordinieren und mögliche Konflikte rechtzeitig zu erkennen. Das ist eine der größten Herausforderungen unserer täglichen Arbeit.

Sie sind also die Schnittstelle zwischen den Abteilungen?

Richtig. Wir führen die Informationen so zusammen, dass letztendlich ein Packmittel entsteht, das allen Anforderungen entspricht – und das in mehr als 50 Sprachen.

50 Sprachen?

Genau. 50 Sprachen spricht bei uns in der Abteilung natürlich niemand. Für die finalen, verbindlichen Texte sind die jeweiligen Länderbüros zuständig. Wir erstellen bei uns im Team Production Material, Editing nur einen Basistext. Dieser wird in Englisch oder Russisch geschrieben und nachher durch die Fachabteilungen in den Ländern vervollständigt und übersetzt.

Bedeutet das, dass ich Russisch sprechen muss, um in Ihrem Team arbeiten zu können?

Russischkenntnisse sind von Vorteil. Allerdings haben wir auch Kollegen im Team, die kein Russisch gelernt haben. Trotzdem haben sie sich schnell zurechtgefunden und mit der kyrillischen Schrift vertraut gemacht. Mittlerweile können sie auf jeden Fall die relevanten Textpassagen und Hinweise erkennen und zuordnen. Man darf einfach keine Angst davor haben.

Wie viele Mitarbeiter arbeiten in dem Team, zu dem Sie gehören?

Wir sind acht Kolleginnen im Team für die Verpackungstexte.

Acht Kolleginnen, die sich die 50 Sprachen aufteilen?

Wir sind nicht nach Sprachen oder Ländern aufgeteilt, sondern nach Wirkstoffen und Arzneimittelformen. Somit arbeitet quasi jede mit jedem Land und jeder Sprache.

Wie lange arbeiten Sie schon im Unternehmen?

Bald sind es zehn Jahre.

Haben Sie in dieser Zeit in verschiedenen Abteilungen gearbeitet?

Nein, ich bin ein gutes Beispiel dafür, dass man zehn Jahre am gleichen Schreibtisch sitzen kann. (lacht) Klingt wieder ganz langweilig, ist es für mich aber nie gewesen. Auch nach fast zehn Jahren in meinem Beruf habe ich niemals das Gefühl, meine Arbeit nicht mehr interessant zu finden. Stattdessen habe ich festgestellt, dass ich mich im gleichen Job permanent weiterentwickle. So wie alles um mich herum: die Firma, die Prozesse, die Werkzeuge. Es gibt immer neue Wirkstoffe, neue Anforderungen, neue Kampagnen, neue Leute und Projekte. Man ist ständig gefordert, man entwickelt sich jeden Tag mit.

Sie sind Diplom-Ingenieurin für Pharmatechnik. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem, was Sie studiert haben, und dem, was Sie heute beruflich machen?

Auf jeden Fall. In meinem Job wird viel Ingenieursdenken vorausgesetzt. Wir müssen zum Beispiel schnell verstehen wie eine Verpackungsmaschine funktioniert, welche Produktionsschritte unsere Verpackung durchläuft und welche Auswirkungen diese einzelnen Schritte auf sie haben. Einfach ausgedrückt: wie eine Maschine stempelt, in welchem Moment die Vignette aufgebracht wird, wie die Gebrauchsinformation in die Schachtel gelangt und vieles mehr.

Das heißt, die Maschine zu verstehen, hilft Ihnen zum Beispiel zu entscheiden, an welcher Stelle Sie Text auf eine Verpackung drucken können?

Genau. Die Gestaltung einer Verpackung muss immer auf die technologischen Voraussetzungen der Produktion abgestimmt sein. Sonst funktioniert es nicht.

Haben Ihre Kollegen alle einen ähnlichen Hintergrund wie Sie?

Wir sind Pharmaingenieure, Verpackungsingenieure und Wirtschaftsingenieure, außerdem haben wir eine Kollegin mit betriebswirtschaftlichem Hintergrund im Team.

Betriebswirtschaft?

Wenn jemand bestimmte persönliche Eigenschaften mitbringt, ist das auch möglich.

Was für Eigenschaften müssen das sein?

Sehr vorteilhaft ist eben das technische Verständnis. Man sollte keine Berührungsängste mit der Produktion haben und Maschinenzeichnungen lesen können. Entweder liegt einem das oder nicht. Außerdem ist es wichtig, sehr sorgfältig, strukturiert und gewissenhaft zu arbeiten und das mit einer konstanten Geschwindigkeit. Man muss alle Einzelheiten rechtzeitig erkennen und zusammenführen können. Man darf kein noch so kleines Detail unberücksichtigt lassen.

Dr. Pirka Kruse , Regionalleiterin Facharzt-Außendienst

„Wichtig sind die vier M’s: Man muss Menschen mögen. “

Dr. Pirka Kruse , Regionalleiterin Facharzt-Außendienst

„Wichtig sind die vier M’s: Man muss Menschen mögen. “


Frau Dr. Kruse, Sie beginnen Ihre Arbeitswoche gleich mit diesem Interview. Wie würde Ihr Montagmorgen normalerweise aussehen?

An vielen Montagen fahre ich zu einem Mitarbeiter in den Außendienst. Ich habe als Regionalleiterin insgesamt neun Mitarbeiter, die in den ostdeutschen Bundesländern die Fach- und Klinikärzte besuchen, insbesondere Kardiologen und Pneumologen. Mit meinen Mitarbeitern zusammen führe ich regelmäßig Begleitbesuche durch.

Und welches Ziel haben die Begleitbesuche?

Grundsätzlich arbeiten meine Mitarbeiter natürlich selbstständig in ihrem Gebiet. An den Tagen, an denen ich sie begleite – das ist pro Mitarbeiter etwa einmal im Monat –, ist es meine Aufgabe, sie zu coachen und für ihre Weiterentwicklung zu sorgen. Das ist das, was ich absolut gerne mache und, glaube ich, auch gut kann. Wissen weiterzugeben, mich in die Situation meiner Mitarbeiter hineinzuversetzen und zu erkennen, welche Stärken sie haben, was hier gerade die Aufgabe ist und was ich tun kann, um meine Mitarbeiter erfolgreich zu machen – das ist mein Job als Regionalleiterin. Darüber hinaus führe ich meine Mitarbeiter auch per Telefon und E-Mail.

Wie sieht das dann aus?

Durch die langen Fahrstrecken habe ich wunderbar die Möglichkeit, viel zu telefonieren. Abends vom Büro aus kommuniziere ich dann über E-Mails. Es ist meine Aufgabe, den Markt zu beobachten, Mitbewerber zu analysieren und all das mit meinen Mitarbeitern zu besprechen. Aus den Informationen leite ich Strategien und Handlungen ab, damit wir uns als Team positiv weiterentwickeln.

Was hat Sie dazu bewogen, sich auf eine Führungsposition zu bewerben?

Ich habe schon immer den Wunsch gehabt, mich zu entwickeln. Und noch bevor ich mich 2001 für die Position beworben habe, habe ich mir genau überlegt, wo ich irgendwann mal hin will.

Haben Sie den Eindruck, dass BERLIN-CHEMIE Sie in Ihrer Entwicklung unterstützt?

Ich glaube, ein Arbeitgeber sieht, wenn Mitarbeiter zu hundert Prozent hinter dem Unternehmen stehen. Das tue ich und zwar seit 17 Jahren. Und dann eröffnen sich einem auch Möglichkeiten. Als ich 1996 bei BERLIN-CHEMIE anfing, wollte ich ursprünglich über den Außendienst später in das Marketing oder in die Abteilung Medizin und Forschung. Denn ich war nach meinem Chemiestudium sehr wissenschaftlich orientiert. Aber dann habe ich die Liebe zum Außendienst entdeckt. Die Steigerung dessen war, Mitarbeiter zu haben und Mitarbeiter erfolgreich zu machen. Also habe ich mich beworben.

Ich stell mir das schwierig vor: Der eine Mitarbeiter sitzt in Schwerin, der zweite in Jena und wieder ein anderer in Berlin oder Sachsen. Wie schafft man es, dass aus diesen Menschen ein Team wird?

Dreimal im Jahr gibt es Zyklus-Tagungen für den ganzen Außendienst. Auf diesen Tagungen wird viel miteinander kommuniziert. Zusätzlich führe ich mit meinen Mitarbeitern Regional-Tagungen durch. Die organisiere ich als Regionalleiterin und lege die Inhalte fest. Das sind mal fachliche Fortbildungen und mal Strategie-Tagungen. Und nachdem wir dann über Strategien gesprochen haben, unterhalten wir uns in den Pausen und beim Abendessen über andere Themen und lernen uns so immer besser kennen. Außerdem schweißen gemeinsame Ziele und Erfolg einfach zusammen.

Welche Eigenschaften muss jemand mitbringen, der im Außendienst arbeitet? Es liegt ja nicht jedem, ständig neue Leute zu treffen und sie von einer Sache zu überzeugen.

Wichtig sind die vier Ms: Man muss Menschen mögen. Und man muss seinem Gesprächspartner gegenüber offen sein, um das, was er sagt, zu verarbeiten und Chancen zu entdecken. Und auch wenn Sie neun Mal ein Nein bekommen, sollten Sie trotzdem positiv denken und Lust haben, auf das Ja im zehnten Gespräch zu warten.

Was braucht es an fachlichen Kenntnissen? Sie haben zum Beispiel promoviert, bevor Sie bei BERLIN-CHEMIE angefangen haben. Ist das ein Muss?

Nein. Das ist kein Muss. Und ich habe meine Promotion übrigens während meiner Tätigkeit für BERLIN-CHEMIE gemacht. Ich habe meinen Urlaub innerhalb der ersten zwei Jahre an der Uni verbracht. (lacht)

Aber haben alle Ihre Mitarbeiter einen naturwissenschaftlichen Hintergrund?

Größtenteils. Es gibt aber auch Mitarbeiter, die Wirtschaft studiert haben. Promoviert haben muss man, wie gesagt, nicht. Aber es ist wichtig, logisch denken und selbstständig arbeiten zu können und es ist einfach von Vorteil, wenn man das irgendwann in seinem Leben schon mal gemacht hat. Und man braucht schon ein gewisses Grundverständnis für Medizin und Biologie.

Wie machen Sie jemanden, der Wirtschaft studiert hat, fit für den Außendienst?

(lacht) Erst mal muss man einem jungen Menschen vermitteln, dass Rom nicht an einem Tag erbaut wurde. Wenn jemand Wirtschaft studiert hat, macht er zuerst eine Ausbildung zum geprüften Pharmareferenten, die mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer endet. Dann geht es in die Produktschulung und anschließend zur Einarbeitung in den Außendienst. Hier beginnt mein Part. Jeder Mensch hat ganz besondere Fähigkeiten und zu allererst analysiere ich in aller Ruhe die Fähigkeiten, die eben dieser junge Mensch mitbringt. Dazu gebe ich Tipps, die einem Anfänger helfen sollen, schnell Fuß zu fassen. Das richte ich immer an der Person aus, mit der ich gerade zusammenarbeite. Um Erfolg zu haben, muss man zunächst einmal Geduld mit sich selbst haben, offen sein für Feedback, aber auch über die nötige Nachhaltigkeit verfügen.

Wer hat Ihnen alles beigebracht, als Sie 1996 bei BERLIN-CHEMIE anfingen?

Mein Fachwissen habe ich in der Produktschulung erworben und meine erste Regionalleiterin hat mir dann den Außendienst nahegebracht. Außerdem habe mich auch selber immer weitergebildet. Die eigene Motivation ist ein wichtiger Baustein und man sollte sie für das eigene Fortkommen nutzen. Das habe ich gemacht. Ich habe zum Beispiel viele Fortbildungen von BERLIN-CHEMIE wahrgenommen.

Welche Art von Fortbildung?

Zu 90 Prozent sind das fachliche Fortbildungen. Bei fachlichen Fortbildungen kann es sich zum Beispiel um Studien zu einem bestimmten Produkt, diagnostische Methoden oder eine gänzlich neue Indikation handeln. Aber auch von Veranstaltungen, die meine Mitarbeiter und ich für Ärzte organisieren und an denen wir teilnehmen, profitieren wir von den inhaltlichen Vorträgen, die dort Ärzte für Ärzte halten. Außerdem hat BERLIN-CHEMIE eine Trainings-Abteilung, die jedem Mitarbeiter durch gewisse Programme die Möglichkeit gibt, individuelle Fortbildungs-Wünsche umzusetzen. Das liegt an jedem selbst. Ich hatte gerade in diesem Jahr eine Fortbildung im Bereich Projektmanagement mit einem externen Trainer. Eine wunderbare Fortbildung, die sehr hilfreich war.

Wie beschreiben Sie Freunden BERLIN-CHEMIE?

Berlin Chemie ist ein ganz innovatives Unternehmen und es sind einfach tolle Menschen, die hier arbeiten. Menschen die kreativ und offen sind, die nach Lösungen suchen. Es ist wirklich beeindruckend, wenn man sieht, was für eine gigantische Entwicklung dieses Unternehmen genommen hat – Menarini insgesamt, aber auch BERLIN-CHEMIE als Unternehmen, das ich noch aus den DDR-Zeiten kenne. Ich bin stolz, hier zu arbeiten, und das transportiert man natürlich auch, wenn man über BERLIN-CHEMIE spricht. Und ich würde immer sagen, BERLIN-CHEMIE ist ein Unternehmen mit hervorragenden Produkten, und es ist einfach ein… (zögert und lacht) kreatives, offenes und emotionales Unternehmen, das seine Mitarbeiter und deren Leistungen schätzt. Dadurch hat es trotz der Größe des gesamten Unternehmens etwas sehr familiäres.

Grit Leonhardt , Projektmanagerin Applikationssysteme

„Ich mag einerseits das Bodenständige, andererseits das Internationale.“

Grit Leonhardt , Projektmanagerin Applikationssysteme

„Ich mag einerseits das Bodenständige, andererseits das Internationale.“


Frau Leonhardt, Sie sind Projektmanagerin Applikationssysteme und beschreiben sich selbst als Dolmetscherin zwischen Softwareanwendern und Softwareherstellern. Wie genau kann man sich das vorstellen?

Ich bin in meiner Abteilung, der International Division, die Schnittstelle zwischen Kollegen, die im Internationalen Vertrieb arbeiten und den Softwareentwicklern der IT-Abteilung von BERLIN-CHEMIE. Das sind Bereiche, die manchmal sehr unterschiedliche Sprachen sprechen. (lacht) Ich koordiniere gemeinsame Entwicklungsprojekte.

Wie kommt es, dass Sie beide Sprachen sprechen?

Ich habe Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Internationales Management, Marketing und Wirtschaftsinformatik studiert und anschließend im Ausland Berufserfahrung gesammelt. Da ging es zum Beispiel um Software im Supply Chain Management und natürlich hatte ich dabei mit den Menschen und ihren verschiedenen Kulturen zu tun.

An welcher Stelle im Export werden Softwarelösungen gebraucht?

Plural ist das richtige Wort. Es gibt sehr, sehr viele Softwareanwendungen bei uns im Vertrieb. Das ist in den vergangenen Jahren sehr vielschichtig und komplex geworden. Am wichtigsten ist unser Warenwirtschaftssystem. Das ist eine Software, über die wir Handelsrechnungen an Exportkunden erstellen. Zusätzlich haben wir Software für die verschiedenen Exportpapiere, die erstellt werden müssen, von der Packliste über die Zollanmeldung bis zu den Transportversicherungszertifikaten. Außerdem gibt es Planungs-Systeme für die Absatzplanung und Systeme für die Koordination zwischen Vertrieb, Produktion und behördlicher Zulassung. Es gibt Systeme für die Verwaltung von Stammdaten sowie Reporting-Systeme für Umsatzstatistik oder Bestandsüberwachung. Und dann haben wir noch eine Datenbank für unsere Preise. Jedes der über 30 Länder, in denen wir unsere Produkte verkaufen, hat eine eigene Preisliste.

Wenn jemand konkrete Ideen für eine Software oder Verbesserungsvorschläge hat, kommt er dann einfach zu Ihnen?

Genau, so funktioniert es ganz oft. Häufig kommen die Kollegen und sagen: Ich muss an dieser Stelle jeden Monat so viel von Hand machen. Könnten wir dafür nicht eine Softwarelösung erstellen? Ich prüfe das, diskutiere die Idee in der Abteilung und bespreche sie dann mit der IT-Abteilung. Gemeinsam schauen wir, ob wir vielleicht schon eine Softwarelösung haben, die wir nutzen können, ob wir so etwas selbst programmieren oder ob wir eine Anwendung einkaufen müssten. Oftmals bin ich aber auch so in die Abteilungs-Prozesse involviert, dass ich selbst merke, dass etwas nach einer Softwarelösung ruft.

Sie geben auch Schulungen. Wie viel von Ihrer Zeit nimmt das in Anspruch?

Wenn eine neue Software eingeführt wird, gibt es Schulungen für alle betroffenen Mitarbeiter, entweder persönlich oder mit Hilfe von Nutzerhandbücher. Wir erstellen englischsprachige Handbücher und Präsentationen und schulen die Kollegen hier in Berlin, aber auch in den Auslandsbüros. Insgesamt sind es mehr als 250 Kollegen weltweit, die mit unseren Systemen arbeiten. Die Betreuung all dieser Nutzer nimmt immer mehr Zeit in Anspruch. BERLIN-CHEMIE wächst und dadurch kommen neue Mitarbeiter hinzu, die geschult werden müssen.

Und wenn jemand mit einer Software gar nicht klarkommt?

Dann sind wir immer der erste Ansprechpartner. Wir entlasten dadurch die IT-Abteilung. Die Kollegen dort sollen sich auf das Programmieren konzentrieren können. Für Anfragen von Nutzern wie „Welchen Knopf muss ich drücken?“ sind wir in erster Instanz zuständig.

Sie haben bereits in einem anderen Pharmaunternehmen gearbeitet, bevor Sie 2005 zu BERLIN-CHEMIE kamen. Ihre Arbeit ist aber nicht unbedingt an diese Branche gebunden, oder?

Jein. Es ist auf jeden Fall von Vorteil, ein spezielles Branchenwissen zu haben. Die Produktion in der pharmazeutischen Industrie ist chargenbasiert und das ergibt spezielle Vorgaben für die Software. Wichtig ist die Zuordnung einer Charge zum Kunden und die Haltbarkeit beziehungsweise Resthaltbarkeit der Medikamente. Der Nachweis einer Charge schließt die Produktion, die Lagerhaltung und den Vertrieb mit ein. Das lässt sich mit Konsumgüterherstellern nicht vergleichen. Zudem müssen wir Genehmigungen für Arzneimittel der Zulassungsbehörden jedes einzelnen Landes beachten. Das alles spiegelt sich auch in der Software wieder.

Woher haben Sie dieses Branchenwissen?

Das kam mit der Berufserfahrung. In dem ersten Pharmaunternehmen, für das ich gearbeitet habe, gab es eine große Bandbreite von Themen zu bewältigen. Ich habe mich eingearbeitet und dieses Wissen zu BERLIN-CHEMIE mitgebracht.

Wie kam es eigentlich, dass Sie heute in der Pharmabranche arbeiten?

Es war eher Zufall. Ich habe mich aber sofort wohlgefühlt. Ich mag einerseits dieses Bodenständige, also für ein Unternehmen zu arbeiten, das tatsächlich produziert. Andererseits mag ich das Internationale. Wenn man wie ich im Export arbeitet, hat man mit vielen unterschiedlichen Ländern zu tun: etwa mit Russland, Polen, den Balkan-Ländern oder auch mit skandinavischen Ländern. Hier braucht man die Fähigkeit, mit verschiedenen Kulturen umgehen zu können.

Welche Eigenschaften braucht jemand in Ihrer Position noch?

Zu den Fähigkeiten gehört neben dem logischen Denken und systematischen Arbeiten ein Sinn für Organisation. Es gehört dazu, die Teams zusammenzubringen, Meetings zu organisieren, Präsentationen zu erstellen und andere von seinen Ideen überzeugen zu können. Außerdem gehört Feingefühl dazu. Nicht jede gute Idee wird sofort angenommen. Man muss sie auch verkaufen können. Und Prioritäten setzen, wenn Ressourcen knapp sind. Wo kann ich Kompromisse machen? Und wie vermittle ich diesen Kompromiss, damit er für alle akzeptabel ist? Das ist nicht immer ganz einfach. (lacht) Das Schöne bei BERLIN-CHEMIE ist, dass ich auch neue Tätigkeitsfelder ergründen kann.

Inwiefern?

Angenommen ich möchte bestimmte Prozesse neu gestalten, weil ich sehe, dass etwas, das wir seit Jahren machen, jetzt nicht mehr optimal funktioniert. Dann kann ich dieses Projekt selbst anstoßen. In größeren Unternehmen ist es häufig der Abteilungsleiter, der ein Projekt ins Leben ruft und dazu vielleicht eine externe Beratungsgesellschaft hinzuholt. Bei BERLIN-CHEMIE geht es tatsächlich auch von unten nach oben und in der Regel ohne externe Berater. Wir haben zwar eine interne Beratungsabteilung, die uns unterstützt, aber wir schaffen auch sehr viel intern in der Fachabteilung. Zum einen weil wir diese beiden Projektmanagement-Stellen haben, zum anderen weil wir Vorgesetzte haben, die das unterstützen.

Sie haben zwei kleine Kinder und waren nach der Geburt jeweils ein Jahr in Elternzeit. Arbeiten Sie nun wieder Vollzeit?

Nein, in Teilzeit. Es ist sehr positiv, dass das hier möglich ist und es lässt sich glücklicherweise bei mir auch gut mit der Arbeit verbinden. Ich arbeite sehr gerne und gleichzeitig möchte ich die Kinder beim Heranwachsen erleben.

Wie schnell waren Sie wieder drin in der Arbeit, nachdem Sie aus der Elternzeit zurückkamen?

Das war unterschiedlich. 2008 bin ich zum ersten Mal aus der Elternzeit zurückgekommen und war ganz schnell wieder drin. Damals hatte sich nicht so viel verändert. 2010 war das anders. In dem Jahr, in dem ich nicht da war, wurde in Berlin und in allen Auslandsbüros eine sehr wichtige neue Planungs-Software eingeführt. Damit hatte sich unsere Welt fundamental verändert. Das war eine größere Umstellung für mich. Glücklicherweise konnte der Kollege, der mich während meiner Elternzeit vertreten hatte, bei uns in der Abteilung bleiben. Aus einer Stelle wurden zwei, weil die neue Software deutlich mehr Arbeit nach sich zog. Es hat mir sehr geholfen, dass wir nach meiner Elternzeit zu zweit weiterarbeiten konnten.

Dr. Pirka Kruse , Regionalleiterin Facharzt-Außendienst

„Wichtig sind die vier M’s: Man muss Menschen mögen. “


Frau Dr. Kruse, Sie beginnen Ihre Arbeitswoche gleich mit diesem Interview. Wie würde Ihr Montagmorgen normalerweise aussehen?

An vielen Montagen fahre ich zu einem Mitarbeiter in den Außendienst. Ich habe als Regionalleiterin insgesamt neun Mitarbeiter, die in den ostdeutschen Bundesländern die Fach- und Klinikärzte besuchen, insbesondere Kardiologen und Pneumologen. Mit meinen Mitarbeitern zusammen führe ich regelmäßig Begleitbesuche durch.

Und welches Ziel haben die Begleitbesuche?

Grundsätzlich arbeiten meine Mitarbeiter natürlich selbstständig in ihrem Gebiet. An den Tagen, an denen ich sie begleite – das ist pro Mitarbeiter etwa einmal im Monat –, ist es meine Aufgabe, sie zu coachen und für ihre Weiterentwicklung zu sorgen. Das ist das, was ich absolut gerne mache und, glaube ich, auch gut kann. Wissen weiterzugeben, mich in die Situation meiner Mitarbeiter hineinzuversetzen und zu erkennen, welche Stärken sie haben, was hier gerade die Aufgabe ist und was ich tun kann, um meine Mitarbeiter erfolgreich zu machen – das ist mein Job als Regionalleiterin. Darüber hinaus führe ich meine Mitarbeiter auch per Telefon und E-Mail.

Wie sieht das dann aus?

Durch die langen Fahrstrecken habe ich wunderbar die Möglichkeit, viel zu telefonieren. Abends vom Büro aus kommuniziere ich dann über E-Mails. Es ist meine Aufgabe, den Markt zu beobachten, Mitbewerber zu analysieren und all das mit meinen Mitarbeitern zu besprechen. Aus den Informationen leite ich Strategien und Handlungen ab, damit wir uns als Team positiv weiterentwickeln.

Was hat Sie dazu bewogen, sich auf eine Führungsposition zu bewerben?

Ich habe schon immer den Wunsch gehabt, mich zu entwickeln. Und noch bevor ich mich 2001 für die Position beworben habe, habe ich mir genau überlegt, wo ich irgendwann mal hin will.

Haben Sie den Eindruck, dass BERLIN-CHEMIE Sie in Ihrer Entwicklung unterstützt?

Ich glaube, ein Arbeitgeber sieht, wenn Mitarbeiter zu hundert Prozent hinter dem Unternehmen stehen. Das tue ich und zwar seit 17 Jahren. Und dann eröffnen sich einem auch Möglichkeiten. Als ich 1996 bei BERLIN-CHEMIE anfing, wollte ich ursprünglich über den Außendienst später in das Marketing oder in die Abteilung Medizin und Forschung. Denn ich war nach meinem Chemiestudium sehr wissenschaftlich orientiert. Aber dann habe ich die Liebe zum Außendienst entdeckt. Die Steigerung dessen war, Mitarbeiter zu haben und Mitarbeiter erfolgreich zu machen. Also habe ich mich beworben.

Ich stell mir das schwierig vor: Der eine Mitarbeiter sitzt in Schwerin, der zweite in Jena und wieder ein anderer in Berlin oder Sachsen. Wie schafft man es, dass aus diesen Menschen ein Team wird?

Dreimal im Jahr gibt es Zyklus-Tagungen für den ganzen Außendienst. Auf diesen Tagungen wird viel miteinander kommuniziert. Zusätzlich führe ich mit meinen Mitarbeitern Regional-Tagungen durch. Die organisiere ich als Regionalleiterin und lege die Inhalte fest. Das sind mal fachliche Fortbildungen und mal Strategie-Tagungen. Und nachdem wir dann über Strategien gesprochen haben, unterhalten wir uns in den Pausen und beim Abendessen über andere Themen und lernen uns so immer besser kennen. Außerdem schweißen gemeinsame Ziele und Erfolg einfach zusammen.

Welche Eigenschaften muss jemand mitbringen, der im Außendienst arbeitet? Es liegt ja nicht jedem, ständig neue Leute zu treffen und sie von einer Sache zu überzeugen.

Wichtig sind die vier Ms: Man muss Menschen mögen. Und man muss seinem Gesprächspartner gegenüber offen sein, um das, was er sagt, zu verarbeiten und Chancen zu entdecken. Und auch wenn Sie neun Mal ein Nein bekommen, sollten Sie trotzdem positiv denken und Lust haben, auf das Ja im zehnten Gespräch zu warten.

Was braucht es an fachlichen Kenntnissen? Sie haben zum Beispiel promoviert, bevor Sie bei BERLIN-CHEMIE angefangen haben. Ist das ein Muss?

Nein. Das ist kein Muss. Und ich habe meine Promotion übrigens während meiner Tätigkeit für BERLIN-CHEMIE gemacht. Ich habe meinen Urlaub innerhalb der ersten zwei Jahre an der Uni verbracht. (lacht)

Aber haben alle Ihre Mitarbeiter einen naturwissenschaftlichen Hintergrund?

Größtenteils. Es gibt aber auch Mitarbeiter, die Wirtschaft studiert haben. Promoviert haben muss man, wie gesagt, nicht. Aber es ist wichtig, logisch denken und selbstständig arbeiten zu können und es ist einfach von Vorteil, wenn man das irgendwann in seinem Leben schon mal gemacht hat. Und man braucht schon ein gewisses Grundverständnis für Medizin und Biologie.

Wie machen Sie jemanden, der Wirtschaft studiert hat, fit für den Außendienst?

(lacht) Erst mal muss man einem jungen Menschen vermitteln, dass Rom nicht an einem Tag erbaut wurde. Wenn jemand Wirtschaft studiert hat, macht er zuerst eine Ausbildung zum geprüften Pharmareferenten, die mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer endet. Dann geht es in die Produktschulung und anschließend zur Einarbeitung in den Außendienst. Hier beginnt mein Part. Jeder Mensch hat ganz besondere Fähigkeiten und zu allererst analysiere ich in aller Ruhe die Fähigkeiten, die eben dieser junge Mensch mitbringt. Dazu gebe ich Tipps, die einem Anfänger helfen sollen, schnell Fuß zu fassen. Das richte ich immer an der Person aus, mit der ich gerade zusammenarbeite. Um Erfolg zu haben, muss man zunächst einmal Geduld mit sich selbst haben, offen sein für Feedback, aber auch über die nötige Nachhaltigkeit verfügen.

Wer hat Ihnen alles beigebracht, als Sie 1996 bei BERLIN-CHEMIE anfingen?

Mein Fachwissen habe ich in der Produktschulung erworben und meine erste Regionalleiterin hat mir dann den Außendienst nahegebracht. Außerdem habe mich auch selber immer weitergebildet. Die eigene Motivation ist ein wichtiger Baustein und man sollte sie für das eigene Fortkommen nutzen. Das habe ich gemacht. Ich habe zum Beispiel viele Fortbildungen von BERLIN-CHEMIE wahrgenommen.

Welche Art von Fortbildung?

Zu 90 Prozent sind das fachliche Fortbildungen. Bei fachlichen Fortbildungen kann es sich zum Beispiel um Studien zu einem bestimmten Produkt, diagnostische Methoden oder eine gänzlich neue Indikation handeln. Aber auch von Veranstaltungen, die meine Mitarbeiter und ich für Ärzte organisieren und an denen wir teilnehmen, profitieren wir von den inhaltlichen Vorträgen, die dort Ärzte für Ärzte halten. Außerdem hat BERLIN-CHEMIE eine Trainings-Abteilung, die jedem Mitarbeiter durch gewisse Programme die Möglichkeit gibt, individuelle Fortbildungs-Wünsche umzusetzen. Das liegt an jedem selbst. Ich hatte gerade in diesem Jahr eine Fortbildung im Bereich Projektmanagement mit einem externen Trainer. Eine wunderbare Fortbildung, die sehr hilfreich war.

Wie beschreiben Sie Freunden BERLIN-CHEMIE?

Berlin Chemie ist ein ganz innovatives Unternehmen und es sind einfach tolle Menschen, die hier arbeiten. Menschen die kreativ und offen sind, die nach Lösungen suchen. Es ist wirklich beeindruckend, wenn man sieht, was für eine gigantische Entwicklung dieses Unternehmen genommen hat – Menarini insgesamt, aber auch BERLIN-CHEMIE als Unternehmen, das ich noch aus den DDR-Zeiten kenne. Ich bin stolz, hier zu arbeiten, und das transportiert man natürlich auch, wenn man über BERLIN-CHEMIE spricht. Und ich würde immer sagen, BERLIN-CHEMIE ist ein Unternehmen mit hervorragenden Produkten, und es ist einfach ein… (zögert und lacht) kreatives, offenes und emotionales Unternehmen, das seine Mitarbeiter und deren Leistungen schätzt. Dadurch hat es trotz der Größe des gesamten Unternehmens etwas sehr familiäres.

Anne Thieke , Mitarbeiterin Herstellung Parenteralia

„Anne Thieke - Ich komme jeden Tag mit Freude zur Arbeit.“

Alexander Lehmann , Mitarbeiter Herstellung / Einrichter

„Verantwortungsbewusstsein muss man schon mitbringen.“

Dr. Asgar Ergin , Distribution Manager Clinical Trial Supply

„Die Arbeit mit verschiedensten Kulturen macht den Job so vielfältig.“

Marcel Wrazidlo , Sachbearbeiter Veranstaltungsmanagement

„Ich kann mir keinen anderen Job als den bei BERLIN-CHEMIE vorstellen.“

Thomas Hölter , Regionalleiter

„Eigenschaften, die man für meinen Job benötigt sind sicherlich Verständnis für Menschen.“

Ronny Recke , Pharmaberater im Aussendienst

„Es macht natürlich Spaß, dass man seinen Tag so individuell gestalten kann.“

Berufseinsteiger

Dr. Florian Kirchner , Junior-Fachreferent Medizin & Forschung

„Uns geht es um die Erkrankung und nicht darum, nur das Produkt zu bewerben.“

Lisa Lange , Mitarbeiterin Herstellung Konfektionierung

„Ich habe auf eine sichere Ausbildung geachtet.“

Xenia Danilova , Trainee Einkauf

„Ein Trainee hat bei uns von Anfang an viel Verantwortung.“

Xenia Danilova , Trainee Einkauf

„Ein Trainee hat bei uns von Anfang an viel Verantwortung.“


Frau Danilova, Sie sind Trainee im Zentralen Einkauf. Wie verläuft Ihre Ausbildung dort?

Was ich mache, ist kein klassisches Trainee-Programm. Von anderen Unternehmen kannte ich es so, dass man als Trainee innerhalb von eineinhalb oder zwei Jahren verschiedene Unternehmensbereiche durchläuft. Das ist bei mir nicht der Fall. Ich bleibe die ganze Zeit im Einkauf, durchlaufe hier aber verschiedene Bereiche und lerne unterschiedliche Kategorien des Einkaufs kennen. Ich kann mich so fachlich sehr gut spezialisieren. Eigentlich ist das, was ich mache, schon vergleichbar mit einem Junior-Einkäufer. Ein Trainee hat bei uns von Anfang an viel Verantwortung und Freiraum bei der Planung und dem Management von Projekten und bei der Optimierung von Einkaufsprozessen – natürlich nur, wenn man sich ein gewisses Vertrauen erarbeitet hat.

Und wie schnell haben Sie eigene Projekte bekommen?

Das ging ganz schnell, es hat vielleicht ein paar Monate gedauert. Die Stellenausschreibung lautete damals: „Einkauf mit Schwerpunkt Fernsehwerbung.“ Damit konnte ich erstmal wenig anfangen, weil schon der Einkauf an sich nicht das ist, was sich die Menschen darunter vorstellen. Auch im Studium wird es kaum unterrichtet. Und der Einkauf von Fernsehwerbung ist nochmal etwas ganz eigenes.

Was genau macht denn dann der Einkauf?

Bei uns im Unternehmen gibt es zwei Abteilungen, die einkaufen: Die Materialwirtschaft ist eher das, was man unter dem direkten produktionsbezogenen Einkauf versteht. Ich wiederum arbeite im zentralen Einkauf. Wir kaufen alles ein, was nicht zur Produktion benötigt wird. Das heißt, wir kaufen keine Maschinen und keine Wirkstoffe, also auch keine Chemikalien. Stattdessen kaufen wir Marketing- und Veranstaltungsleistungen, wir kaufen Autos für unseren Fuhrpark, wir beschäftigen uns mit Mietverträgen. Wir kaufen also alles drumherum – vor allem Dienstleistungen. Dabei haben wir viele strategische Aufgaben, beispielsweise die Beschaffungsmarktforschung, die Entwicklung von Einkaufsstrategien, die Bündelung von Einkaufsmacht sowie die Bewertung und Entwicklung von Lieferanten.

Dabei liegt Ihr Schwerpunkt auf dem Bereich Fernsehwerbung. Was heißt das?

Die Fernsehwerbung macht etwa 50 Prozent meiner Arbeit aus. Ich betreue sieben Länder, in denen wir viele OTC-Produkte vertreiben, also Produkte, die frei verkäuflich sind. Diese Produkte werden in den Medien beworben, vor allem im TV. Dahinter steckt ein ziemlich großes Budget. Unsere Produktmanager vor Ort kümmern sich nicht allein um die Werbung, sondern kooperieren mit einer Media-Agentur. Wir im Einkauf wählen die Media-Agenturen in Abstimmung mit dem Land und der Marketing-Abteilung aus, kümmern uns um die Ausschreibung, verhandeln die kommerziellen Rahmenbedingungen und kümmern uns um das Vertragsmanagement. Außerdem kontrollieren wir die Einhaltung der Vereinbarungen im Laufe des Vertragsjahres, sind Ansprechpartner für die Agentur und das Land bei kommerziellen Angelegenheiten und lassen die Agentur durch einen unabhängigen Auditor bewerten.

Welche Länder sind Ihre Länder?

Ich persönlich betreue das Baltikum, den Kaukasus und Albanien. Insgesamt also sieben Länder.

Und wie kam es, dass Sie gerade diese sieben Länder betreuen?

In erster Linie natürlich, weil da meine Sprachkenntnisse zur Geltung kommen. Ich komme aus Russland. Die Agenturen und unsere Kollegen in den Auslandsbüros sprechen Englisch, aber viele Sachen kann ich besser auf Russisch klären. Und da ich die Einzige in unserem Team bin, die Russisch spricht, hat sich das einfach angeboten.

Sie haben Medienmanagement studiert. Hilft Ihnen das heute im Beruf?

Im Grunde ist das eine gute Mischung. Ich habe einen Bachelor in Medienmanagement. Wenn ich jetzt Medien einkaufe, hilft mir das, weil ich mich mit Mediensystemen auskenne. Ich weiß zum Beispiel wie Medienforschung funktioniert und wie Einschaltquoten zustande kommen. Das Studium war außerdem stark projektbezogen. Ich konnte mir viele hilfreiche Kompetenzen aneignen, zum Beispiel wie man ein Projekt erfolgreich managt und komplexe Auswertungen einfach kommuniziert. In meinem Masterstudium, European Business, ging es eher generell um Management mit Fokus auf Europa, um Strategie und Beratung. Dort habe ich mir kaufmännische Kenntnisse angeeignet und gelernt, in internationalen Teams zu arbeiten. Ich finde, um im Einkauf gut zu sein, darf man nicht einfach nur einen Bestellvorgang ausführen, sondern muss sich mit den Dienstleistungen und Produkten auseinandersetzen, die man einkauft.

Welche Fähigkeiten sollte man in Ihrem Job unbedingt mitbringen?

Die Fähigkeit, Probleme zu lösen, steht an erster Stelle, denke ich. Man muss sehr systematisch arbeiten und Dinge hinterfragen. Ein zweiter wichtiger Punkt sind gute Kommunikationsfähigkeiten, schriftlich und auch mündlich, denn man arbeitet als Manager an vielen Schnittstellen. Ich habe viele externe Kunden und arbeite auch mit vielen Fachabteilungen zusammen.

Gibt es sonst noch Eigenschaften, die wichtig sind?

Man braucht ein gewisses Geschick und Durchsetzungsvermögen, um in Verhandlungen erfolgreich zu sein. Aber ich finde, man muss auch diplomatisch sein. Einkauf heißt nicht, Druck auf Lieferanten auszuüben, um den besten Preis zu bekommen. Man muss strategisch, langfristig denken und sich um eine Situation bemühen, die sowohl für den Lieferanten als auch das eigene Unternehmen Vorteile bringt. Was noch? Zahlenaffinität auf jeden Fall. Wir müssen die Kosten im Blick behalten, Auswertungen machen, Zahlen hinterfragen.

Wer unterstützt Sie, wenn etwas neu für Sie ist oder wenn Sie mal einen Rat brauchen?

Wir haben alte Hasen im Team, die schon länger dabei sind. Die stehen mir immer unterstützend zur Seite, genau wie meine Teamleiterin. Wenn ich merke, dass ich mir bei bestimmten Sachen nicht sicher bin, gehe ich zu meinem Chef. Er berät mich und hilft mir, die richtige Entscheidung zu treffen, oder leitet mich an die Leute weiter, die mir helfen können.

Sie sind häufig auf Dienstreise. Wo waren Sie dieses Jahr schon überall?

Zuerst in Kiew. Unser Büro dort wollte umziehen. Wir waren bei Besichtigungen, haben die potenziellen Vermieter kennengelernt und den Markt analysiert. Danach war ich im Baltikum und jetzt kommen noch die kaukasischen Länder. In Russland war ich auch fast eine Woche. Dabei ging es um Ausschreibungen für Medienleistungen sowie Drucksachen und Werbemittel.

Das sind ja sehr unterschiedliche Dinge, hier die Suche nach Büroräumen, da eine Ausschreibung für Werbemittel.

Stimmt. Bei mir kommen immer wieder neue Aufgaben und Projekte dazu. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich brauche im Job immer neue Herausforderungen, neue Bereiche. Ich habe zwar meine Stammbereiche, die ich gerne pflege und optimiere, aber ich freue mich immer, wenn etwas Neues dazukommt.

Dr. Nicole Dennhart , Wissenschaftliche Mitarbeiterin

„Dokumentation ist das A und O. Alles muss nachvollziehbar sein.“

Dr. Nicole Dennhart , Wissenschaftliche Mitarbeiterin

„Dokumentation ist das A und O. Alles muss nachvollziehbar sein.“


Frau Dr. Dennhart, Sie sind von Haus aus Lebensmittelchemikerin. Wie kommt es, dass Sie heute in einem Pharmaunternehmen arbeiten?

Im Grunde bin ich schon zur Promotion in eine andere Richtung abgeschweift, in die Bioanalytik. Dadurch war ich automatisch ein bisschen weg von den Lebensmitteln. Anschließend habe ich mich dann nach einer neuen Stelle umgeguckt und gesehen, dass viele Pharmaunternehmen auch Lebensmittelchemiker suchen. Einfach weil wir analytisch ausgebildet sind. Und gerade in dem Teil der Forschung, in dem ich jetzt bin, in der Analytischen Chemie, braucht man typische Analytiker.

Was genau analysieren Sie?

Als Lebensmittelchemikerin natürlich alle Lebensmittel, die auf dem Markt sind. Auf jedem Lebensmittel steht ja drauf, was alles drin ist – wie viel Fett, wieviel Zucker. Der Lebensmittelchemiker nimmt sich das Lebensmittel und untersucht, ob die Angaben richtig sind. In einem Pharmaunternehmen ist es das Gleiche: Eine Tablette wird hergestellt und es steht darauf, dass 400 Milligramm von einem Wirkstoff in der Tablette sind. Dann müssen ja auch wirklich 400 Milligramm enthalten sein, damit der Verbraucher das bekommt, was auf der Packung steht.

Aber es gibt doch sicher Unterschiede zwischen der Analyse von Lebensmitteln und der Analyse von Arzneimitteln, oder?

Ob ich jetzt einen Orangensaft nehme und ihn untersuche oder eine Tablette auflöse und nach dem Wirkstoff schaue: Die Techniken, die dahinterstehen, sind im Grunde die gleichen. Nur muss man natürlich im Bereich Pharma weitere Grundlagen beachten. Da gibt es zum Beispiel bestimmte Guidelines, auf die man achten muss.

Sie arbeiten im Bereich Forschung und Entwicklung. In welcher Entwicklungsphase sind Sie beteiligt, wenn ein neues Arzneimittel entwickelt wird?

Es gibt ja zunächst immer einen Wirkstoff. Dieser wird in der Regel von den Kollegen der Menarini-Gruppe in Italien entwickelt. Dieser Wirkstoff muss dann in einer geeigneten Formulierung verpackt werden, zum Beispiel in Tablettenform oder in eine Lösung. Das übernimmt die Abteilung Pharmazeutische Entwicklung bei uns. Die Kollegen überlegen sich eine Formulierung, und das Medikament wird dann in der Form, in der es getestet werden soll, hergestellt. Ich bin hierbei nicht nur an einer, sondern an verschiedenen Entwicklungsphasen beteiligt.

Zum Beispiel?

Das kann die Charakterisierung des vorliegenden Wirkstoffes betreffen, zum Beispiel in Form von Löslichkeitsstudien oder Wasserbestimmungen. Oder ich untersuche die zunächst gewünschte Formulierung analytisch, um zu zeigen, wie stabil die Wirkstoffformulierung in unterschiedlichen Klimazonen ist, und um zu prüfen, ob man mit unerwünschten Abbauprodukten rechnen muss.

Zu diesem Zeitpunkt ist das Medikament noch nicht auf dem Markt, oder?

Nein, ist es noch nicht. Zunächst muss die Formulierungsfindung abgeschlossen sein. Danach gibt es verschiedene klinische Phasen, also Studien, die ein Medikament durchläuft. Diese betreffen, neben der Sicherheit des Medikaments, die Dosierungsfindung und natürlich den signifikanten Wirkungsnachweis. Sind diese erfolgreich verlaufen, beantragt man die Zulassung für das Medikament bei den zuständigen Behörden, und dann erst käme es auf den Markt. Das ist ein langer Weg, und leider kann es vorkommen, dass ein Projekt plötzlich gestoppt wird, zum Beispiel wenn sich zeigt, dass ein Wirkstoff nicht ausreichend wirksam ist.

Gewöhnt man sich daran, dass ein Projekt ganz plötzlich auch wieder beendet sein kann?

Es ist immer ein kleiner Schlag, weil man so viel Arbeit und Energie hineinsteckt. Zwei, drei Tage denke ich dann schon: Mensch, schade. Aber das gehört halt dazu. Das ist Forschung und Entwicklung. Und man treibt ja trotzdem etwas voran. Selbst, wenn die Entwicklung beispielsweise eines Krebs-Medikaments gestoppt wird, haben wir trotzdem auf diesem Gebiet geforscht und sind einen Schritt weiter.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag von ihnen aus?

In der Abteilung, in der ich jetzt bin, bin ich noch viel im Labor und kann praktisch arbeiten. Ich sehe das als meine kleine Nische, die ich hier habe. Was ich von Studienkollegen höre, ist das woanders kaum möglich. Bei ihnen übernehmen Laboranten die praktische Arbeit, und sie selbst bekommen dann die Unterlagen und werten sie aus. Ich kann hier selbst auch mit ins Labor. Bei der Methodenentwicklung ist das natürlich super, weil man nah dran ist und selber schnell noch etwas verändern kann, wenn man merkt, dass etwas in die falsche Richtung läuft. Das ist hier richtig toll. Ich bin ja ursprünglich auch gelernte Laborantin und mache das auch gerne.

Wie viel Ihrer Arbeitszeit nimmt die Dokumentation ein?

Ich würde sagen, es sind fast zwei Drittel Dokumentation. Dokumentation ist das A und O. Alles muss nachvollziehbar sein, was wir hier tun. Was nicht dokumentiert ist, wurde quasi nicht gemacht. Daran muss man sich gewöhnen, gerade wenn man frisch von der Uni kommt. Ich glaube, bei meinem Bewerbungsgespräch gab es damals schon die Frage, ob ich denke, dass ich mit der vielen Dokumentation klarkomme. Das ist einfach nicht jedermanns Sache.

Gibt es ansonsten Eigenschaften oder Fähigkeiten, die für Ihre Arbeit besonders wichtig sind?

Ganz wichtig ist es, gewissenhaft zu arbeiten. Man muss sich eben zum Beispiel angewöhnen, alles aufzuschreiben, sofort. Das ist wichtig. Man muss in so einem Beruf außerdem sehr strukturiert und organisiert sein. Aber wer das nicht ist, würde wahrscheinlich auch ein Studium im Bereich Analytik gar nicht erst durchziehen.

Sie arbeiten bereits einige Jahre im Unternehmen, haben aber innerhalb der Forschung und Entwicklung noch einmal die Stelle gewechselt.

Genau. Zuerst hatte ich eine befristete Stelle in der Qualitätskontrolle der Pharmazeutischen Entwicklung, aber dann wurde in der Abteilung Analytische Chemie eine unbefristete Stelle frei. Der Abteilungsleiter kannte mich schon aus früherer Zusammenarbeit und fragte, ob ich nicht Lust hätte zu wechseln, er hätte mich gerne im Team. Na, da war es nicht schwierig zu sagen: Okay, ich bewerbe mich. Und es hat geklappt. Wobei ich in der Gruppe, in der ich vorher gearbeitet habe, auch sehr gerne war.

Was ist der größte Unterschied zwischen Ihrem alten und dem neuen Team?

Das erste Team war vom Altersdurchschnitt her jünger. Jetzt bin ich in einer Abteilung, in der ich zu den Jüngsten gehöre. Aber das ist auch eine tolle Erfahrung, muss ich sagen, weil die Kollegen so viel Wissen haben. Die gehen an Probleme ganz anders heran. Wenn man noch nicht ganz so berufserfahren ist, ist man oft gleich so aufgeregt, wenn etwas nicht läuft. Aber die Kollegen sind da ganz gelassen, weil sie schon so viel erlebt haben und es immer eine Lösung gab. Das ist echt toll, muss ich sagen. Das ist noch mal ein ganz anderes Arbeiten, und nicht jeder hat die Chance, das kennenzulernen.

Haben Sie das Gefühl, dass die Kollegen gleichzeitig offen sind für neue Ideen, die Sie einbringen?

Ja, auf jeden Fall. Als ich kam, sagten sie damals: Ach, da kommt frischer Wind. Außerdem übernimmt unsere Abteilung häufig Dienstleistungen für die Abteilung, in der ich vorher war. Das ist gut, weil ich das System und natürlich die Kollegen kenne. Das macht die Dinge einfacher.

Wie ist generell Ihr Eindruck vom Unternehmen, kennt man sich schnell untereinander?

Ja, schon. Wobei ich viele dadurch kenne, dass ich hier Volleyball spiele. Die Firma unterstützt einen Verein in Adlershof, dessen Halle wir dadurch für Betriebssport nutzen dürfen. Und dadurch kenne ich eben auch aus vielen anderen Abteilungen Kollegen. Und dann gibt es auch noch die Lauf-Events, an denen ich des Öfteren teilnehme. So kennt man sich auch auf privater Ebene.

Sie haben in München promoviert und sind für Ihre Arbeit nach Berlin gezogen. Was hat damals letztendlich den Ausschlag für diese Entscheidung gegeben?

Zum einen kannte ich in Berlin schon Leute, weil ich hier studiert habe. Zum anderen muss ich sagen, dass ich den Bewerbungsprozess hier toll fand. Das ging damals so schnell. Andere große Unternehmen brauchen immer sehr lange, bis sie sich melden. Bis dahin hatte ich hier schon längst den Vertrag unterschrieben und eine Wohnung in Berlin gefunden. (lacht)

Xenia Danilova , Trainee Einkauf

„Ein Trainee hat bei uns von Anfang an viel Verantwortung.“


Frau Danilova, Sie sind Trainee im Zentralen Einkauf. Wie verläuft Ihre Ausbildung dort?

Was ich mache, ist kein klassisches Trainee-Programm. Von anderen Unternehmen kannte ich es so, dass man als Trainee innerhalb von eineinhalb oder zwei Jahren verschiedene Unternehmensbereiche durchläuft. Das ist bei mir nicht der Fall. Ich bleibe die ganze Zeit im Einkauf, durchlaufe hier aber verschiedene Bereiche und lerne unterschiedliche Kategorien des Einkaufs kennen. Ich kann mich so fachlich sehr gut spezialisieren. Eigentlich ist das, was ich mache, schon vergleichbar mit einem Junior-Einkäufer. Ein Trainee hat bei uns von Anfang an viel Verantwortung und Freiraum bei der Planung und dem Management von Projekten und bei der Optimierung von Einkaufsprozessen – natürlich nur, wenn man sich ein gewisses Vertrauen erarbeitet hat.

Und wie schnell haben Sie eigene Projekte bekommen?

Das ging ganz schnell, es hat vielleicht ein paar Monate gedauert. Die Stellenausschreibung lautete damals: „Einkauf mit Schwerpunkt Fernsehwerbung.“ Damit konnte ich erstmal wenig anfangen, weil schon der Einkauf an sich nicht das ist, was sich die Menschen darunter vorstellen. Auch im Studium wird es kaum unterrichtet. Und der Einkauf von Fernsehwerbung ist nochmal etwas ganz eigenes.

Was genau macht denn dann der Einkauf?

Bei uns im Unternehmen gibt es zwei Abteilungen, die einkaufen: Die Materialwirtschaft ist eher das, was man unter dem direkten produktionsbezogenen Einkauf versteht. Ich wiederum arbeite im zentralen Einkauf. Wir kaufen alles ein, was nicht zur Produktion benötigt wird. Das heißt, wir kaufen keine Maschinen und keine Wirkstoffe, also auch keine Chemikalien. Stattdessen kaufen wir Marketing- und Veranstaltungsleistungen, wir kaufen Autos für unseren Fuhrpark, wir beschäftigen uns mit Mietverträgen. Wir kaufen also alles drumherum – vor allem Dienstleistungen. Dabei haben wir viele strategische Aufgaben, beispielsweise die Beschaffungsmarktforschung, die Entwicklung von Einkaufsstrategien, die Bündelung von Einkaufsmacht sowie die Bewertung und Entwicklung von Lieferanten.

Dabei liegt Ihr Schwerpunkt auf dem Bereich Fernsehwerbung. Was heißt das?

Die Fernsehwerbung macht etwa 50 Prozent meiner Arbeit aus. Ich betreue sieben Länder, in denen wir viele OTC-Produkte vertreiben, also Produkte, die frei verkäuflich sind. Diese Produkte werden in den Medien beworben, vor allem im TV. Dahinter steckt ein ziemlich großes Budget. Unsere Produktmanager vor Ort kümmern sich nicht allein um die Werbung, sondern kooperieren mit einer Media-Agentur. Wir im Einkauf wählen die Media-Agenturen in Abstimmung mit dem Land und der Marketing-Abteilung aus, kümmern uns um die Ausschreibung, verhandeln die kommerziellen Rahmenbedingungen und kümmern uns um das Vertragsmanagement. Außerdem kontrollieren wir die Einhaltung der Vereinbarungen im Laufe des Vertragsjahres, sind Ansprechpartner für die Agentur und das Land bei kommerziellen Angelegenheiten und lassen die Agentur durch einen unabhängigen Auditor bewerten.

Welche Länder sind Ihre Länder?

Ich persönlich betreue das Baltikum, den Kaukasus und Albanien. Insgesamt also sieben Länder.

Und wie kam es, dass Sie gerade diese sieben Länder betreuen?

In erster Linie natürlich, weil da meine Sprachkenntnisse zur Geltung kommen. Ich komme aus Russland. Die Agenturen und unsere Kollegen in den Auslandsbüros sprechen Englisch, aber viele Sachen kann ich besser auf Russisch klären. Und da ich die Einzige in unserem Team bin, die Russisch spricht, hat sich das einfach angeboten.

Sie haben Medienmanagement studiert. Hilft Ihnen das heute im Beruf?

Im Grunde ist das eine gute Mischung. Ich habe einen Bachelor in Medienmanagement. Wenn ich jetzt Medien einkaufe, hilft mir das, weil ich mich mit Mediensystemen auskenne. Ich weiß zum Beispiel wie Medienforschung funktioniert und wie Einschaltquoten zustande kommen. Das Studium war außerdem stark projektbezogen. Ich konnte mir viele hilfreiche Kompetenzen aneignen, zum Beispiel wie man ein Projekt erfolgreich managt und komplexe Auswertungen einfach kommuniziert. In meinem Masterstudium, European Business, ging es eher generell um Management mit Fokus auf Europa, um Strategie und Beratung. Dort habe ich mir kaufmännische Kenntnisse angeeignet und gelernt, in internationalen Teams zu arbeiten. Ich finde, um im Einkauf gut zu sein, darf man nicht einfach nur einen Bestellvorgang ausführen, sondern muss sich mit den Dienstleistungen und Produkten auseinandersetzen, die man einkauft.

Welche Fähigkeiten sollte man in Ihrem Job unbedingt mitbringen?

Die Fähigkeit, Probleme zu lösen, steht an erster Stelle, denke ich. Man muss sehr systematisch arbeiten und Dinge hinterfragen. Ein zweiter wichtiger Punkt sind gute Kommunikationsfähigkeiten, schriftlich und auch mündlich, denn man arbeitet als Manager an vielen Schnittstellen. Ich habe viele externe Kunden und arbeite auch mit vielen Fachabteilungen zusammen.

Gibt es sonst noch Eigenschaften, die wichtig sind?

Man braucht ein gewisses Geschick und Durchsetzungsvermögen, um in Verhandlungen erfolgreich zu sein. Aber ich finde, man muss auch diplomatisch sein. Einkauf heißt nicht, Druck auf Lieferanten auszuüben, um den besten Preis zu bekommen. Man muss strategisch, langfristig denken und sich um eine Situation bemühen, die sowohl für den Lieferanten als auch das eigene Unternehmen Vorteile bringt. Was noch? Zahlenaffinität auf jeden Fall. Wir müssen die Kosten im Blick behalten, Auswertungen machen, Zahlen hinterfragen.

Wer unterstützt Sie, wenn etwas neu für Sie ist oder wenn Sie mal einen Rat brauchen?

Wir haben alte Hasen im Team, die schon länger dabei sind. Die stehen mir immer unterstützend zur Seite, genau wie meine Teamleiterin. Wenn ich merke, dass ich mir bei bestimmten Sachen nicht sicher bin, gehe ich zu meinem Chef. Er berät mich und hilft mir, die richtige Entscheidung zu treffen, oder leitet mich an die Leute weiter, die mir helfen können.

Sie sind häufig auf Dienstreise. Wo waren Sie dieses Jahr schon überall?

Zuerst in Kiew. Unser Büro dort wollte umziehen. Wir waren bei Besichtigungen, haben die potenziellen Vermieter kennengelernt und den Markt analysiert. Danach war ich im Baltikum und jetzt kommen noch die kaukasischen Länder. In Russland war ich auch fast eine Woche. Dabei ging es um Ausschreibungen für Medienleistungen sowie Drucksachen und Werbemittel.

Das sind ja sehr unterschiedliche Dinge, hier die Suche nach Büroräumen, da eine Ausschreibung für Werbemittel.

Stimmt. Bei mir kommen immer wieder neue Aufgaben und Projekte dazu. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich brauche im Job immer neue Herausforderungen, neue Bereiche. Ich habe zwar meine Stammbereiche, die ich gerne pflege und optimiere, aber ich freue mich immer, wenn etwas Neues dazukommt.

Monique Leifheit , Assistentin Kundenservice und Marketing

„Wir für das Leben. Das hat mich sehr angesprochen.“

Sina Jurgasz , Mitarbeiterin Herstellung Solida

„Ich wurde übernommen und habe meine Lieblingsabteilung gefunden.“

Dr. Charlott Sterthoff , Pharmaberaterin

„In meinem Job muss man sich ständig anpassen. Ich lerne immer dazu.“

Dr. Charlott Sterthoff , Pharmaberaterin

„In meinem Job muss man sich ständig anpassen. Ich lerne immer dazu.“


Frau Dr. Sterthoff, Sie verbringen als Außendienstmitarbeiterin sehr viel Zeit im Auto. Wie viele Kilometer legen Sie täglich zurück?

Im Durchschnitt sind es 250 bis 300 Kilometer pro Tag. In meinem Job muss man schon gerne Auto fahren. (lacht) Ich nutze diese Phase immer zum Telefonieren mit Kunden und Kollegen. Außerdem brauche ich auch die Zeit für mich selbst. Manchmal ist es wichtig, ein Arztgespräch noch einmal Revue passieren zu lassen und das kann ich gut bei der Autofahrt.

In welcher Region sind Sie unterwegs?

Ich lebe in der Nähe von Bielefeld und muss von dort immer ein wenig rausfahren. Mein Gebiet umfasst Osnabrück und Minden und geht fast bis hoch zur holländischen Grenze.

Wie entscheiden Sie, wann und wie oft Sie eine Klink besuchen?

Anfang des Monats mache ich immer einen Touren-Plan. Ziel sollte es sein, alle Kliniken in gleichmäßigen Abständen zu besuchen. Aber es liegt in meinem Ermessen zu schauen, wie ich meine Besuche sinnvoll plane. Am Anfang hat mir die Planung noch tierisch Kopfzerbrechen bereitet, aber irgendwann hatte ich den Dreh raus. (lacht)

Für welches Indikations-Gebiet sind Sie zuständig?

Ich betreue einerseits den Herzkreislauf-Bereich und andererseits das Indikationsgebiet der COPD, das ist die chronisch-obstruktive Lungen-Erkrankung, also der sogenannte Raucherhusten. Als ich vor gut einem Jahr angefangen habe, lag die Priorität auf einem Produkt gegen Herzbeschwerden. Da habe ich in den Krankenhäusern nur die kardiologischen Abteilungen besucht. Wenn man dazu noch ein ganz anderes Fachgebiet betreut, wie die Pneumologie, macht es noch mehr Spaß.

Sie haben im Sommer 2011 im Außendienst angefangen. Wie sind Sie auf Ihre Arbeit vorbereitet worden?

Voraussetzung, damit ich verschreibungspflichtige Arzneimittel bei Ärzten besprechen darf, ist entweder eine Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer als Pharmareferent oder ein sogenannter Status, den ich als Naturwissenschaftlerin mitbringe. Zur direkten Vorbereitung auf meine Tätigkeit hatte ich eine dreimonatige Schulung in Berlin. Ich wurde medizinisch supergut vorbereitet, um überhaupt mit den Ärzten auf einer Ebene diskutieren zu können. Ein Mammut-Programm. Aber es hat sich gelohnt. Ich habe mich sehr gut vorbereitet gefühlt, als ich zu den Ärzten rausgegangen bin. Jedenfalls soweit das in dem Rahmen möglich ist. Die Realität sieht durch die Menschen, die man trifft, manchmal noch ein bisschen anders aus. Aber das kann man nicht trainieren. Entweder hat man ein Gespür dafür oder nicht.

Welche Eigenschaften braucht es sonst noch, um den Job gut zu machen?

Viele denken, man müsste im Außendienst gerne sehr viel reden. Das kann ich so gar nicht bestätigen. Ich finde es wichtig, sich gut unterhalten und zuhören zu können. Man muss ein angenehmer Gesprächspartner sein und gleichzeitig seinen Standpunkt ganz klar vertreten. Jeder Arzt weiß, was ich von ihm möchte, aber es ist trotzdem gut, das auch nochmal zu sagen, auf eine nette Art. Und damit kommen wir zum nächsten wichtigen Punkt: Man muss ein angenehmer Typ sein und sich an das Gespräch anpassen können.

Kann man das lernen?

Teils, teils. Ich erinnere mich, dass mein Vorstellungsgespräch aus meiner Sicht im Grunde eine Katastrophe war, weil ich vorher noch nie etwas im Vertrieb gemacht hatte. Aber mein Gesprächspartner hat damals zu mir gesagt, ich sei eine empathische Person. Ich glaube, das ist eine weitere ganz wichtige Eigenschaft, Empathie. Aber darüber hinaus kann man sich viel antrainieren. Ich habe Sprechen gelernt und an den richtigen Stellen zu schweigen. Das ist alles eine Übungssache.

Begegnen Ihnen eigentlich oft Vorurteile Ihrem Job gegenüber?

Vorurteile gibt es manchmal, aber das fällt mir nicht besonders negativ auf. Mein Vater hat anfangs gesagt: Du willst so einen Klinkenputzerjob machen? Das ist doch gar nichts für dich. Heute sagt er: Ich habe dich noch nie so glücklich gesehen, das war genau die richtige Entscheidung.

Und wie ist das Verhältnis zu den Ärzten?

Ich glaube, trotz gelegentlicher Witze wird man auch von den Ärzten wertgeschätzt. Es gibt eine Vielzahl an Ärzten, die mich Dinge fragen, weil sie darauf vertrauen, dass ich die richtigen Informationen besorge. Deswegen sage ich auch, ich bin Informationsträgerin und keine Pharmatante. In meinem Job muss man sich ständig anpassen. Ich lerne immer wieder neue Sachen kennen, zum Beispiel durch die vielen neuen Präparate, und bekomme so ein unheimlich fundiertes medizinisches Wissen. Und das macht Spaß.

Außendienstmitarbeiter, die wie Sie Fachärzte und Kliniken betreuen, werden bei BERLIN-CHEMIE auch Spezialisten bzw. Fachreferenten genannt. Waren Sie von Beginn für dieses Team im Einsatz?

Nein. Ich habe zunächst etwa ein Dreivierteljahr niedergelassene Ärzte besucht, bevor ich gefragt wurde, ob ich nicht die Kliniken betreuen möchte. Das war also ein recht schneller Aufstieg, aber die Arbeit liegt mir einfach und ich glaube, meine Vorgesetzte hat das ganz schnell erkannt.

Und sofort darauf reagiert.

Was mich tierisch gefreut hat, weil ich mich noch gar nicht getraut hätte, mich von mir aus auf die Stelle zu bewerben. Aber hier bekommt jeder seine Chancen und ich finde, das spricht wirklich für BERLIN-CHEMIE.

Sie sind relativ weit weg von Berlin unterwegs. Wie halten Sie den Kontakt zur Zentrale?

Ich würde schätzen, dass ich etwa einmal im Monat in Berlin bin, zum Beispiel wenn es eine neue Veröffentlichung gibt, die für uns wichtig ist. Dann treffen wir uns in Berlin und gehen das mit den Marketingfachleuten und der medizinischen Abteilung durch. Dadurch kenne ich auch die anderen Kollegen, die Kliniken und Fachärzte betreuen.

Sie haben also das Gefühl, trotz der Entfernung voll dazuzugehören?

Auf jeden Fall. Das liegt aber auch an der Schulungszeit. Damals gab es zum Beispiel Trainingsgespräche, bei denen wir ganz viele Kollegen im Unternehmen kennengelernt haben. Außerdem ist BERLIN-CHEMIE eine sehr warmherzige Firma. Ich kann das nicht anders beschreiben. Es ist offensichtlich, dass sich alle untereinander verstehen und die Vernetzung ist super. Selbst wenn ich bei einem völlig falschen Produktmanager anrufe, sagt der: „Ich stelle Sie durch. Das ist überhaupt kein Problem.“ Ich finde, das ist eine tolle Arbeitsatmosphäre. Obwohl ich im Außendienst den größten Teil der Arbeitszeit alleine unterwegs bin, habe ich nicht das Gefühl, ein Außenseiter zu sein.

Paulina Bastek , Junior Anwendungsverantwortliche

„Stetiger Wissensaustausch und die Arbeit im Team.“

Dr. Charlott Sterthoff , Pharmaberaterin

„In meinem Job muss man sich ständig anpassen. Ich lerne immer dazu.“


Frau Dr. Sterthoff, Sie verbringen als Außendienstmitarbeiterin sehr viel Zeit im Auto. Wie viele Kilometer legen Sie täglich zurück?

Im Durchschnitt sind es 250 bis 300 Kilometer pro Tag. In meinem Job muss man schon gerne Auto fahren. (lacht) Ich nutze diese Phase immer zum Telefonieren mit Kunden und Kollegen. Außerdem brauche ich auch die Zeit für mich selbst. Manchmal ist es wichtig, ein Arztgespräch noch einmal Revue passieren zu lassen und das kann ich gut bei der Autofahrt.

In welcher Region sind Sie unterwegs?

Ich lebe in der Nähe von Bielefeld und muss von dort immer ein wenig rausfahren. Mein Gebiet umfasst Osnabrück und Minden und geht fast bis hoch zur holländischen Grenze.

Wie entscheiden Sie, wann und wie oft Sie eine Klink besuchen?

Anfang des Monats mache ich immer einen Touren-Plan. Ziel sollte es sein, alle Kliniken in gleichmäßigen Abständen zu besuchen. Aber es liegt in meinem Ermessen zu schauen, wie ich meine Besuche sinnvoll plane. Am Anfang hat mir die Planung noch tierisch Kopfzerbrechen bereitet, aber irgendwann hatte ich den Dreh raus. (lacht)

Für welches Indikations-Gebiet sind Sie zuständig?

Ich betreue einerseits den Herzkreislauf-Bereich und andererseits das Indikationsgebiet der COPD, das ist die chronisch-obstruktive Lungen-Erkrankung, also der sogenannte Raucherhusten. Als ich vor gut einem Jahr angefangen habe, lag die Priorität auf einem Produkt gegen Herzbeschwerden. Da habe ich in den Krankenhäusern nur die kardiologischen Abteilungen besucht. Wenn man dazu noch ein ganz anderes Fachgebiet betreut, wie die Pneumologie, macht es noch mehr Spaß.

Sie haben im Sommer 2011 im Außendienst angefangen. Wie sind Sie auf Ihre Arbeit vorbereitet worden?

Voraussetzung, damit ich verschreibungspflichtige Arzneimittel bei Ärzten besprechen darf, ist entweder eine Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer als Pharmareferent oder ein sogenannter Status, den ich als Naturwissenschaftlerin mitbringe. Zur direkten Vorbereitung auf meine Tätigkeit hatte ich eine dreimonatige Schulung in Berlin. Ich wurde medizinisch supergut vorbereitet, um überhaupt mit den Ärzten auf einer Ebene diskutieren zu können. Ein Mammut-Programm. Aber es hat sich gelohnt. Ich habe mich sehr gut vorbereitet gefühlt, als ich zu den Ärzten rausgegangen bin. Jedenfalls soweit das in dem Rahmen möglich ist. Die Realität sieht durch die Menschen, die man trifft, manchmal noch ein bisschen anders aus. Aber das kann man nicht trainieren. Entweder hat man ein Gespür dafür oder nicht.

Welche Eigenschaften braucht es sonst noch, um den Job gut zu machen?

Viele denken, man müsste im Außendienst gerne sehr viel reden. Das kann ich so gar nicht bestätigen. Ich finde es wichtig, sich gut unterhalten und zuhören zu können. Man muss ein angenehmer Gesprächspartner sein und gleichzeitig seinen Standpunkt ganz klar vertreten. Jeder Arzt weiß, was ich von ihm möchte, aber es ist trotzdem gut, das auch nochmal zu sagen, auf eine nette Art. Und damit kommen wir zum nächsten wichtigen Punkt: Man muss ein angenehmer Typ sein und sich an das Gespräch anpassen können.

Kann man das lernen?

Teils, teils. Ich erinnere mich, dass mein Vorstellungsgespräch aus meiner Sicht im Grunde eine Katastrophe war, weil ich vorher noch nie etwas im Vertrieb gemacht hatte. Aber mein Gesprächspartner hat damals zu mir gesagt, ich sei eine empathische Person. Ich glaube, das ist eine weitere ganz wichtige Eigenschaft, Empathie. Aber darüber hinaus kann man sich viel antrainieren. Ich habe Sprechen gelernt und an den richtigen Stellen zu schweigen. Das ist alles eine Übungssache.

Begegnen Ihnen eigentlich oft Vorurteile Ihrem Job gegenüber?

Vorurteile gibt es manchmal, aber das fällt mir nicht besonders negativ auf. Mein Vater hat anfangs gesagt: Du willst so einen Klinkenputzerjob machen? Das ist doch gar nichts für dich. Heute sagt er: Ich habe dich noch nie so glücklich gesehen, das war genau die richtige Entscheidung.

Und wie ist das Verhältnis zu den Ärzten?

Ich glaube, trotz gelegentlicher Witze wird man auch von den Ärzten wertgeschätzt. Es gibt eine Vielzahl an Ärzten, die mich Dinge fragen, weil sie darauf vertrauen, dass ich die richtigen Informationen besorge. Deswegen sage ich auch, ich bin Informationsträgerin und keine Pharmatante. In meinem Job muss man sich ständig anpassen. Ich lerne immer wieder neue Sachen kennen, zum Beispiel durch die vielen neuen Präparate, und bekomme so ein unheimlich fundiertes medizinisches Wissen. Und das macht Spaß.

Außendienstmitarbeiter, die wie Sie Fachärzte und Kliniken betreuen, werden bei BERLIN-CHEMIE auch Spezialisten bzw. Fachreferenten genannt. Waren Sie von Beginn für dieses Team im Einsatz?

Nein. Ich habe zunächst etwa ein Dreivierteljahr niedergelassene Ärzte besucht, bevor ich gefragt wurde, ob ich nicht die Kliniken betreuen möchte. Das war also ein recht schneller Aufstieg, aber die Arbeit liegt mir einfach und ich glaube, meine Vorgesetzte hat das ganz schnell erkannt.

Und sofort darauf reagiert.

Was mich tierisch gefreut hat, weil ich mich noch gar nicht getraut hätte, mich von mir aus auf die Stelle zu bewerben. Aber hier bekommt jeder seine Chancen und ich finde, das spricht wirklich für BERLIN-CHEMIE.

Sie sind relativ weit weg von Berlin unterwegs. Wie halten Sie den Kontakt zur Zentrale?

Ich würde schätzen, dass ich etwa einmal im Monat in Berlin bin, zum Beispiel wenn es eine neue Veröffentlichung gibt, die für uns wichtig ist. Dann treffen wir uns in Berlin und gehen das mit den Marketingfachleuten und der medizinischen Abteilung durch. Dadurch kenne ich auch die anderen Kollegen, die Kliniken und Fachärzte betreuen.

Sie haben also das Gefühl, trotz der Entfernung voll dazuzugehören?

Auf jeden Fall. Das liegt aber auch an der Schulungszeit. Damals gab es zum Beispiel Trainingsgespräche, bei denen wir ganz viele Kollegen im Unternehmen kennengelernt haben. Außerdem ist BERLIN-CHEMIE eine sehr warmherzige Firma. Ich kann das nicht anders beschreiben. Es ist offensichtlich, dass sich alle untereinander verstehen und die Vernetzung ist super. Selbst wenn ich bei einem völlig falschen Produktmanager anrufe, sagt der: „Ich stelle Sie durch. Das ist überhaupt kein Problem.“ Ich finde, das ist eine tolle Arbeitsatmosphäre. Obwohl ich im Außendienst den größten Teil der Arbeitszeit alleine unterwegs bin, habe ich nicht das Gefühl, ein Außenseiter zu sein.

Denise Waskow , Junior Personalreferentin

„Bei BERLIN-CHEMIE stimmt die Chemie.“

Pharmazeuten im Praktikum

Paul Gebhardt , Pharmazeut im Praktikum

„Mir macht die Arbeit sehr viel Spaß, vor allem weil ich aktiv in die Methodenentwicklung eingebunden werde.“

Paul Gebhardt , Pharmazeut im Praktikum

„Mir macht die Arbeit sehr viel Spaß, vor allem weil ich aktiv in die Methodenentwicklung eingebunden werde.“


Lieber Paul, stell dich gerne kurz vor!

Mein Name ist Paul Gebhardt und nach dem Abitur bin ich nach Berlin gezogen, um erst eine Ausbildung zum pharmazeutisch-technischen Assistenten zu absolvieren und im Anschluss Pharmazie an der Freien Universität zu studieren.
Durch meine vorherige Ausbildung habe ich neben dem Studium in Apotheken und später auch in einem Impfzentrum gearbeitet. Außerdem habe ich ein Laborpraktikum als Tutor betreut.

Warum hast du dich für ein Praktisches Halbjahr in der pharmazeutischen Industrie entschieden? Warum bei uns?

Aus Interesse, wie die Tätigkeiten und der Ablauf auf Seite der Arzneimittelherstellung und -entwicklung aussieht. Während des Studiums und in der Apotheke arbeitet man immer mit Informationen, die bereits zur Verfügung stehen und erwiesen sind. Ich fand es interessant zu sehen, wie man praktisch von der Idee zu einem marktreifen Arzneimittel kommt und über die Zeit, die Informationen sammelt, die wir an der Uni gelernt haben. Natürlich reicht die Zeit bei Weitem nicht, um den Prozess ansatzweise vollständig mitzubekommen, aber zumindest erhält man bei verschiedenen Projekten einen Einblick.
Für Menarini habe ich mich entschieden, weil mir Freunde von ihren positiven Erfahrungen berichtet haben, ein gutes Programm zur Ausbildung während des Praktikums angeboten wird und der Praktikumsplatz genau meiner Erwartung entsprochen hat.

Warum hast du dich für das Praktikum in der Analytischen Chemie entschieden? Erzähle uns etwas über deine Fachabteilung. Was sind die wesentlichen Aufgaben?

Ich bin als Pharmazeut im Praktikum in der Abteilung Analytische Chemie tätig und arbeite hauptsächlich in der Gruppe Methodenentwicklung. Beworben habe ich mich eigentlich auf ausgeschriebene Stellen in anderen Abteilungen, die aber schon besetzt waren. Deshalb wurde mir dieser Praktikumsplatz angeboten, der zum ersten Mal vergeben werden sollte. Die Beschreibung der Stelle war genau, was ich mir vorgestellt hatte: Eine Mischung aus praktischer Tätigkeit im Labor, Anwendung verschiedener Methoden sowie Auswertung und Interpretation von Ergebnissen.
Die Tätigkeiten in meiner Abteilung sind sehr vielfältig und umfassen grob die Methodenentwicklung und Auftragsanalytik im Bereich Stabilität und Freigabe. Und das alles in einer GMP-Umgebung, was alleine schon ein ganz anderes Arbeiten verursacht.

Wie waren deine ersten Wochen in der Fachabteilung? Wie lief die Einarbeitung?

Der Start ist leider etwas trocken, aber das liegt einfach an der GMP-Umgebung. Es gibt sehr viele SOPs, in denen man geschult werden muss, bevor man praktisch arbeiten darf. Alle in der Abteilung nehmen sich gerne Zeit für die Schulungen, Fragen und auch bei Problemen zwischendurch. Sobald man aber mal durch den ganzen Papierkram durch ist, kann man auch gut selbstständig arbeiten.

Wie sieht dein typischer Arbeitsalltag in der Fachabteilung aus? Gibt es eventuell ein spannendes Projekt an dem du arbeitest/gearbeitet hast?

Das Praktikum in der Analytischen Chemie ist sehr abwechslungsreich! Jeder Arbeitstag ist etwas anders und ergibt sich meistens erst kurzfristig - ist aber immer spannend. Es gibt Tage, an denen man bereits früh im Labor mit der Probenvorbereitung startet. An anderen Tagen ist man mit der Auswertung der Versuche beschäftigt und dokumentiert diese GMP-konform.. Und an anderen Tagen wiederum sitzt man am Schreibtisch und recherchiert zu einem Thema oder plant das weitere Vorgehen für die Versuche.
Meine Hauptaufgabe im Praktikum ist die Mitarbeit in der Nitrosamin-Analytik, die seit dem Valsartan-Skandal immer größere Bedeutung erhält. Wir arbeiten dabei mit einem LC-MS/MS-System und entwickeln Methoden, um zuverlässig kleine Nitrosamine und auch Arzneistoff-Nitrosamine nachzuweisen. Anschließend müssen die Methoden noch validiert werden.
Außerdem kann ich bei den Stabilitäts- und Freigabeprüfungen unterstützen und führe dabei Prüfungen mit HPLC, Kapillarelektrophorese und Karl-Fischer -Titration durch. Ein weiteres Highlight im Praktikum ist die Identitätsprüfung von Referenzsubstanzen mit Hilfe eines NMR-Spektrometers. Nach der Theorie aus dem Studium mit den ganzen Beispielspektren, ist es großartig, die Analytik mal selbst anzuwenden.

Wie unterscheiden sich Studium und Praxis?

Vor allem ist die technische Ausstattung auf einem anderen Niveau. Damit ergeben sich auch ganz andere Möglichkeiten zu arbeiten und das macht mir sehr viel Spaß. Insbesondere die Theorie jetzt praktisch anwenden zu können und die Überlegungen direkt auszuprobieren. Damit sieht man dann natürlich auch gleich, ob es klappt oder ob noch mehr Arbeit nötig ist, bis man das Ziel erreicht.

Wie läuft der Austausch mit den anderen Kolleginnen und Kollegen? Vernetzt ihr euch auch als PhiPs untereinander und erhaltet dadurch Einblicke in die anderen Fachabteilungen?

Einmal in der Woche ist eine gemeinsame Mittagspause geplant, bei der alle PhiPs dabei sind, die Zeit und Lust haben. Sonst sehen wir uns alle bei den InPharma-Veranstaltungen und Gesetzeskundestammtisch. Dadurch bekommt man auch einige Eindrücke aus anderen Abteilungen.

Würdest du es Anderen empfehlen, neben der Apotheke auch einen Blick in die Industrie zu werfen? Und wenn ja, warum?

Der Blick in die Industrie ist auf jeden Fall lohnend. Die Arbeit ist ganz anders als in der Apotheke und sehr divers. Da sollte für jeden etwas dabei sein, egal ob praktisch im Labor oder beim Marketing im Büro. Hier gibt es auch nochmal Möglichkeiten in Bereiche zu gucken, die man vorher selbst noch nicht auf dem Schirm hatte. Ob es am Ende das Richtige ist, kann man während des Praktikums herausfinden. Die Erfahrung ist es aber unbedingt wert.

Wie findest du dein Praktikum bisher? Gibt es etwas, was dir besonders gut gefällt oder womit du nicht gerechnet hättest?

Mir macht die Arbeit sehr viel Spaß, vor allem weil ich aktiv in die Methodenentwicklung eingebunden werde. Ich kann meine Ideen und Vorschläge einbringen und auch selbstständig durchführen und das Beste ist, wenn es am Ende klappt.
Kurz vor Beginn des Praktikums hatte ich Bedenken, ob ich in einer Abteilung aus Chemikern mit dem Pharmazie-Studium richtig aufgehoben bin, vor allem weil wir mit instrumentellen Methoden und insbesondere Massenspektrometrie und NMR praktisch nie gearbeitet haben. Nach den ersten Versuchen habe ich aber festgestellt, dass man im Studium gut vorbereitet wurde und man den Rest mit der Zeit und Erfahrung lernt.

Was kannst du zukünftigen Pharmazeutinnen und Pharmazeuten im Praktikum mit auf den Weg geben?

Nutzt alle Möglichkeiten, die sich ergeben. Wenn ihr irgendetwas interessant findet oder gerne machen würdet, kann man das jederzeit sagen und stößt auf offene Ohren. Ansonsten kann man sich wirklich mehr auf seine Ausbildung verlassen, als man nach dem Studium den Eindruck hat und für alles andere wird man in der Abteilung super eingearbeitet und kann bei Bedarf auch nochmal nachfragen.

Bekas Alo , Pharmazeut im Praktikum

„Durch die InPharma-Reihe bekomme ich einen sehr guten Einblick in andere Fachabteilungen.“

Bekas Alo , Pharmazeut im Praktikum

„Durch die InPharma-Reihe bekomme ich einen sehr guten Einblick in andere Fachabteilungen.“


Lieber Bekas, stell dich gerne kurz vor!

Hi, mein Name ist Bekas. Ich habe an der MLU Halle-Wittenberg Pharmazie studiert und am 01.11.2022 mein Praktisches Jahr begonnen. Das erste halbe Jahr durfte ich schon in der öffentlichen Apotheke in Halle (Saale) verbringen.

Warum hast du dich für ein Praktisches Halbjahr in der pharmazeutischen Industrie entschieden? Warum bei uns?

Ich wollte persönlich erfahren, wie die Arbeit in einem pharmazeutischen Unternehmen abläuft, da ich mich in Zukunft beruflich u.a. in der pharmazeutischen Industrie sehe.
Ich habe mich für BERLIN-CHEMIE/Menarini entschieden, da ich von einer Kommilitonin, die ihre Pharmakanten-Ausbildung hier absolviert hat, nur Gutes über das Unternehmen gehört habe.

Warum hast du dich für das Praktikum in der Forschung & Entwicklung entschieden? Erzähle uns etwas über deine Fachabteilung. Was sind die wesentlichen Aufgaben?

Ich interessiere mich stark für die pharmazeutische Technologie, weshalb diese Fachabteilung das Richtige für mich ist. Die Fachabteilung Klinikmusterherstellung beschäftigt sich mit der Herstellung von Prüfpräparaten für klinische Prüfungen. Dabei erlernt man als PhiP die neuesten Regelungen, nach denen die Prüfpräparate herzustellen sind, und darf bei der Herstellung/Verpackung mit anpacken!

Wie sieht dein typischer Arbeitsalltag in der Fachabteilung aus? Gibt es eventuell ein spannendes Projekt an dem du arbeitest/gearbeitet hast?

In meiner Fachabteilung ist nichts typisch und die Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Größtenteils durfte ich an dem Projekt „Elacestrant“ mitwirken – der Wirkstoff von Menarini, mit dem sich alle (gefühlt) beschäftigen. Ich durfte beispielsweise Herstellungsanweisungen erstellen, was eine sehr gute Aufgabe ist, um mir den Ablauf einer Herstellung theoretisch Schritt für Schritt GMP-konform vor Augen zu halten!

Wie unterscheiden sich Studium und Praxis?

Die Theorie ist mehr oder weniger ähnlich, wobei man sich in der Praxis natürlich mit aktuelleren Regelungen beschäftigt und diese detaillierter studieren muss.
Zum praktischen Part – sprich Herstellung – kann ich keinen Vergleich ziehen, da es während meiner Praktikumszeit kein Projekt zur Bulk-Herstellung oder Primärverpackung gab. Die Projekte, an denen ich mitwirken konnte, waren Sekundärverpackungsprojekte, was wir so im Studium nicht praktiziert haben.

Wie läuft der Austausch mit den anderen Kolleginnen und Kollegen? Vernetzt ihr euch auch als PhiPs untereinander und erhaltet dadurch Einblicke in die anderen Fachabteilungen?

Durch die InPharma-Reihe bekomme ich einen sehr guten Einblick in andere Fachabteilungen und bin nicht nur in meiner eigenen „Abteilungsblase“ gefangen. Im Rahmen dieser präsentieren Vertreter verschiedener Fachabteilungen ihre Arbeit, wodurch wir PhiPs einen größeren Einblick in die pharmazeutische Industrie bekommen.
Außerdem ist man mit den anderen PhiPs ständig in Kontakt. Man geht z.B. jede Woche zusammen in die Kantine und tauscht sich untereinander aus.

Würdest du es Anderen empfehlen, neben der Apotheke auch einen Blick in die Industrie zu werfen? Und wenn ja, warum?

Ja, weil man doch merkt, wie viel gefächert die Arbeit eines Apothekers sein kann. Wenn man sein Praktisches Jahr nur in der Apotheke verbringt, bekommt man die vielseitigen Möglichkeiten, sein universitäres Wissen einzusetzen, überhaupt nicht mit, was meiner Meinung nach sehr schade ist.

Was kannst du zukünftigen Pharmazeutinnen und Pharmazeuten im Praktikum mit auf den Weg geben?

Vernetzt euch untereinander! Es ist immer eine Bereicherung, mit den anderen PhiPs in Kontakt zu bleiben und eventuell neue Freundschaften zu knüpfen. Aus Erfahrung von anderen kann man sehr viel lernen.

Paul Gebhardt , Pharmazeut im Praktikum

„Mir macht die Arbeit sehr viel Spaß, vor allem weil ich aktiv in die Methodenentwicklung eingebunden werde.“


Lieber Paul, stell dich gerne kurz vor!

Mein Name ist Paul Gebhardt und nach dem Abitur bin ich nach Berlin gezogen, um erst eine Ausbildung zum pharmazeutisch-technischen Assistenten zu absolvieren und im Anschluss Pharmazie an der Freien Universität zu studieren.
Durch meine vorherige Ausbildung habe ich neben dem Studium in Apotheken und später auch in einem Impfzentrum gearbeitet. Außerdem habe ich ein Laborpraktikum als Tutor betreut.

Warum hast du dich für ein Praktisches Halbjahr in der pharmazeutischen Industrie entschieden? Warum bei uns?

Aus Interesse, wie die Tätigkeiten und der Ablauf auf Seite der Arzneimittelherstellung und -entwicklung aussieht. Während des Studiums und in der Apotheke arbeitet man immer mit Informationen, die bereits zur Verfügung stehen und erwiesen sind. Ich fand es interessant zu sehen, wie man praktisch von der Idee zu einem marktreifen Arzneimittel kommt und über die Zeit, die Informationen sammelt, die wir an der Uni gelernt haben. Natürlich reicht die Zeit bei Weitem nicht, um den Prozess ansatzweise vollständig mitzubekommen, aber zumindest erhält man bei verschiedenen Projekten einen Einblick.
Für Menarini habe ich mich entschieden, weil mir Freunde von ihren positiven Erfahrungen berichtet haben, ein gutes Programm zur Ausbildung während des Praktikums angeboten wird und der Praktikumsplatz genau meiner Erwartung entsprochen hat.

Warum hast du dich für das Praktikum in der Analytischen Chemie entschieden? Erzähle uns etwas über deine Fachabteilung. Was sind die wesentlichen Aufgaben?

Ich bin als Pharmazeut im Praktikum in der Abteilung Analytische Chemie tätig und arbeite hauptsächlich in der Gruppe Methodenentwicklung. Beworben habe ich mich eigentlich auf ausgeschriebene Stellen in anderen Abteilungen, die aber schon besetzt waren. Deshalb wurde mir dieser Praktikumsplatz angeboten, der zum ersten Mal vergeben werden sollte. Die Beschreibung der Stelle war genau, was ich mir vorgestellt hatte: Eine Mischung aus praktischer Tätigkeit im Labor, Anwendung verschiedener Methoden sowie Auswertung und Interpretation von Ergebnissen.
Die Tätigkeiten in meiner Abteilung sind sehr vielfältig und umfassen grob die Methodenentwicklung und Auftragsanalytik im Bereich Stabilität und Freigabe. Und das alles in einer GMP-Umgebung, was alleine schon ein ganz anderes Arbeiten verursacht.

Wie waren deine ersten Wochen in der Fachabteilung? Wie lief die Einarbeitung?

Der Start ist leider etwas trocken, aber das liegt einfach an der GMP-Umgebung. Es gibt sehr viele SOPs, in denen man geschult werden muss, bevor man praktisch arbeiten darf. Alle in der Abteilung nehmen sich gerne Zeit für die Schulungen, Fragen und auch bei Problemen zwischendurch. Sobald man aber mal durch den ganzen Papierkram durch ist, kann man auch gut selbstständig arbeiten.

Wie sieht dein typischer Arbeitsalltag in der Fachabteilung aus? Gibt es eventuell ein spannendes Projekt an dem du arbeitest/gearbeitet hast?

Das Praktikum in der Analytischen Chemie ist sehr abwechslungsreich! Jeder Arbeitstag ist etwas anders und ergibt sich meistens erst kurzfristig - ist aber immer spannend. Es gibt Tage, an denen man bereits früh im Labor mit der Probenvorbereitung startet. An anderen Tagen ist man mit der Auswertung der Versuche beschäftigt und dokumentiert diese GMP-konform.. Und an anderen Tagen wiederum sitzt man am Schreibtisch und recherchiert zu einem Thema oder plant das weitere Vorgehen für die Versuche.
Meine Hauptaufgabe im Praktikum ist die Mitarbeit in der Nitrosamin-Analytik, die seit dem Valsartan-Skandal immer größere Bedeutung erhält. Wir arbeiten dabei mit einem LC-MS/MS-System und entwickeln Methoden, um zuverlässig kleine Nitrosamine und auch Arzneistoff-Nitrosamine nachzuweisen. Anschließend müssen die Methoden noch validiert werden.
Außerdem kann ich bei den Stabilitäts- und Freigabeprüfungen unterstützen und führe dabei Prüfungen mit HPLC, Kapillarelektrophorese und Karl-Fischer -Titration durch. Ein weiteres Highlight im Praktikum ist die Identitätsprüfung von Referenzsubstanzen mit Hilfe eines NMR-Spektrometers. Nach der Theorie aus dem Studium mit den ganzen Beispielspektren, ist es großartig, die Analytik mal selbst anzuwenden.

Wie unterscheiden sich Studium und Praxis?

Vor allem ist die technische Ausstattung auf einem anderen Niveau. Damit ergeben sich auch ganz andere Möglichkeiten zu arbeiten und das macht mir sehr viel Spaß. Insbesondere die Theorie jetzt praktisch anwenden zu können und die Überlegungen direkt auszuprobieren. Damit sieht man dann natürlich auch gleich, ob es klappt oder ob noch mehr Arbeit nötig ist, bis man das Ziel erreicht.

Wie läuft der Austausch mit den anderen Kolleginnen und Kollegen? Vernetzt ihr euch auch als PhiPs untereinander und erhaltet dadurch Einblicke in die anderen Fachabteilungen?

Einmal in der Woche ist eine gemeinsame Mittagspause geplant, bei der alle PhiPs dabei sind, die Zeit und Lust haben. Sonst sehen wir uns alle bei den InPharma-Veranstaltungen und Gesetzeskundestammtisch. Dadurch bekommt man auch einige Eindrücke aus anderen Abteilungen.

Würdest du es Anderen empfehlen, neben der Apotheke auch einen Blick in die Industrie zu werfen? Und wenn ja, warum?

Der Blick in die Industrie ist auf jeden Fall lohnend. Die Arbeit ist ganz anders als in der Apotheke und sehr divers. Da sollte für jeden etwas dabei sein, egal ob praktisch im Labor oder beim Marketing im Büro. Hier gibt es auch nochmal Möglichkeiten in Bereiche zu gucken, die man vorher selbst noch nicht auf dem Schirm hatte. Ob es am Ende das Richtige ist, kann man während des Praktikums herausfinden. Die Erfahrung ist es aber unbedingt wert.

Wie findest du dein Praktikum bisher? Gibt es etwas, was dir besonders gut gefällt oder womit du nicht gerechnet hättest?

Mir macht die Arbeit sehr viel Spaß, vor allem weil ich aktiv in die Methodenentwicklung eingebunden werde. Ich kann meine Ideen und Vorschläge einbringen und auch selbstständig durchführen und das Beste ist, wenn es am Ende klappt.
Kurz vor Beginn des Praktikums hatte ich Bedenken, ob ich in einer Abteilung aus Chemikern mit dem Pharmazie-Studium richtig aufgehoben bin, vor allem weil wir mit instrumentellen Methoden und insbesondere Massenspektrometrie und NMR praktisch nie gearbeitet haben. Nach den ersten Versuchen habe ich aber festgestellt, dass man im Studium gut vorbereitet wurde und man den Rest mit der Zeit und Erfahrung lernt.

Was kannst du zukünftigen Pharmazeutinnen und Pharmazeuten im Praktikum mit auf den Weg geben?

Nutzt alle Möglichkeiten, die sich ergeben. Wenn ihr irgendetwas interessant findet oder gerne machen würdet, kann man das jederzeit sagen und stößt auf offene Ohren. Ansonsten kann man sich wirklich mehr auf seine Ausbildung verlassen, als man nach dem Studium den Eindruck hat und für alles andere wird man in der Abteilung super eingearbeitet und kann bei Bedarf auch nochmal nachfragen.

Angie Kreutz , Pharmazeutin im Praktikum

„Ich kann das PJ in der pharmazeutischen Industrie nur jedem ans Herz legen.“

Angie Kreutz , Pharmazeutin im Praktikum

„Ich kann das PJ in der pharmazeutischen Industrie nur jedem ans Herz legen.“


Hallo Frau Kreutz, stellen Sie sich gerne kurz vor! 

Ich bin aktuell als Pharmazeutin im Praktikum in der Stabilitätsprüfung der Abteilung Forschung & Entwicklung bei Menarini GmbH tätig. Zuvor habe ich Pharmazie an der Freien Universität Berlin studiert und war neben dem Studium bereits als Werkstudentin in der Local Drug Safety Unit in der Pharmakovigilanz bei BERLIN-CHEMIE beschäftigt.

Obwohl Sie bereits schon einen Einblick in die Industrie gewinnen konnten, warum haben Sie sich für ein Halbjahr in der Industrie entschieden?

Die pharmazeutische Industrie ist sehr vielseitig und die Arbeit in den verschiedenen Abteilungen teilweise sehr unterschiedlich. Daher finde ich, dass ein Halbjahr genau die richtige Entscheidung ist, um die verschiedenen Möglichkeiten, die man als Apotheker in der Industrie hat, für sich besser einordnen zu können. Die vielen Fachveranstaltungen für PhiPs helfen dabei. Außerdem arbeitet man Vollzeit im Team mit und hat so noch einmal einen anderen Einblick als in der Werkstudententätigkeit.

Inwiefern unterscheiden sich die beiden Einsatzabteilungen? 

Die Aufgabe der Pharmakovigilanz ist es, bereits zugelassene Arzneimittel zu überwachen, die Risiken der Arzneimitteltherapie für den Patienten abzuschätzen und zu minimieren sowie zu beurteilen, ob ein unerwünschtes Ereignis im Zusammenhang mit der Arzneimitteleinnahme steht.
In der Stabilitätsprüfung im Bereich Forschung & Entwicklung werden Produkte vor der Zulassung auf Stabilität getestet, um so Haltbarkeits- und Verwendbarkeitsfristen sowie Lagerungshinweise festlegen zu können, damit die Qualität des Arzneimittels über die gesamte Laufzeit gegeben ist. Es sind also zwei grundverschiedene, spannende Einsatzgebiete.

Wieso haben Sie sich dazu entschieden, nach Ihrer Werkstudententätigkeit im Unternehmensverbund zu bleiben?

Ich habe mich im Unternehmen sehr wohl gefühlt und wollte mir im Praktischen Jahr unbedingt ein Bild von der Forschung in der pharmazeutischen Industrie machen - diese Möglichkeit wird in vielen anderen Unternehmen nicht für Pharmazeuten im Praktikum angeboten. Außerdem finde ich es klasse, dass BERLIN-CHEMIE und Menarini sehr viele PJ-Plätze vergeben, sodass man sich mit den anderen PhiP´s austauschen und so auch viel über den Arbeitsalltag in anderen Abteilungen erfahren kann.

Wie gefällt Ihnen die Zeit bisher? Was sind Highlights?

Die Arbeit im Team macht mir viel Spaß: Zum Einen, weil ich wirklich tolle Kollegen habe, und zum anderen, weil sie sehr abwechslungsreich ist. Mein Highlight war bisher die Arbeit im Zytostatika-Labor - das war eine ganz neue Erfahrung und Onkologie ist auch eines der Gebiete, die ich besonders interessant finde.

Gibt es auch Herausforderungen? Oder sehen Sie noch welche auf sich zukommen?

Natürlich gibt es, wie bei jeder neuen Tätigkeit, auch Herausforderungen - mit denen stehe ich aber nicht alleine da, sondern kann bei allen Fragestellungen auf Unterstützung vom Team bauen. Ich denke, eine der größten Herausforderungen für uns alle ist momentan die Corona-Pandemie.

Wie ist es zu Zeiten von Corona?

Es ist natürlich einiges anders: Online-Meetings, Maske tragen, das gemeinsame Mittagessen mit dem Team oder den anderen PhiP’s fällt mehr oder weniger aus. Aber ich bin sehr froh, dass ich das Praktikum trotz der Pandemie beginnen konnte. Homeoffice ist in unserer Abteilung aufgrund der Laborarbeit nicht so verbreitet, daher habe ich trotz Corona die Chance, die Abläufe und Prozesse genauer kennenzulernen und aktiv im Team mitzuarbeiten, was ich sehr wichtig finde, um möglichst viel aus dem Praktikum mitzunehmen.

Was können Sie zukünftigen Pharmazeuten im Praktikum mit auf den Weg geben?

Ich kann das PJ in der pharmazeutischen Industrie nur jedem ans Herz legen. Es gibt eine breit gefächerte Palette an potenziellen Berufsmöglichkeiten. Zur besseren Orientierung, wie der genaue Werdegang nach dem Studium aussehen soll, ist es eine super Erfahrung, die man unbedingt machen sollte. Und natürlich die Zeit gut nutzen, um alle Fragen loszuwerden!

Und wie geht es nach dem praktischen Jahr für Sie weiter?

Das 2. Halbjahr in der öffentlichen Apotheke steht noch bevor und im Anschluss werde ich das 3. Staatsexamen absolvieren. Danach möchte ich gern langfristig in die pharmazeutische Industrie einsteigen und strebe eine Karriere an, bei der ich mich beruflich und persönlich weiterentwickeln kann.

Tim Berger , Pharmazeut im Praktikum

„Besonders den fachlichen Austausch mit meinen Kollegen bei Fragestellungen schätze ich sehr.“

Tim Berger , Pharmazeut im Praktikum

„Besonders den fachlichen Austausch mit meinen Kollegen bei Fragestellungen schätze ich sehr.“


Hallo Herr Berger, seit wann sind Sie bei uns und wie sind Sie auf BERLIN-CHEMIE aufmerksam geworden?

Mein praktisches Jahr absolviere ich seit November 2020. Auf BERLIN-CHEMIE bin ich schon zu Studienzeiten durch meinen Austausch mit Kommilitonen aufmerksam geworden. Anschließende Recherchen zu den möglichen PJ-Plätzen weckten mein Interesse für den Bereich der Herstellung.

Wieso haben Sie sich für ein Pharmaziepraktikum in der Industrie entschieden? Und gerade für den Fachbereich?

Während meines Studiums weckten die Themen der pharmazeutischen Technologie am stärksten mein Interesse. Um mein gesammeltes Wissen auf die Probe zu stellen, entschied ich mich für ein PJ-Platz im Bereich der industriellen Herstellung von Arzneistoffen. Im Betrieb kann ich praktisch arbeiten und meine Vorkenntnisse breit und tief am anderen Arbeitsplatz im Büro einbringen. Neue Anforderungen fördern nicht nur neues Wissen und Können, sie machen die Arbeit auch abwechslungsreich.

Wie haben Sie den Einstieg in das Unternehmen empfunden?

Den Einstieg in den Betrieb und die Aufnahme in mein Arbeitsumfeld empfand ich als sehr angenehm. Die Einarbeitung war sehr gut organisiert und ich konnte schnell mit ersten Aufgaben beginnen. Auch fühle ich mich willkommen im Team. Hervorheben möchte ich, dass betreuende Kollegen sich vorab Gedanken um langfristige Projekte gemacht haben. Mithilfe dieser Projekte fällt es leicht, die Abläufe in der Industrie schrittweise näher und gründlich kennenzulernen.

Was gehört alles zu Ihren Aufgaben? Was macht Ihnen besonders Spaß, worin bestehen Herausforderungen?

Im Fachbereich der Herstellung nicht steriler Liquida bin ich generell für die Validierung und Qualifizierung von Prozessen und Ausrüstungsgegenständen verantwortlich. Des Weiteren beschäftige ich mich mit Optimierungen von Herstellungs- und Abfüllungsprozessen. Meine Projekte tragen zur ständigen Verbesserung bestimmter Prozesse zum Nutzen des Betriebs bei. Besonders den fachlichen Austausch mit meinen Kollegen bei Fragestellungen schätze ich sehr, da es einigen Themenbereiche gibt, die im Studium nicht sehr intensiv behandelt wurden. Als Resultat kann ich meine Projekte hauptsächlich selbstständig und kompetent bearbeiten und mein erarbeitetes Wissen an der Uni transformieren.

Wie unterscheiden sich Studium und Praxis?

Das Studium deckt natürlich wesentlich mehr Themenbereiche ab, als ich zurzeit in der Industrie benötige. Hauptsächlich kommt nun vor allem mein Wissen aus der pharmazeutischen Technologie zur Geltung. Themen rund um die Good Manufacturing Practice rücken erfahrungsgemäß in der Industrie mehr in den Vordergrund. Das Allgemeinverständnis aus dem Studium ist jedoch von großer Hilfe, um Zusammenhänge zu erkennen und Schlüsse ziehen zu können.

Und wie ist es in Zeiten von Corona?

Viele meiner Aufgaben benötigen ein Arbeiten vor Ort. Aus diesem Grund bin ich sehr mit der Umsetzung der betrieblichen Hygienemaßnahmen zufrieden. Die Möglichkeit von Homeoffice besteht, jedoch habe ich diese kaum genutzt. BERLIN-CHEMIE erklärte sich bereit, die Aufarbeitung des Corona-Impfstoffes im Impfzentrum Treptow zu übernehmen. Somit ergab sich für mich die Möglichkeit, freiwillig im Impfzentrum mitzuwirken. Durch diesen Einsatz konnte ich viele interessante Einblicke gewinnen. Dazu zählten die praktische aseptische Arbeit und die Etablierung des Prozesses zur Aufarbeitung des Corona-Impfstoffes.

Gibt es einen typischen Arbeitsalltag? Falls nicht, können Sie uns einen spannenden Arbeitstag/Projekt oder Tätigkeit aus den letzten Monaten beschreiben.

Besondere Freude bereitet mir ein langfristiges Projekt, für das ich mitverantwortlich bin. Dieses umfasst die Einführung einer neuen Inprozesskontrolle. Hierbei führe ich experimentelle Versuche und Qualifizierungen der benötigten Ausrüstung durch. Da sich die Durchführung an dem Zeitplan der Herstellung orientiert, gestalten sich meine Arbeitstage sehr flexibel. Generell sind die Aufgaben sehr vielfältig, wodurch sich kein typischer Arbeitsalltag einstellt.

Wie finden Sie die Betreuung bei BERLIN-CHEMIE? Gibt es etwas, was Ihnen besonders gut gefällt oder womit Sie nicht gerechnet hätten?

Die Betreuung ist hervorragend. Meine Kollegen nehmen sich gerne ausreichend Zeit, mir bei Fragestellungen oder Problemen unter die Arme zu greifen. Bei Interesse für Aufgaben anderer Fachbereiche besteht die Möglichkeit, kontinuierlich an speziell für Pharmazeuten im Praktikum erstellten Veranstaltungen teilzunehmen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, in anderen Fachbereichen zu hospitieren.

Was können Sie zukünftigen Pharmazeuten im Praktikum mit auf den Weg geben?

Am wichtigsten ist die Eigeninitiative. Wenn es interessante Themen gibt, die man neben seinem Alltag noch kennenlernen möchte, sollte man sein Interesse äußern. Sprecht aktiv Themen an und vieles wird möglich gemacht.

Wie geht es nach dem Praktikum für Sie weiter?

Anschließend absolviere ich noch mein PJ in einer Apotheke. Ich denke, dass ich mich danach wieder in der pharmazeutischen Industrie engagieren möchte. Die gesammelten Eindrücke bei BERLIN-CHEMIE helfen mir bei dieser Entscheidung.

Angie Kreutz , Pharmazeutin im Praktikum

„Ich kann das PJ in der pharmazeutischen Industrie nur jedem ans Herz legen.“


Hallo Frau Kreutz, stellen Sie sich gerne kurz vor! 

Ich bin aktuell als Pharmazeutin im Praktikum in der Stabilitätsprüfung der Abteilung Forschung & Entwicklung bei Menarini GmbH tätig. Zuvor habe ich Pharmazie an der Freien Universität Berlin studiert und war neben dem Studium bereits als Werkstudentin in der Local Drug Safety Unit in der Pharmakovigilanz bei BERLIN-CHEMIE beschäftigt.

Obwohl Sie bereits schon einen Einblick in die Industrie gewinnen konnten, warum haben Sie sich für ein Halbjahr in der Industrie entschieden?

Die pharmazeutische Industrie ist sehr vielseitig und die Arbeit in den verschiedenen Abteilungen teilweise sehr unterschiedlich. Daher finde ich, dass ein Halbjahr genau die richtige Entscheidung ist, um die verschiedenen Möglichkeiten, die man als Apotheker in der Industrie hat, für sich besser einordnen zu können. Die vielen Fachveranstaltungen für PhiPs helfen dabei. Außerdem arbeitet man Vollzeit im Team mit und hat so noch einmal einen anderen Einblick als in der Werkstudententätigkeit.

Inwiefern unterscheiden sich die beiden Einsatzabteilungen? 

Die Aufgabe der Pharmakovigilanz ist es, bereits zugelassene Arzneimittel zu überwachen, die Risiken der Arzneimitteltherapie für den Patienten abzuschätzen und zu minimieren sowie zu beurteilen, ob ein unerwünschtes Ereignis im Zusammenhang mit der Arzneimitteleinnahme steht.
In der Stabilitätsprüfung im Bereich Forschung & Entwicklung werden Produkte vor der Zulassung auf Stabilität getestet, um so Haltbarkeits- und Verwendbarkeitsfristen sowie Lagerungshinweise festlegen zu können, damit die Qualität des Arzneimittels über die gesamte Laufzeit gegeben ist. Es sind also zwei grundverschiedene, spannende Einsatzgebiete.

Wieso haben Sie sich dazu entschieden, nach Ihrer Werkstudententätigkeit im Unternehmensverbund zu bleiben?

Ich habe mich im Unternehmen sehr wohl gefühlt und wollte mir im Praktischen Jahr unbedingt ein Bild von der Forschung in der pharmazeutischen Industrie machen - diese Möglichkeit wird in vielen anderen Unternehmen nicht für Pharmazeuten im Praktikum angeboten. Außerdem finde ich es klasse, dass BERLIN-CHEMIE und Menarini sehr viele PJ-Plätze vergeben, sodass man sich mit den anderen PhiP´s austauschen und so auch viel über den Arbeitsalltag in anderen Abteilungen erfahren kann.

Wie gefällt Ihnen die Zeit bisher? Was sind Highlights?

Die Arbeit im Team macht mir viel Spaß: Zum Einen, weil ich wirklich tolle Kollegen habe, und zum anderen, weil sie sehr abwechslungsreich ist. Mein Highlight war bisher die Arbeit im Zytostatika-Labor - das war eine ganz neue Erfahrung und Onkologie ist auch eines der Gebiete, die ich besonders interessant finde.

Gibt es auch Herausforderungen? Oder sehen Sie noch welche auf sich zukommen?

Natürlich gibt es, wie bei jeder neuen Tätigkeit, auch Herausforderungen - mit denen stehe ich aber nicht alleine da, sondern kann bei allen Fragestellungen auf Unterstützung vom Team bauen. Ich denke, eine der größten Herausforderungen für uns alle ist momentan die Corona-Pandemie.

Wie ist es zu Zeiten von Corona?

Es ist natürlich einiges anders: Online-Meetings, Maske tragen, das gemeinsame Mittagessen mit dem Team oder den anderen PhiP’s fällt mehr oder weniger aus. Aber ich bin sehr froh, dass ich das Praktikum trotz der Pandemie beginnen konnte. Homeoffice ist in unserer Abteilung aufgrund der Laborarbeit nicht so verbreitet, daher habe ich trotz Corona die Chance, die Abläufe und Prozesse genauer kennenzulernen und aktiv im Team mitzuarbeiten, was ich sehr wichtig finde, um möglichst viel aus dem Praktikum mitzunehmen.

Was können Sie zukünftigen Pharmazeuten im Praktikum mit auf den Weg geben?

Ich kann das PJ in der pharmazeutischen Industrie nur jedem ans Herz legen. Es gibt eine breit gefächerte Palette an potenziellen Berufsmöglichkeiten. Zur besseren Orientierung, wie der genaue Werdegang nach dem Studium aussehen soll, ist es eine super Erfahrung, die man unbedingt machen sollte. Und natürlich die Zeit gut nutzen, um alle Fragen loszuwerden!

Und wie geht es nach dem praktischen Jahr für Sie weiter?

Das 2. Halbjahr in der öffentlichen Apotheke steht noch bevor und im Anschluss werde ich das 3. Staatsexamen absolvieren. Danach möchte ich gern langfristig in die pharmazeutische Industrie einsteigen und strebe eine Karriere an, bei der ich mich beruflich und persönlich weiterentwickeln kann.

Hanna Rulff , Pharmazeutin im Praktikum

„Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, im Impfzentrum mitzuarbeiten.“

Hanna Rulff , Pharmazeutin im Praktikum

„Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, im Impfzentrum mitzuarbeiten.“


Hallo Frau Rulff, wer sind Sie und was machen Sie bei BERLIN-CHEMIE?

Nach meinem Abitur habe ich an der Freien Universität Berlin Pharmazie studiert. Nun absolviere ich mein praktisches Jahr bei BERLIN-CHEMIE in der Abteilung Qualitätssicherung, im Compliance Management im Bereich der Lieferanten-Qualifizierung.

Sie haben bereits jeweils ein Halbjahr in der Apotheke und in der Industrie absolviert, warum nutzen Sie die Möglichkeit des freiwilligen 3. Halbjahres?

Ich habe mich für ein zusätzliches 3. Halbjahr entschieden, um zum einen ein zweites pharmazeutisches Unternehmen kennenzulernen und zum anderen in eben diesem Unternehmen, in einem anderen Tätigkeitsfeld mit anderen Themenschwerpunkten und einem neuen Team zu arbeiten. Die beiden pharmazeutischen Unternehmen und Abteilungen, die ich bisher kennengelernt habe, unterscheiden sich aus meiner Perspektive sehr, und die Erfahrungen möchte ich für meine spätere Berufswahl berücksichtigen.

Wie finden Sie die Betreuung bei BERLIN-CHEMIE? Gibt es etwas, was Ihnen besonders gut gefällt oder womit Sie nicht gerechnet hätten?

Es gefällt mir gut, dass ich selbstständig arbeiten kann und mir in der zeitlichen und strukturellen Einteilung für die Arbeit an Fragestellungen und Projekten, Freiheiten gelassen werden. Während meines Halbjahres arbeite ich unter anderem an einem eigenen kleinen Projekt, für das nur ich verantwortlich bin. Dabei stehe ich viel in Kontakt mit den unterschiedlichsten Abteilungen der Firma und lerne dadurch auch die verschiedensten Bereiche und Kollegen kennenlernen. Das ist zu Beginn, wenn man noch nicht allzu viel Berufserfahrung und Kontakte hat, natürlich enorm wichtig.

Gibt es einen typischen Arbeitsalltag? Falls nicht, können Sie uns einen spannenden Arbeitstag/Projekt oder Tätigkeit aus den letzten Monaten beschreiben.

Ich persönlich finde Team-Meetings immer spannend, vor allem das alle zwei Wochen stattfindende Meeting von QS-C (Compliance Management), bei dem die einzelnen Teams ihre aktuelle Arbeit vorstellen, Änderungen oder Neuerungen ansprechen und Fragestellungen diskutieren. Man erfährt, woran die Kollegen gerade arbeiten und wie alles miteinander zusammenhängt und man hat Kontakt zu den Kollegen, was an dem ein oder anderen Tag im Homeoffice für mich persönlich wichtig ist. Also ein gewöhnlicher Arbeitstag besteht zuerst aus E-Mails lesen und beantworten, Arbeiten an wechselnden Aufgaben (wie zum Beispiel Rohstoffsperrungen oder Auditplanung), dem ein oder anderen Meeting und Arbeiten an meinem eigenen Projekt zur formalisierten Risikobewertung von Hilfsstoffen und Austausch darüber mit meiner Betreuerin. Im besten Fall geht man in der Pause mit den Kollegen Mittagessen und macht im Anschluss noch einen kleinen Spaziergang über das Betriebsgelände.

Und wie gefällt es Ihnen bisher? Wie fällt der Vergleich zur Apotheke?

Zwischen Apotheke und pharmazeutischer Industrie allgemein sind sehr, sehr große Unterschiede, die vor allem in den ersten Wochen in der Industrie extrem auffallen. Da sind zum einen die sehr familiäre Atmosphäre in der Apotheke, das enge Zusammenarbeiten mit den Teamkollegen, das gemeinsame Beratschlagen, das sehr zeitnahe und z.T. pragmatische Lösen von Problemen und realen Kundenfällen, das Verarbeiten von u.U. unverblümt vorgetragener Kritik, positiv und negativ und am Ende des Tages manchmal eine ziemliche Übersättigung an neuen Eindrücken. Nach drei Monaten hier bei BERLIN-CHEMIE kann ich sagen, dass ich die Entscheidung, hierher zu kommen, nicht bereue. Der Einblick, den ich durch mein Praktikum bekomme, sowohl in die Firma an sich als auch in die Tätigkeitsbereiche meiner Abteilung, ist sehr viel wert. Was ich hier bei BERLIN-CHEMIE extrem gut finde und womit ich auch gar nicht gerechnet habe, ist der Austausch und der Kontakt mit den anderen Praktikanten; sei es über die InPharma-Angebote, den Gesetzeskunde-Stammtisch oder sich den Arbeitsplatz der anderen anschauen.

Wie ist es in Zeiten von Corona? Sie hatten die Möglichkeit, im Impfzentrum zu unterstützen - wie war das?

Ich bin sehr dankbar, dass ich als Pharmazeutin im Praktikum bei BERLIN-CHEMIE die Möglichkeit hatte, im Impfzentrum mitzuarbeiten. Die Gesellschaft in dieser außerordentlich schwierigen Lage zu unterstützen, halte ich für extrem wichtig, und ich bin sehr, sehr positiv beeindruckt, wie gut und schnell die Kollegen von Berlin-Chemie alles rund um das Thema Impfzentrum vor Ort und in der Einsatzplanung organisiert haben. Die Motivation und die positive Stimmung, die im Impfzentrum herrschen, lassen die zuerst ungewohnte und mit viel Verantwortung behaftete Arbeit gut von der Hand gehen. Über die Woche wächst das Team zusammen, die Arbeitsabläufe werden routiniert und die kleinen Pausen in Gesellschaft der zufällig zusammengewürfelten Kollegen aus den unterschiedlichsten Abteilungen werden unterhaltsam. Alles in allem eine sehr besondere Erfahrung in einer außergewöhnlichen Situation.

Würden Sie es anderen empfehlen, neben der Apotheke auch einen Blick in die Industrie zu werfen? Und wenn ja, warum?

Ja, das würde ich definitiv empfehlen, es sei denn, der ein oder andere schließt dies von vornherein aus, weil er oder sie in der öffentlichen Apotheke oder Krankenhausapotheke bleiben und arbeiten möchte, dann ist das nicht nötig, finde ich. Für alle anderen ist das die Gelegenheit, einen völlig anderen Arbeitsalltag, Themengebiete und Verantwortungsbereiche für Apotheker kennenzulernen. Im besten Fall wird man auch in die wichtigen Projekte mit einbezogen und hat im Rahmen der vielen SOPs und Leitlinien auch noch die Möglichkeit, selbst Ideen und Vorschläge einzubringen. Und dann kann man am Ende oder schon zwischendrin überlegen, ob man sich eine Arbeit in der pharmazeutischen Industrie prinzipiell vorstellen kann oder nicht.

Wie geht es nach dem Praktischen Jahr bei BERLIN-CHEMIE für Sie weiter?

Die Qual der Wahl irgendwie, alles hat mir gefallen, alles auf seine Art; aber ich denke zuerst einmal wieder für eine Zeit zurück in die Apotheke, zurück zu den Kunden, dem Leben und dem Arbeitsalltag “da draußen”.

Nico Willershausen , Pharmazeut im Praktikum

„Die InPharma-Veranstaltungen sind eine nette Abwechslung zum Praktikumsalltag.“

Nico Willershausen , Pharmazeut im Praktikum

„Die InPharma-Veranstaltungen sind eine nette Abwechslung zum Praktikumsalltag.“


Hallo Herr Willershausen, wer sind Sie und warum haben Sie sich für das Praktische Jahr bei BERLIN-CHEMIE entschieden?

Ich bin 24 Jahre alt, habe in Marburg Pharmazie studiert und bin nun PhiP hier bei BERLIN-CHEMIE in der Qualitätskontrolle im Bereich Instrumentelle Analytik. Die Entscheidung war relativ spontan, da ich aufgrund von Corona meine Pläne ändern musste. Einen ganz besonderen Grund für BERLIN-CHEMIE gab es ehrlich gesagt gar nicht. Da ich das Ausbildungsprogramm ganz gut fand, habe ich mich beworben.

Sie haben in Marburg studiert, wollten Sie unbedingt nach Berlin oder wie sind Sie hier gelandet?

Genau, ich musste einfach mal raus aus Marburg, da ich auch in der Nähe aufgewachsen bin, zur Schule gegangen und letztlich auch in Marburg studiert habe. Ich habe mich dann für Berlin entschieden, da ich dachte, eine so große Stadt eignet sich gut für einen Neuanfang und bietet auch nach dem PJ gute Möglichkeiten bezüglich Job oder Promotion.

Wie ist es in Zeiten von Corona? Sie hatten die Möglichkeit, im Impfzentrum zu unterstützen - wie war das?

Ohne Corona wäre das alles natürlich um einiges angenehmer. Der Austausch mit z.B. anderen PhiPs fällt dadurch natürlich schwerer, da man nicht einfach mal eben in der Mittagspause zusammen in die Kantine gehen kann. Der Einsatz im Impfzentrum war sehr interessant und ich bin froh, dass ich dort mithelfen durfte und einen kleinen Teil zur Bekämpfung der Pandemie beisteuern konnte. Ich wurde 2-mal für 5 Tage in der Impfstoffaufbereitung eingesetzt. Das heißt, wir haben den Impfstoff mit NaCl-Lösung verdünnt, in Spritzen aufgezogen und anschließend für den Transport zu den Ärzten verpackt. Es ist natürlich recht anstrengend, durchgängig konzentriert zu bleiben, wenn in der Schicht über 800 Spritzen vorbereitet werden müssen, aber wir hatten trotzdem immer viel Spaß in der Gruppe. Zudem war es super, neue Leute aus den verschiedenen Abteilungen kennenzulernen und zusammenzuarbeiten, die man vermutlich im normalen Rahmen des Praktikums nie kennengelernt hätte.

Würden Sie es anderen empfehlen, neben der Apotheke auch einen Blick in die Industrie zu werfen? Und wenn ja, warum?

Ja, denn ich denke, es kann nicht schaden, verschiedene Tätigkeitsbereiche kennenzulernen, die einem als zukünftiger Apotheker offen stehen. Jedoch ist es natürlich nur ein kurzer Einblick in eine von vielen Abteilungen. Wenn man natürlich schon sicher weiß, dass man später in die Apotheke oder Krankenhausapotheke möchte und auch nur das infrage kommt, sollte man eher auf ein Praktikum in der Industrie verzichten.

Wie gefällt Ihnen das Ausbildungsprogramm, was es zusätzlich zum Praktikumsalltag gibt?

Ganz gut finde ich den Gesetzeskunde-Stammtisch zur Vorbereitung aufs 3. Staatsexamen. Er gibt einem schon einen groben Überblick über die wichtigsten Themen und wo man am besten mit dem Lernen anfängt. Zudem kann man natürlich auch seine Fragen stellen und sich mit den anderen PhiPs austauschen. Auch die InPharma-Veranstaltungen, in der andere Abteilungen vorgestellt werden oder den Herstellungsbereich besichtigt, sind eine nette Abwechslung zum Praktikumsalltag.

Haben Sie Tipps an zukünftige Bewerber oder PhiPs?

Bezüglich der Bewerbung sollte man nicht denken, dass es fast unmöglich sei, einen Praktikumsplatz in der Industrie zu bekommen oder man die besten Noten bräuchte, sondern sich einfach bewerben. Ich finde, es wurde in der Uni immer so dargestellt, also wäre es besonders schwer, einen Platz zu bekommen, was nicht wirklich stimmt. Ich habe ja selber meinen Platz recht kurzfristig erhalten. Und ansonsten ganz unvoreingenommen in das Praktikum starten und einfach schauen, was einen so erwartet.

Und wie geht es nach dem Praktischen Jahr bei BERLIN-CHEMIE für Sie weiter?

Zurzeit plane ich nach meiner Approbation noch eine Promotion zu beginnen. Jedoch denke ich, dass es aktuell mit Corona schwierig ist fest damit zu rechnen und sich vieles dann auch spontan ergeben wird. Falls es nicht direkt nach der Approbation klappt, sehe ich mich jedoch erstmal eher in einer Apotheke oder Krankenhausapotheke.

Hanna Rulff , Pharmazeutin im Praktikum

„Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, im Impfzentrum mitzuarbeiten.“


Hallo Frau Rulff, wer sind Sie und was machen Sie bei BERLIN-CHEMIE?

Nach meinem Abitur habe ich an der Freien Universität Berlin Pharmazie studiert. Nun absolviere ich mein praktisches Jahr bei BERLIN-CHEMIE in der Abteilung Qualitätssicherung, im Compliance Management im Bereich der Lieferanten-Qualifizierung.

Sie haben bereits jeweils ein Halbjahr in der Apotheke und in der Industrie absolviert, warum nutzen Sie die Möglichkeit des freiwilligen 3. Halbjahres?

Ich habe mich für ein zusätzliches 3. Halbjahr entschieden, um zum einen ein zweites pharmazeutisches Unternehmen kennenzulernen und zum anderen in eben diesem Unternehmen, in einem anderen Tätigkeitsfeld mit anderen Themenschwerpunkten und einem neuen Team zu arbeiten. Die beiden pharmazeutischen Unternehmen und Abteilungen, die ich bisher kennengelernt habe, unterscheiden sich aus meiner Perspektive sehr, und die Erfahrungen möchte ich für meine spätere Berufswahl berücksichtigen.

Wie finden Sie die Betreuung bei BERLIN-CHEMIE? Gibt es etwas, was Ihnen besonders gut gefällt oder womit Sie nicht gerechnet hätten?

Es gefällt mir gut, dass ich selbstständig arbeiten kann und mir in der zeitlichen und strukturellen Einteilung für die Arbeit an Fragestellungen und Projekten, Freiheiten gelassen werden. Während meines Halbjahres arbeite ich unter anderem an einem eigenen kleinen Projekt, für das nur ich verantwortlich bin. Dabei stehe ich viel in Kontakt mit den unterschiedlichsten Abteilungen der Firma und lerne dadurch auch die verschiedensten Bereiche und Kollegen kennenlernen. Das ist zu Beginn, wenn man noch nicht allzu viel Berufserfahrung und Kontakte hat, natürlich enorm wichtig.

Gibt es einen typischen Arbeitsalltag? Falls nicht, können Sie uns einen spannenden Arbeitstag/Projekt oder Tätigkeit aus den letzten Monaten beschreiben.

Ich persönlich finde Team-Meetings immer spannend, vor allem das alle zwei Wochen stattfindende Meeting von QS-C (Compliance Management), bei dem die einzelnen Teams ihre aktuelle Arbeit vorstellen, Änderungen oder Neuerungen ansprechen und Fragestellungen diskutieren. Man erfährt, woran die Kollegen gerade arbeiten und wie alles miteinander zusammenhängt und man hat Kontakt zu den Kollegen, was an dem ein oder anderen Tag im Homeoffice für mich persönlich wichtig ist. Also ein gewöhnlicher Arbeitstag besteht zuerst aus E-Mails lesen und beantworten, Arbeiten an wechselnden Aufgaben (wie zum Beispiel Rohstoffsperrungen oder Auditplanung), dem ein oder anderen Meeting und Arbeiten an meinem eigenen Projekt zur formalisierten Risikobewertung von Hilfsstoffen und Austausch darüber mit meiner Betreuerin. Im besten Fall geht man in der Pause mit den Kollegen Mittagessen und macht im Anschluss noch einen kleinen Spaziergang über das Betriebsgelände.

Und wie gefällt es Ihnen bisher? Wie fällt der Vergleich zur Apotheke?

Zwischen Apotheke und pharmazeutischer Industrie allgemein sind sehr, sehr große Unterschiede, die vor allem in den ersten Wochen in der Industrie extrem auffallen. Da sind zum einen die sehr familiäre Atmosphäre in der Apotheke, das enge Zusammenarbeiten mit den Teamkollegen, das gemeinsame Beratschlagen, das sehr zeitnahe und z.T. pragmatische Lösen von Problemen und realen Kundenfällen, das Verarbeiten von u.U. unverblümt vorgetragener Kritik, positiv und negativ und am Ende des Tages manchmal eine ziemliche Übersättigung an neuen Eindrücken. Nach drei Monaten hier bei BERLIN-CHEMIE kann ich sagen, dass ich die Entscheidung, hierher zu kommen, nicht bereue. Der Einblick, den ich durch mein Praktikum bekomme, sowohl in die Firma an sich als auch in die Tätigkeitsbereiche meiner Abteilung, ist sehr viel wert. Was ich hier bei BERLIN-CHEMIE extrem gut finde und womit ich auch gar nicht gerechnet habe, ist der Austausch und der Kontakt mit den anderen Praktikanten; sei es über die InPharma-Angebote, den Gesetzeskunde-Stammtisch oder sich den Arbeitsplatz der anderen anschauen.

Wie ist es in Zeiten von Corona? Sie hatten die Möglichkeit, im Impfzentrum zu unterstützen - wie war das?

Ich bin sehr dankbar, dass ich als Pharmazeutin im Praktikum bei BERLIN-CHEMIE die Möglichkeit hatte, im Impfzentrum mitzuarbeiten. Die Gesellschaft in dieser außerordentlich schwierigen Lage zu unterstützen, halte ich für extrem wichtig, und ich bin sehr, sehr positiv beeindruckt, wie gut und schnell die Kollegen von Berlin-Chemie alles rund um das Thema Impfzentrum vor Ort und in der Einsatzplanung organisiert haben. Die Motivation und die positive Stimmung, die im Impfzentrum herrschen, lassen die zuerst ungewohnte und mit viel Verantwortung behaftete Arbeit gut von der Hand gehen. Über die Woche wächst das Team zusammen, die Arbeitsabläufe werden routiniert und die kleinen Pausen in Gesellschaft der zufällig zusammengewürfelten Kollegen aus den unterschiedlichsten Abteilungen werden unterhaltsam. Alles in allem eine sehr besondere Erfahrung in einer außergewöhnlichen Situation.

Würden Sie es anderen empfehlen, neben der Apotheke auch einen Blick in die Industrie zu werfen? Und wenn ja, warum?

Ja, das würde ich definitiv empfehlen, es sei denn, der ein oder andere schließt dies von vornherein aus, weil er oder sie in der öffentlichen Apotheke oder Krankenhausapotheke bleiben und arbeiten möchte, dann ist das nicht nötig, finde ich. Für alle anderen ist das die Gelegenheit, einen völlig anderen Arbeitsalltag, Themengebiete und Verantwortungsbereiche für Apotheker kennenzulernen. Im besten Fall wird man auch in die wichtigen Projekte mit einbezogen und hat im Rahmen der vielen SOPs und Leitlinien auch noch die Möglichkeit, selbst Ideen und Vorschläge einzubringen. Und dann kann man am Ende oder schon zwischendrin überlegen, ob man sich eine Arbeit in der pharmazeutischen Industrie prinzipiell vorstellen kann oder nicht.

Wie geht es nach dem Praktischen Jahr bei BERLIN-CHEMIE für Sie weiter?

Die Qual der Wahl irgendwie, alles hat mir gefallen, alles auf seine Art; aber ich denke zuerst einmal wieder für eine Zeit zurück in die Apotheke, zurück zu den Kunden, dem Leben und dem Arbeitsalltag “da draußen”.

Anne Jeschke , Pharmazeutin im Praktikum

„Was wirklich hinter der Produktion von Arzneimitteln steckt, wusste ich nicht.“

Anne Jeschke , Pharmazeutin im Praktikum

„Was wirklich hinter der Produktion von Arzneimitteln steckt, wusste ich nicht.“


Frau Jeschke, Sie sind Pharmazeutin im Praktikum und verbringen die Hälfte Ihres praktischen Jahres bei BERLIN-CHEMIE. Warum? Sie hätten beispielsweise auch ein ganzes Jahr in einer Apotheke arbeiten können.

Weil ich mir noch gar nicht sicher bin, was ich nach dem dritten Staatsexamen machen möchte. Ich weiß, dass ich bei meiner Arbeit Kontakt zu Menschen haben möchte, sei es in der Apotheke oder in einem Unternehmen. Deshalb wollte ich neben der Apotheke noch etwas anderes kennenlernen. Man hat ja nie wieder die Möglichkeit, so leicht in einen Bereich hineinzuschnuppern, wie bei diesem Praktikum. Das wollte ich nutzen und habe auch das Gefühl, dass ich einiges mitnehme.

In welchem Bereich arbeiten Sie bei BERLIN-CHEMIE?

Ich arbeite in der Zulassungsabteilung Deutschland. Wir betreuen alle Zulassungen von in Deutschland zugelassenen Produkten. Dazu gehören aber auch EU-Zulassungen. Bei den oft lang andauernden Zulassungs- und Verlängerungsverfahren sind wir der Ansprechpartner für die deutsche Zulassungsbehörde, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Wenn sich zum Beispiel an einem Produkt etwas ändert, werden die Änderungen zuerst aus Zulassungssicht beurteilt und mit verschiedenen Abteilungen erarbeitet.

Wie lief eigentlich der Bewerbungsprozess für die Praktikumsstelle ab?

Auf der Website von BERLIN-CHEMIE sind alle Praktikantenstellen für die einzelnen Abteilungen ausgeschrieben. Dort kann man sich bewerben. Ich hatte mir ursprünglich eine andere Stelle ausgeguckt, die dann aber schon vergeben war. Daraufhin hat mich jemand von BERLIN-CHEMIE angerufen und gesagt, dass es aber andere Stellen gäbe, die noch frei wären, und die in der Zulassung fand ich sehr spannend.

Mit welchen anderen Abteilungen kommen Sie bei Ihrer Arbeit in Kontakt?

Wir haben mit vielen anderen Abteilungen zu tun. Ich arbeite zum Beispiel mit den Kollegen zusammen, die für die Qualitätsdokumentation zuständig sind. Darin wird alles festgehalten, was mit der Qualität eines Arzneimittels zu tun hat, etwa die Stabilitätsdaten und Angaben, wie ein Arzneimittel hergestellt und geprüft wird. Die Kollegen sitzen auf der gleichen Etage wie wir. Bei Fragen können wir immer rübergehen. Dann arbeite ich mit der Abteilung Medizin und Forschung zusammen, die für die Erstellung der Produktinformationstexte verantwortlich ist. Das sind beispielsweise die Packungsbeilagen für die Arzneimittel. Außerdem haben wir mit dem Marketing zu tun, um Zulassungsstrategien festzulegen, und mit dem Internationalen Bereich, da die internationalen Zulassungen oft auf dem nationalen Zulassungsstand basieren.

Insgesamt verbringen Sie sechs Monate bei BERLIN-CHEMIE. Werden Sie in dieser Zeit die Abteilung noch wechseln?

Nein, ich bin in einer festen Abteilung. Aber es gibt bei BERLIN-CHEMIE für die Pharmazeuten im Praktikum zweistündige Veranstaltungen, in denen wir andere Abteilungen besuchen und so die wichtigsten kennenlernen. Wir waren zum Beispiel schon in der Qualitätskontrolle zu Gast. Außerdem habe ich von meiner Betreuerin Tipps bekommen, welche Kollegen ich während meines Praktikums ansprechen könnte, um über sie weitere Abteilungen kennenzulernen.

Wie schnell konnten Sie denn in der Abteilung richtig mitarbeiten?

Das ging relativ schnell. An den ersten beiden Tagen haben mir die Kollegen einiges erklärt, am dritten Tag habe ich gelernt, wie die Anzeigen bei den Behörden funktionieren und dann hatte ich schon meine eigenen Aufgaben auf dem Tisch. Meine Betreuerin schaut am Ende natürlich immer noch einmal über meine Arbeit, aber ich habe sehr viel dadurch gelernt, dass ich es gleich selbst ausprobiert habe.

Wie haben Sie eigentlich die Umstellung von der Theorie im Studium zur Praxis bei BERLIN-CHEMIE erlebt?

Am Anfang war es schon speziell und hat mit dem, was ich an der Uni gelernt habe, nicht viel zu tun. Alle werfen mit Abkürzungen um sich und ich habe erst einmal nur Bahnhof verstanden. Aber nach einigen Tagen bin ich so langsam hinter die Abkürzungen gekommen. Ich konnte mir während des Studiums auch gar nicht richtig vorstellen, was ein Pharmaunternehmen im Detail macht. Ich dachte, das Unternehmen produziert und kontrolliert die Arzneimittel und bringt sie dann auf den Markt. Aber wie viel wirklich dahinter steckt und wie viele Abteilungen es hier gibt, davon hatte ich keine Vorstellung. Generell ist der Tagesablauf abwechslungsreich und anspruchsvoll. Daher bleibt es nie aus, dass man mal einen Fehler macht. Das ist ja erst mal auch nichts Schlimmes. Deshalb bespreche ich meine Arbeit ja auch immer mit meiner Betreuerin. Wir arbeiten nach diesem Vier-Augen-Prinzip, damit alles, was wir bei den Behörden einreichen, fehlerfrei ist.

Wen fragen Sie, wenn Sie mal gar nicht weiterkommen?

Meistens frage ich meine Betreuerin. Sie sitzt mir direkt gegenüber und ist eigentlich jederzeit ansprechbar. Und wenn sie mal in einer Besprechung ist, kann ich ein Büro weiter gehen und jeder nimmt sich Zeit und hilft. Ein Ansprechpartner ist immer da.

Niklas Leppkes , Pharmazeut im Praktikum

„Ich kann mir vorstellen, nach meinem Praktikum bei BERLIN-CHEMIE zu arbeiten. “

Anne Jeschke , Pharmazeutin im Praktikum

„Was wirklich hinter der Produktion von Arzneimitteln steckt, wusste ich nicht.“


Frau Jeschke, Sie sind Pharmazeutin im Praktikum und verbringen die Hälfte Ihres praktischen Jahres bei BERLIN-CHEMIE. Warum? Sie hätten beispielsweise auch ein ganzes Jahr in einer Apotheke arbeiten können.

Weil ich mir noch gar nicht sicher bin, was ich nach dem dritten Staatsexamen machen möchte. Ich weiß, dass ich bei meiner Arbeit Kontakt zu Menschen haben möchte, sei es in der Apotheke oder in einem Unternehmen. Deshalb wollte ich neben der Apotheke noch etwas anderes kennenlernen. Man hat ja nie wieder die Möglichkeit, so leicht in einen Bereich hineinzuschnuppern, wie bei diesem Praktikum. Das wollte ich nutzen und habe auch das Gefühl, dass ich einiges mitnehme.

In welchem Bereich arbeiten Sie bei BERLIN-CHEMIE?

Ich arbeite in der Zulassungsabteilung Deutschland. Wir betreuen alle Zulassungen von in Deutschland zugelassenen Produkten. Dazu gehören aber auch EU-Zulassungen. Bei den oft lang andauernden Zulassungs- und Verlängerungsverfahren sind wir der Ansprechpartner für die deutsche Zulassungsbehörde, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Wenn sich zum Beispiel an einem Produkt etwas ändert, werden die Änderungen zuerst aus Zulassungssicht beurteilt und mit verschiedenen Abteilungen erarbeitet.

Wie lief eigentlich der Bewerbungsprozess für die Praktikumsstelle ab?

Auf der Website von BERLIN-CHEMIE sind alle Praktikantenstellen für die einzelnen Abteilungen ausgeschrieben. Dort kann man sich bewerben. Ich hatte mir ursprünglich eine andere Stelle ausgeguckt, die dann aber schon vergeben war. Daraufhin hat mich jemand von BERLIN-CHEMIE angerufen und gesagt, dass es aber andere Stellen gäbe, die noch frei wären, und die in der Zulassung fand ich sehr spannend.

Mit welchen anderen Abteilungen kommen Sie bei Ihrer Arbeit in Kontakt?

Wir haben mit vielen anderen Abteilungen zu tun. Ich arbeite zum Beispiel mit den Kollegen zusammen, die für die Qualitätsdokumentation zuständig sind. Darin wird alles festgehalten, was mit der Qualität eines Arzneimittels zu tun hat, etwa die Stabilitätsdaten und Angaben, wie ein Arzneimittel hergestellt und geprüft wird. Die Kollegen sitzen auf der gleichen Etage wie wir. Bei Fragen können wir immer rübergehen. Dann arbeite ich mit der Abteilung Medizin und Forschung zusammen, die für die Erstellung der Produktinformationstexte verantwortlich ist. Das sind beispielsweise die Packungsbeilagen für die Arzneimittel. Außerdem haben wir mit dem Marketing zu tun, um Zulassungsstrategien festzulegen, und mit dem Internationalen Bereich, da die internationalen Zulassungen oft auf dem nationalen Zulassungsstand basieren.

Insgesamt verbringen Sie sechs Monate bei BERLIN-CHEMIE. Werden Sie in dieser Zeit die Abteilung noch wechseln?

Nein, ich bin in einer festen Abteilung. Aber es gibt bei BERLIN-CHEMIE für die Pharmazeuten im Praktikum zweistündige Veranstaltungen, in denen wir andere Abteilungen besuchen und so die wichtigsten kennenlernen. Wir waren zum Beispiel schon in der Qualitätskontrolle zu Gast. Außerdem habe ich von meiner Betreuerin Tipps bekommen, welche Kollegen ich während meines Praktikums ansprechen könnte, um über sie weitere Abteilungen kennenzulernen.

Wie schnell konnten Sie denn in der Abteilung richtig mitarbeiten?

Das ging relativ schnell. An den ersten beiden Tagen haben mir die Kollegen einiges erklärt, am dritten Tag habe ich gelernt, wie die Anzeigen bei den Behörden funktionieren und dann hatte ich schon meine eigenen Aufgaben auf dem Tisch. Meine Betreuerin schaut am Ende natürlich immer noch einmal über meine Arbeit, aber ich habe sehr viel dadurch gelernt, dass ich es gleich selbst ausprobiert habe.

Wie haben Sie eigentlich die Umstellung von der Theorie im Studium zur Praxis bei BERLIN-CHEMIE erlebt?

Am Anfang war es schon speziell und hat mit dem, was ich an der Uni gelernt habe, nicht viel zu tun. Alle werfen mit Abkürzungen um sich und ich habe erst einmal nur Bahnhof verstanden. Aber nach einigen Tagen bin ich so langsam hinter die Abkürzungen gekommen. Ich konnte mir während des Studiums auch gar nicht richtig vorstellen, was ein Pharmaunternehmen im Detail macht. Ich dachte, das Unternehmen produziert und kontrolliert die Arzneimittel und bringt sie dann auf den Markt. Aber wie viel wirklich dahinter steckt und wie viele Abteilungen es hier gibt, davon hatte ich keine Vorstellung. Generell ist der Tagesablauf abwechslungsreich und anspruchsvoll. Daher bleibt es nie aus, dass man mal einen Fehler macht. Das ist ja erst mal auch nichts Schlimmes. Deshalb bespreche ich meine Arbeit ja auch immer mit meiner Betreuerin. Wir arbeiten nach diesem Vier-Augen-Prinzip, damit alles, was wir bei den Behörden einreichen, fehlerfrei ist.

Wen fragen Sie, wenn Sie mal gar nicht weiterkommen?

Meistens frage ich meine Betreuerin. Sie sitzt mir direkt gegenüber und ist eigentlich jederzeit ansprechbar. Und wenn sie mal in einer Besprechung ist, kann ich ein Büro weiter gehen und jeder nimmt sich Zeit und hilft. Ein Ansprechpartner ist immer da.

Cora Hanff , Pharmazeutin im Praktikum

„Man ist Teil des Teams und wird in die laufenden Projekte eingebunden.“

Studierende & Auszubildende

Maike Günther , Werkstudentin Personalabteilung

„Meine Erwartungen an das Praktikum wurden übertroffen.“

Maike Günther , Werkstudentin Personalabteilung

„Meine Erwartungen an das Praktikum wurden übertroffen.“


Hallo Frau Günther, stellen Sie sich gerne kurz vor und erzählen Sie uns, warum Sie sich für eine Tätigkeit bei BERLIN-CHEMIE entschieden haben?

Gerne, mein Name ist Maike Günther, ich bin 27 Jahre alt und studiere BWL an der HTW Berlin. Auf der Suche nach einem Praktikum habe ich mich bei mehreren Unternehmen beworben. BERLIN-CHEMIE überzeugte mich durch die aktuellen Projekte mit sehr interessanten Aufgaben.

Wieso haben Sie sich dazu entschlossen, nach Ihrem Praktikum weiter in unserem Unternehmen zu bleiben?

Die Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht, weil sie sehr abwechslungsreich war. Meine Erwartungen an das Praktikum wurden übertroffen, denn der Einblick, den ich erhielt, war weitaus umfassender, als ich erwartet hatte. Ich konnte während meines Praktikums in beinahe allen Aufgabenbereichen der Personalentwicklung mitarbeiten und anspruchsvolle Aufgaben übernehmen. Im Unterschied zu meinen Erfahrungen in anderen Unternehmen, in denen ich viele Routinearbeiten erledigte, gab es hier sehr wenig Routineaufgaben, dafür vielfältige Aufgaben und spannende Projekte. Außerdem stimmte die Chemie mit dem Team der Personalentwicklung, in dem ich mich von Anfang an sehr wohl gefühlt habe.

Was macht das Besondere bei BERLIN-CHEMIE aus? 

Bei BERLIN-CHEMIE findet eine stetige Weiterentwicklung statt – sowohl die Weiterentwicklung des Unternehmens durch Projekte als auch der Mitarbeiter. Die Aufgaben sind vielfältig, man erhält die Möglichkeit, in spannenden Projekten mitzuarbeiten und seine Ideen mit einzubringen. Die Mitarbeiter der BERLIN-CHEMIE sind aufgeschlossen und von jung bis alt vertreten. Das Unternehmen bietet ihren Mitarbeitern neben Weiterbildungen ein Betriebsrestaurant und eine Cafeteria mit einem umfangreichen leckeren Speisenangebot. Wer mit dem Auto kommt, kann auf den Mitarbeiterparkplatz parken. Zeiterfassung und Gleitzeit lassen Arbeit, Uni und Freizeit gut vereinen.

Wie finden Sie die Betreuung bei BERLIN-CHEMIE im Allgemeinen? Gibt es etwas, was Ihnen besonders gut gefällt oder womit Sie nicht gerechnet hätten?

Mein Team hat mich schnell integriert. Gemeinsame Mittagspausen haben es mir ermöglicht, Anschluss zu finden und die Kollegen besser kennenzulernen. Ich habe mich sehr schnell als vollständiges Teammitglied gefühlt.

Sie haben bei BERLIN-CHEMIE bereits ein Praktikum absolviert. Können Sie uns etwas über das Praktikum erzählen. 

Mein Praktikum habe ich in der Personalentwicklung absolviert. Während des Praktikums hatte ich die Möglichkeit, in beinahe allen Aufgabenbereichen der Personalentwicklung mitzuarbeiten. Meine Aufgabenschwerpunkte waren:

  • Unterstützung bei der Trainingsorganisation
  • Erstellung von Fortbildungsverträgen
  • Auswertung und Support bei den Zielvereinbarungs- und Mitarbeitergespräche
  • Recherchetätigkeiten
  • Mitarbeit in verschiedenen aktuellen Projekten

Besonders viel Spaß hat mir die Mitarbeit in den Projekten sowie die Trainingsorganisation bereitet. Die ersten Wochen der Einarbeitung waren für mich herausfordernd, da es seine Zeit braucht, sich in die Struktur eines Unternehmens mit über 5000 Mitarbeitern sowie die vielfältigen neuen Aufgaben einzuarbeiten. Das Kennenlernen der Kollegen der Personalabteilung gestaltete sich aufgrund von Corona nicht einfach, da der Großteil im Homeoffice arbeitet.

Erzählen Sie uns von Ihrer Werkstudententätigkeit. 

Auch in meiner Werkstudententätigkeit arbeite ich in der Personalentwicklung. Meine Aufgaben sind weiterhin so vielfältig wie während meines Praktikums. Jetzt, wo feststeht, dass ich länger als 4 Monate hier arbeite, habe ich eigene Aufgaben übernommen, die ich selbstständig bearbeitet, wie zum Beispiel die Organisation von zwei Trainings.

Konnten Sie während Ihrer Werkstudententätigkeit Ihre in dem Studium erworbenen theoretischen Kenntnisse in der Praxis anwenden?

Ja, vor allem die theoretischen Kenntnisse aus meiner Vertiefung Personal & Organisation. Diese haben es mir erleichtert, Prozesse und Hintergründe besser nachvollziehen zu können. Meine Erfahrungen und Kenntnisse aus meiner Ausbildung und mehrere Jahre im Berufsleben haben mir sehr geholfen, mich schnell einarbeiten zu können.

Können Sie sich eine berufliche Zukunft bei BERLIN-CHEMIE vorstellen? Haben Sie schon eine Idee, wie es nach Ihrem Studium für Sie weitergeht?

Ja definitiv! Mein Wunsch ist es, nächstes Jahr meine Bachelorarbeit bei BERLIN-CHEMIE zu schreiben. Gerne würde ich nach dem Studium weiter im Personalbereich bei BERLIN-CHEMIE arbeiten.

Wenn Sie auf Ihre bisherigen Erfahrungen bei BERLIN-CHEMIE zurückblicken, welche Tipps würden Sie zukünftigen Bewerbern mit auf den Weg geben?

Wenn es keine passende Stellenbeschreibung gibt, bewerbt Euch wie ich initiativ. BERLIN-CHEMIE arbeitet an vielen innovativen Projekten, in denen man sich mit seinen Ideen einbringen kann.

Tim Kwiatkowski , Werkstudent Supply Chain Management

„Mir ist die Flexibilität in Bezug auf Arbeitszeit und andere Themenbereiche positiv aufgefallen.“

Tim Kwiatkowski , Werkstudent Supply Chain Management

„Mir ist die Flexibilität in Bezug auf Arbeitszeit und andere Themenbereiche positiv aufgefallen.“


Hallo Herr Kwiatkowski, seit wann sind Sie im Unternehmen und welche Tätigkeiten haben Sie bei uns bereits ausgeübt bzw. gehen Sie im Moment nach?

Mein erster Berührungspunkt war eine Bewerbung auf eine ausgeschriebene Praktikantenstelle im Veranstaltungsmanagement. Netterweise wurde ich gefragt, ob ich als Logistikstudent nicht lieber ein Praktikum in der Logistik machen würde. Damit war die erste Tätigkeit eine Praktikantenstelle über 20 Wochen in dem Bereich Logistik in Großbeeren ab Februar 2019. Seit September 2019 bin ich als Werkstudent im Bereich Supply-Chain-Management im Stammdatenmanagement in Adlershof tätig. Diese Tätigkeit führe ich heute bei der A. Menarini Business & Research GmbH noch weiter aus und schreibe währenddessen bei der BERLIN-CHEMIE AG meine Bachelorarbeit, für die ich im Vorfeld ein Praktikum bei der Herstellung absolviert habe.

Wieso haben Sie sich dazu entschieden, nach Ihrem ersten Einsatz bei BERLIN-CHEMIE weiter im Unternehmen zu bleiben? Welche Gründe haben Sie dazu bewegt, Ihre Tätigkeiten bei uns in unterschiedlichen Fachbereichen zu absolvieren?

Die Entscheidung, weiter bei BERLIN-CHEMIE zu bleiben, war leicht: Der Kontakt mit allen Kollegen problemlos, das Industriefeld interessierte mich, ich wollte das Unternehmen besser kennenlernen und mir gefällt das Arbeitsumfeld. Der Hauptgrund, verschiedene Fachbereiche kennenlernen zu wollen, liegt darin, dass mich ein Überblick über bereichsübergreifende Prozesse und Strukturen sehr interessiert und so ein besseres Verständnis zur eigenen Arbeit zu erlangen. Dieses Verständnis wirkt sich dann natürlich auch auf die Lernkurve verschiedener neuer Prozesse und Arbeitsschritte aus. Außerdem hatte ich so die Möglichkeit, weitere Kollegen aus verschiedenen Fachabteilungen kennenlernen zu dürfen.

Was macht das Besondere bei BERLIN-CHEMIE aus? 

Mir ist die Flexibilität in Bezug auf Arbeitszeit und andere Themenbereiche positiv aufgefallen. Durch diese Flexibilität und die Unterstützung meines Chefs und der Personalabteilung war es mir möglich, trotz Bachelorpraktikum bei BERLIN-CHEMIE meine Tätigkeit bei A. Menarini Research and Business GmbH weiterzuführen. Ein weiterer Pluspunkt für BERLIN-CHEMIE sind die Kollegen. Bei Fragen oder Problemen findet man stets ein offenes Ohr und die Hierarchien, die in dem Unternehmen herrschen, wirken dadurch sehr flach.

Wie finden Sie die Betreuung bei BERLIN-CHEMIE im Allgemeinen? 

Wie bereits angesprochen ist es mir bisher in jedem Team leicht gefallen, einen guten Anschluss an meine Kollegen zu finden. Das Klima ist sehr angenehm, freundlich und offen. Diese Eigenschaften beschreiben auch die Betreuung sehr gut. Schulungen werden oft von verschiedenen Teammitgliedern durchgeführt, sodass man bereits zum Anfang die Möglichkeit hat, jeden kennenzulernen. Zudem ändern sich die Aufgaben über die Zeit, die man in einer Abteilung verbringt. Neue, verantwortungsvollere Aufgaben kommen hinzu und andere entfallen durch Umstrukturierungen von Prozessen – das ist spannend!

Sie haben bei BERLIN-CHEMIE bereits zwei Praktika absolviert. Können Sie uns etwas über die Praktika erzählen. 

Beide meine Praktika absolvierte ich im Zuge meines Studiums bei BERLIN-CHEMIE. Wie eingangs beschrieben, fand das Erste in der Abteilung Logistik und das Zweite in der Herstellung statt. In der Logistik hatte ich beispielsweise das Buchen von Warenbewegungen oder die Unterstützung bei der Warenbereitstellung zur Aufgabe, war aber auch unterstützend bei der Umstrukturierung des Lagers tätig. In dem Praktikum, welches vorbereitend auf meine Bachelorarbeit durchgeführt wurde, waren die Aufgaben sehr unterschiedlich zum Vorherigen. Vorrangig führte ich Interviews mit verschiedenen Fachabteilungen und führte Recherchearbeiten für die geplante Bachelorarbeit durch. In dem ersten Praktikum konnte ich Wissen aus meinem Studium anwenden, das hat mir gut gefallen, da ich nun nicht nur die Theorie kannte, sondern diese auch mit praktischem Wissen hinterlegen konnte. Im zweiten Praktikum gefiel mir vor allem die Interviews zu führen, da ich dort weiter für mich neue Prozesse kennenlernen konnte, die ich mit mir bekannten Aufgaben verknüpfen konnte. Allerdings waren die Interviews auch herausfordernd: Anfangs war die Kommunikation gehemmt, da ich die meisten Interviewpartner noch nicht kannte und ich Fragen unverständlich formuliert hatte. Dank des Praktikums in der Logistik hatte ich auch die Möglichkeit, den Standort Großbeeren kennenzulernen und Kontakt mit Kollegen zu knüpfen, die man in Adlershof nur selten sieht.

Gibt es noch ein spannendes Projekt aus den letzten Praktika, an das Sie sich erinnern können? Erzählen Sie uns davon.

In meinem ersten Praktikum schrieb ich eine Arbeit zur Umsetzung des Werkverkehrs mit Hilfe alternativer Antriebstechnologien. Ziel war festzustellen, ob sich eine solche Umstellung lohnen könnte und überhaupt umsetzbar wäre. Bei diesem Ziel gab es viele Aufgaben zu bearbeiten, wie z.B. Voraussetzungen für den Transport pharmazeutischer Mittel, maximale Reichweite von E-LKW’s, Verstehen des Transportplans für den Werkverkehr der BERLIN-CHEMIE AG, Stellen von Anfragen bei LKW-Herstellern usw. Auch wenn ich es bestimmt nicht geschafft habe, alle wichtigen Aspekte zu berücksichtigen, war es unglaublich spannend und aufregend, viele dieser für mich, neuen Aufgaben anzugehen und zu lösen.

Erzählen Sie uns von Ihrer Werkstudententätigkeit. 

Die Tätigkeit, die ich am längsten durchgeführt habe, ist die Werkstudententätigkeit im Master Data Management. Hier geht es vor allem um die systemseitige Erstellung und Pflege von Eigenschaften der Rohstoffe, Verpackungsmittel, Bulkware und Fertigprodukte. Die Aufgaben sind hier sehr vielseitig, von der Erstellung von Stücklisten und Herstellungsverfahren im ERP-System, dem Ausmerzen von im ERP-System stehenden Fehlern (z.B. falscher Gewichte) bis zum Organisieren von Formularumläufen und weiteren Aufgaben. Toll ist auch, dass man mit verschiedenen Systemen arbeiten kann, über Zeit mehr Verantwortung bekommt und sich die Aufgaben ändern. Die sich ändernden Aufgaben, also das Erlernen neuer Prozesse natürlich auch herausfordernd und benötigen Zeit und Wiederholung, um gemeistert zu werden. Meiner Meinung überwiegt die Bestätigung durch mehr Verantwortung und die Freude am Neuen allerdings die Anstrengung, die man dafür unternommen werden muss.

Konnten Sie während Ihrer Werkstudententätigkeit Ihre in dem Studium erworbenen theoretischen Kenntnisse in der Praxis anwenden?

Hier kann ich klar in zwei Kategorien unterteilen. In der ersten Kategorie sind Module wie z.B. Transportlogistik und Materialflussmanagement, die aufgrund des Unterschieds meines Studiengangs (Logistik) zu meiner Werkstudententätigkeit gar keine Berührungspunkte haben und somit nicht hilfreich sind. Die Module der zweiten Kategorie konnten mir zumindest Grundlagen zum Umgang mit bestimmten Systemen oder Arbeitsvorgängen vermitteln. Hilfreich waren z.B. ERP 1 & 2 sowie Datenbanken beim Umgang mit verschiedenen Systemen und Datenbankabfragen, aber auch zum Bilden von Verständnis zu Begriffen wie Datenkonsistenz und Kohärenz, das Modul Statistik war hilfreich beim Erstellen von Tabellen und Statistiken und Informatik 1 und 2 haben geholfen, Excel-Funktionen kennenzulernen und diese während der Werkstudententätigkeit auch anwenden zu können.

Welche Einsatztätigkeit hat Ihnen bei BERLIN-CHEMIE am besten gefallen und warum?

Am besten hat mir die Arbeit im Master Data Management gefallen. Hier hatte ich die meiste Zeit, neue Prozesse und Arbeitsvorgänge kennenzulernen. Auch, dass ich die Möglichkeit hatte, sich von meinem Studium unterscheidende neue Inhalte kennenzulernen, habe ich sehr genossen. Am meisten aber hat die Zusammenarbeit mit dem Team Spaß gemacht. Zwar war der Zusammenhalt bei jeder Tätigkeit bei BERLIN-CHEMIE groß und ich hatte überall Freude, hier hatte ich jedoch die meiste Zeit, mit dem Team zusammen zu wachsen und ein gutes Verhältnis aufzubauen.

Können Sie sich eine berufliche Zukunft bei BERLIN-CHEMIE vorstellen? Wie geht es nach dem Studium für Sie weiter?

Da ich hier bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht habe, kann ich mir definitiv vorstellen, später bei BERLIN-CHEMIE zu arbeiten und eventuell noch weitere Bereiche kennenzulernen. Auch die Möglichkeit, bei Menarini im Ausland zu arbeiten, ist sehr verlockend. Nach dem Bachelor werde ich einen Master im Bereich Logistics and Supply Chain Management absolvieren, wohin es mich danach treibt, weiß ich noch nicht.

Wenn Sie auf Ihre Erfahrungen bei BERLIN-CHEMIE zurückblicken, welche Tipps würden Sie zukünftigen Bewerbern mit auf den Weg geben?

BERLIN-CHEMIE ist ein Unternehmen mit vielen Facetten, welches für jeden, der nicht völlig an der Pharmaindustrie uninteressiert ist, spannende Bereiche zu bieten hat. Auch wenn Bewerbungsprozesse und Gespräche immer aufregend sind, braucht man sich hier keine Sorgen zu machen. Kommuniziert im Gespräch offen und ehrlich eure Ziele und Wünsche und es lassen sich Lösungen finden. Habt keine Angst, Fragen zu stellen, diese werden euch ohne schiefes Hingucken beantwortet werden. Und zuletzt: Genießt eure Zeit bei BERLIN-CHEMIE!

Maike Günther , Werkstudentin Personalabteilung

„Meine Erwartungen an das Praktikum wurden übertroffen.“


Hallo Frau Günther, stellen Sie sich gerne kurz vor und erzählen Sie uns, warum Sie sich für eine Tätigkeit bei BERLIN-CHEMIE entschieden haben?

Gerne, mein Name ist Maike Günther, ich bin 27 Jahre alt und studiere BWL an der HTW Berlin. Auf der Suche nach einem Praktikum habe ich mich bei mehreren Unternehmen beworben. BERLIN-CHEMIE überzeugte mich durch die aktuellen Projekte mit sehr interessanten Aufgaben.

Wieso haben Sie sich dazu entschlossen, nach Ihrem Praktikum weiter in unserem Unternehmen zu bleiben?

Die Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht, weil sie sehr abwechslungsreich war. Meine Erwartungen an das Praktikum wurden übertroffen, denn der Einblick, den ich erhielt, war weitaus umfassender, als ich erwartet hatte. Ich konnte während meines Praktikums in beinahe allen Aufgabenbereichen der Personalentwicklung mitarbeiten und anspruchsvolle Aufgaben übernehmen. Im Unterschied zu meinen Erfahrungen in anderen Unternehmen, in denen ich viele Routinearbeiten erledigte, gab es hier sehr wenig Routineaufgaben, dafür vielfältige Aufgaben und spannende Projekte. Außerdem stimmte die Chemie mit dem Team der Personalentwicklung, in dem ich mich von Anfang an sehr wohl gefühlt habe.

Was macht das Besondere bei BERLIN-CHEMIE aus? 

Bei BERLIN-CHEMIE findet eine stetige Weiterentwicklung statt – sowohl die Weiterentwicklung des Unternehmens durch Projekte als auch der Mitarbeiter. Die Aufgaben sind vielfältig, man erhält die Möglichkeit, in spannenden Projekten mitzuarbeiten und seine Ideen mit einzubringen. Die Mitarbeiter der BERLIN-CHEMIE sind aufgeschlossen und von jung bis alt vertreten. Das Unternehmen bietet ihren Mitarbeitern neben Weiterbildungen ein Betriebsrestaurant und eine Cafeteria mit einem umfangreichen leckeren Speisenangebot. Wer mit dem Auto kommt, kann auf den Mitarbeiterparkplatz parken. Zeiterfassung und Gleitzeit lassen Arbeit, Uni und Freizeit gut vereinen.

Wie finden Sie die Betreuung bei BERLIN-CHEMIE im Allgemeinen? Gibt es etwas, was Ihnen besonders gut gefällt oder womit Sie nicht gerechnet hätten?

Mein Team hat mich schnell integriert. Gemeinsame Mittagspausen haben es mir ermöglicht, Anschluss zu finden und die Kollegen besser kennenzulernen. Ich habe mich sehr schnell als vollständiges Teammitglied gefühlt.

Sie haben bei BERLIN-CHEMIE bereits ein Praktikum absolviert. Können Sie uns etwas über das Praktikum erzählen. 

Mein Praktikum habe ich in der Personalentwicklung absolviert. Während des Praktikums hatte ich die Möglichkeit, in beinahe allen Aufgabenbereichen der Personalentwicklung mitzuarbeiten. Meine Aufgabenschwerpunkte waren:

  • Unterstützung bei der Trainingsorganisation
  • Erstellung von Fortbildungsverträgen
  • Auswertung und Support bei den Zielvereinbarungs- und Mitarbeitergespräche
  • Recherchetätigkeiten
  • Mitarbeit in verschiedenen aktuellen Projekten

Besonders viel Spaß hat mir die Mitarbeit in den Projekten sowie die Trainingsorganisation bereitet. Die ersten Wochen der Einarbeitung waren für mich herausfordernd, da es seine Zeit braucht, sich in die Struktur eines Unternehmens mit über 5000 Mitarbeitern sowie die vielfältigen neuen Aufgaben einzuarbeiten. Das Kennenlernen der Kollegen der Personalabteilung gestaltete sich aufgrund von Corona nicht einfach, da der Großteil im Homeoffice arbeitet.

Erzählen Sie uns von Ihrer Werkstudententätigkeit. 

Auch in meiner Werkstudententätigkeit arbeite ich in der Personalentwicklung. Meine Aufgaben sind weiterhin so vielfältig wie während meines Praktikums. Jetzt, wo feststeht, dass ich länger als 4 Monate hier arbeite, habe ich eigene Aufgaben übernommen, die ich selbstständig bearbeitet, wie zum Beispiel die Organisation von zwei Trainings.

Konnten Sie während Ihrer Werkstudententätigkeit Ihre in dem Studium erworbenen theoretischen Kenntnisse in der Praxis anwenden?

Ja, vor allem die theoretischen Kenntnisse aus meiner Vertiefung Personal & Organisation. Diese haben es mir erleichtert, Prozesse und Hintergründe besser nachvollziehen zu können. Meine Erfahrungen und Kenntnisse aus meiner Ausbildung und mehrere Jahre im Berufsleben haben mir sehr geholfen, mich schnell einarbeiten zu können.

Können Sie sich eine berufliche Zukunft bei BERLIN-CHEMIE vorstellen? Haben Sie schon eine Idee, wie es nach Ihrem Studium für Sie weitergeht?

Ja definitiv! Mein Wunsch ist es, nächstes Jahr meine Bachelorarbeit bei BERLIN-CHEMIE zu schreiben. Gerne würde ich nach dem Studium weiter im Personalbereich bei BERLIN-CHEMIE arbeiten.

Wenn Sie auf Ihre bisherigen Erfahrungen bei BERLIN-CHEMIE zurückblicken, welche Tipps würden Sie zukünftigen Bewerbern mit auf den Weg geben?

Wenn es keine passende Stellenbeschreibung gibt, bewerbt Euch wie ich initiativ. BERLIN-CHEMIE arbeitet an vielen innovativen Projekten, in denen man sich mit seinen Ideen einbringen kann.

Timm Batschke , Bachelorand Herstellung

„Die Kollegen und das jeweilige Führungspersonal bilden eine Gemeinschaft, die zum Erfolg des Unternehmens beitragen.“

Timm Batschke , Bachelorand Herstellung

„Die Kollegen und das jeweilige Führungspersonal bilden eine Gemeinschaft, die zum Erfolg des Unternehmens beitragen.“


Hallo Herr Batschke, seit wann sind Sie im Unternehmen und welche Tätigkeiten haben Sie bei uns bereits ausgeübt bzw. gehen Sie im Moment nach?

Ich bin seit einigen Jahren bei BERLIN-CHEMIE. Vor meinem Studium habe ich im Unternehmen eine Ausbildung zum Pharmakanten erfolgreich abgeschlossen. Im Anschluss an meine Berufsausbildung wurde ich im Herstellungsbereich der Granulierung eingesetzt und konnte die ersten Erfahrungen des Berufsalltags sammeln. Da ich mich für die technische Seite der Herstellung von Arzneimittel sehr interessierte, entschied ich mich für das Bachelorstudium. In diesem befinde ich mich aktuell in den letzten Schritten. Hierzu zählen die 12-wöchige Praxisphase sowie die Abschlussarbeit.

Wieso haben Sie sich dazu entschieden, nach Ihrem ersten Einsatz bei BERLIN-CHEMIE weiter im Unternehmen zu bleiben?

In erster Linie wollte ich zurück in das Team. Zudem hat es mir sehr geholfen, dass mir die Prozessabläufe durch die Ausbildung bekannt waren. Hierdurch war es mir möglich, komplexe Zusammenhänge zu verstehen und einen Ansprechpartner bei benötigter Hilfe zu finden.

Was macht das Besondere bei BERLIN-CHEMIE aus? Was macht BERLIN-CHEMIE zum attraktiven Arbeitgeber für Sie?

BERLIN-CHEMIE ist ein sehr familiärer Betrieb. Die Kollegen und das jeweilige Führungspersonal bilden eine Gemeinschaft, die zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Der Zusammenhalt zwischen den Kollegen ist einzigartig. Wenn es Probleme im Herstellungsprozess gibt oder eine helfende Hand benötigt wird, ist auf jeden Verlass.

Wie finden Sie die Betreuung bei BERLIN-CHEMIE im Allgemeinen?

Die Betreuung war jederzeit tadellos. Selbst im stressigen Arbeitsalltag der Kollegen hatte jeder ein „offenes Ohr“ für mich und hat versucht, mir weiter zu helfen. Die Offenheit der Kollegen ist mir besonders aufgefallen. Egal in welcher Situation.

Sie haben bei BERLIN-CHEMIE bereits ein Praktikum absolviert. Können Sie uns etwas über das Praktikum erzählen. 

Das Ziel des Praktikums war es, die ersten Arbeitsschritte nach dem Studium kennenzulernen. Im Rahmen der Praxisphase/Praktikum durfte ich im Bereich der Granulierung des Herstellungsbereichs Britz, die verschiedenen Durchflussmesser erfassen und diese Charakterisieren. Hierzu erfolgte die Anfertigung eines Berichts.

Gibt es noch ein spannendes Projekt aus dem Praktikum, an das Sie sich erinnern können? Erzählen Sie uns davon.

Um die Durchflussmesser auf die korrekte Messung zu überprüfen, organisierte und betreute ich ein durch eine externe Firma durchgeführten FlowWalkdown. Dabei überprüfte der Hersteller die Messtechnik und gab verschiedene Vorschläge zur Verbesserung.

Erzählen Sie uns von Ihrer Abschlussarbeit. 

Meine Abschlussarbeit werde ich auch im Herstellungsbereich Britz in der Abteilung Granulierung anfertigen. Ziel der Arbeit ist es, eine Optimierung der Durchflussmesstechnik zu erzielen. Im Zuge der Arbeit wird erörtert, ob ein Austausch oder eine Veränderung der aktuell in Verwendung befindlichen Messtechnik zur Verbesserung führt.

Können Sie sich eine berufliche Zukunft bei BERLIN-CHEMIE vorstellen? Wie geht es nach dem Studium für Sie weiter?

Hierauf gibt es nur eine Antwort: „Ja“. Nach meinem Bachelorstudium werde ich das Studium fortsetzen und den Masterabschluss anstreben. Für die Zeit des Studiums hoffe ich sehr, dass ich weiterhin als Werkstudent angestellt werde und praxisnah mein Wissen anwenden kann.

Wenn Sie auf Ihre Erfahrungen bei BERLIN-CHEMIE zurückblicken, welche Tipps würden Sie zukünftigen Bewerbern mit auf den Weg geben?

Auch wenn Ihr euch unsicher sein solltet, sendet eine Bewerbung ein. Durch die Vielzahl der Möglichkeiten, die es im Unternehmen gibt, ist für jeden der Weg offen.

Aycan Canikli , Sachbearbeiterin International

„Ich fand es immer nett, mit anderen Azubis Erfahrungen auszutauschen.“

Timm Batschke , Bachelorand Herstellung

„Die Kollegen und das jeweilige Führungspersonal bilden eine Gemeinschaft, die zum Erfolg des Unternehmens beitragen.“


Hallo Herr Batschke, seit wann sind Sie im Unternehmen und welche Tätigkeiten haben Sie bei uns bereits ausgeübt bzw. gehen Sie im Moment nach?

Ich bin seit einigen Jahren bei BERLIN-CHEMIE. Vor meinem Studium habe ich im Unternehmen eine Ausbildung zum Pharmakanten erfolgreich abgeschlossen. Im Anschluss an meine Berufsausbildung wurde ich im Herstellungsbereich der Granulierung eingesetzt und konnte die ersten Erfahrungen des Berufsalltags sammeln. Da ich mich für die technische Seite der Herstellung von Arzneimittel sehr interessierte, entschied ich mich für das Bachelorstudium. In diesem befinde ich mich aktuell in den letzten Schritten. Hierzu zählen die 12-wöchige Praxisphase sowie die Abschlussarbeit.

Wieso haben Sie sich dazu entschieden, nach Ihrem ersten Einsatz bei BERLIN-CHEMIE weiter im Unternehmen zu bleiben?

In erster Linie wollte ich zurück in das Team. Zudem hat es mir sehr geholfen, dass mir die Prozessabläufe durch die Ausbildung bekannt waren. Hierdurch war es mir möglich, komplexe Zusammenhänge zu verstehen und einen Ansprechpartner bei benötigter Hilfe zu finden.

Was macht das Besondere bei BERLIN-CHEMIE aus? Was macht BERLIN-CHEMIE zum attraktiven Arbeitgeber für Sie?

BERLIN-CHEMIE ist ein sehr familiärer Betrieb. Die Kollegen und das jeweilige Führungspersonal bilden eine Gemeinschaft, die zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Der Zusammenhalt zwischen den Kollegen ist einzigartig. Wenn es Probleme im Herstellungsprozess gibt oder eine helfende Hand benötigt wird, ist auf jeden Verlass.

Wie finden Sie die Betreuung bei BERLIN-CHEMIE im Allgemeinen?

Die Betreuung war jederzeit tadellos. Selbst im stressigen Arbeitsalltag der Kollegen hatte jeder ein „offenes Ohr“ für mich und hat versucht, mir weiter zu helfen. Die Offenheit der Kollegen ist mir besonders aufgefallen. Egal in welcher Situation.

Sie haben bei BERLIN-CHEMIE bereits ein Praktikum absolviert. Können Sie uns etwas über das Praktikum erzählen. 

Das Ziel des Praktikums war es, die ersten Arbeitsschritte nach dem Studium kennenzulernen. Im Rahmen der Praxisphase/Praktikum durfte ich im Bereich der Granulierung des Herstellungsbereichs Britz, die verschiedenen Durchflussmesser erfassen und diese Charakterisieren. Hierzu erfolgte die Anfertigung eines Berichts.

Gibt es noch ein spannendes Projekt aus dem Praktikum, an das Sie sich erinnern können? Erzählen Sie uns davon.

Um die Durchflussmesser auf die korrekte Messung zu überprüfen, organisierte und betreute ich ein durch eine externe Firma durchgeführten FlowWalkdown. Dabei überprüfte der Hersteller die Messtechnik und gab verschiedene Vorschläge zur Verbesserung.

Erzählen Sie uns von Ihrer Abschlussarbeit. 

Meine Abschlussarbeit werde ich auch im Herstellungsbereich Britz in der Abteilung Granulierung anfertigen. Ziel der Arbeit ist es, eine Optimierung der Durchflussmesstechnik zu erzielen. Im Zuge der Arbeit wird erörtert, ob ein Austausch oder eine Veränderung der aktuell in Verwendung befindlichen Messtechnik zur Verbesserung führt.

Können Sie sich eine berufliche Zukunft bei BERLIN-CHEMIE vorstellen? Wie geht es nach dem Studium für Sie weiter?

Hierauf gibt es nur eine Antwort: „Ja“. Nach meinem Bachelorstudium werde ich das Studium fortsetzen und den Masterabschluss anstreben. Für die Zeit des Studiums hoffe ich sehr, dass ich weiterhin als Werkstudent angestellt werde und praxisnah mein Wissen anwenden kann.

Wenn Sie auf Ihre Erfahrungen bei BERLIN-CHEMIE zurückblicken, welche Tipps würden Sie zukünftigen Bewerbern mit auf den Weg geben?

Auch wenn Ihr euch unsicher sein solltet, sendet eine Bewerbung ein. Durch die Vielzahl der Möglichkeiten, die es im Unternehmen gibt, ist für jeden der Weg offen.

Philip Thiele , Auszubildender zum Mechatroniker

„Es wird einem alles Schritt für Schritt erklärt.“

Berenice Franz , Auszubildende zur Industriekauffrau

„BERLIN-CHEMIE bietet mir viele Perspektiven und Möglichkeiten.“

Berenice Franz , Auszubildende zur Industriekauffrau

„BERLIN-CHEMIE bietet mir viele Perspektiven und Möglichkeiten.“


Frau Franz, Sie sind gerade im zweiten Ausbildungsjahr zur Industriekauffrau. Welche Vorteile bringt es, eine Ausbildung in einem Unternehmen wie BERLIN-CHEMIE zu machen?

Es gibt hier sehr viele unterschiedliche Abteilungen. Man hat die Möglichkeit, ganz viel kennenzulernen und einen kompletten Einblick in das Unternehmen zu bekommen. Außerdem finde ich Pharmazie spannend und denke, man sollte sich dafür interessieren, wie das eigene Unternehmen arbeitet, damit man auch selbst dahintersteht.

Sie lernen als Auszubildende alle zwei Monate eine neue Abteilung kennen und arbeiten zurzeit am Standort Britz in der Herstellung. Was macht eine angehende Industriekauffrau dort?

Ich bin natürlich selbst nicht an der eigentlichen Herstellung beteiligt. Ich arbeite im Büro und unterstütze die Kollegen dort mit der Bearbeitung der Unterlagen. Ich kontrolliere zum Beispiel Chargen-Protokolle, erledige Bestellungen und nehme Anrufe entgegen. Eigentlich recht flexibel, je nachdem was anfällt.

Was sind denn Chargen-Protokolle?

Das sind Protokolle, die alle Arbeitsschritte und Anweisungen über den gesamten Produktionsprozess für die Mitarbeiter in der Herstellung dokumentieren. Dabei müssen strenge Richtlinien beachtet werden. Und falls kleinste Abweichungen entstehen, müssen diese durch den zuständigen Pharmaleiter abgezeichnet werden. Meine Aufgabe ist es, vorab zu prüfen, ob diese Protokolle plausibel und vollständig sind.

Wenn Sie im zweiten Ausbildungsjahr sind, haben Sie schon einige Abteilungen bei BERLIN-CHEMIE gesehen, oder?

Ja, ein paar. (lacht) Ich bin erst ein knappes Jahr hier. Ich habe ursprünglich in einer anderen Firma angefangen und mich nach einem Jahr entschieden zu wechseln.

Wie kam es dazu?

Ich habe in der Tochterfirma eines großen Konzerns angefangen, einer kleinen Zweigstelle mit wenigen Mitarbeitern. Dort habe ich das ganze erste Jahr in der Buchhaltung gearbeitet. Es bestand leider keine Möglichkeit mehrere ausbildungsrelevante Abteilungen kennenzulernen, sondern lediglich das Angebot, innerhalb von Seminaren, einen kurzen Einblick in die fehlenden Aufgabenbereiche, zu erhalten. Ich bin allerdings der Auffassung, dass ein Seminar von einer Woche die Fertigkeiten in der Praxis nicht komplett vermitteln kann. Eine Freundin von mir hat bei BERLIN-CHEMIE eine Ausbildung gemacht und immer sehr viel Positives berichtet. Darum habe ich mich entschieden, das Unternehmen zu wechseln, um weitere Abteilungen kennenzulernen. Da ich schon eine grobe Vorstellung habe, wo ich später vielleicht einmal arbeiten möchte, finde ich es umso wichtiger diese Abteilung auch kennengelernt zu haben. Um zu gucken, ob das wirklich zu mir passt.

Welche Richtung ist das?

Mich interessiert im Moment besonders das Personalwesen. Ich bin gespannt, ob sich das dann auch bestätigt und es mir gefällt.

Was interessiert Sie daran?

Ich denke, dass man dort viel Kontakt zu unterschiedlichen Menschen hat. Außerdem glaube ich, dass ich eine gute Menschenkenntnis habe, die im Personalwesen sicherlich hilfreich wäre.

Welche Abteilungen haben Sie bisher kennen gelernt?

Als erstes war ich im kleinen Lager und der Warenannahme hier in Adlershof. Und später dann im großen Lager in Großbeeren. Danach war ich in der Herstellung, wo die Fertigerzeugnisse für den Verkauf in die verschiedenen Länder zusammengeführt und verpackt werden. Als nächstes in der Materialwirtschaft für Verpackung. Jetzt bin ich in Britz und anschließend kommen das Personalwesen, die Buchhaltung und eventuell noch der zentrale Einkauf oder der Vertrieb.

Wonach werden die Abteilungen, in denen Sie sind, ausgewählt?

Es gibt grundsätzlich einen Ausbildungsrahmenplan für die verschiedenen Lehrjahre, an dem sich die Ausbildung orientiert, und Pflichtabteilungen, die man auf jeden Fall durchläuft.

Und wie eigenständig arbeiten Sie in den unterschiedlichen Abteilungen?

Es gibt eigentlich in jeder Abteilung Aufgaben, die ich als Auszubildende zugeteilt bekomme und die ich alleine lösen und bewerkstelligen kann. Trotzdem ist natürlich bei Fragen immer jemand da. Nach und nach werden die Aufgaben dann immer komplexer. Ich finde besonders Eigenständigkeit als Azubi wichtig, damit ich nicht so oft fragen muss, was zu tun ist. Daher versuche ich, auch selbstständig Aufgaben zu finden.

Parallel zur Ausbildung im Betrieb haben Sie auch Berufsschule. Wie oft sind Sie dort?

Zwei Mal pro Woche. In der Berufsschule habe ich im Grunde drei Hauptfächer: industrielle Geschäftsprozesse, Rechnungswesen und Sozial- und Wirtschafskunde.

Sie schließen Ihre Ausbildung im kommenden Jahr ab. Wissen Sie schon, wie die Chancen anschließend für eine Übernahme stehen?

Nach der Ausbildung wird man für ein Jahr übernommen. Danach wird generell nach Möglichkeiten geschaut, die ausgelernten Azubis im Unternehmen weiterhin unterzubringen.

Würden Sie denn auch bleiben wollen?

Ja, auf jeden Fall.

Was mögen Sie besonders an BERLIN-CHEMIE?

BERLIN-CHEMIE als großes Unternehmen bietet mir viele Perspektiven und Möglichkeiten, Neues kennenzulernen, mich weiterzuentwickeln und weiterzubilden. Für mich war es auf jeden Fall die richtige Entscheidung, den Ausbildungsbetrieb zu wechseln.

Jonas Engelke , Auszubildender zum Pharmakant

„Meine Arbeit erfordert Teamgeist und Kommunikation.“

Jonas Engelke , Auszubildender zum Pharmakant

„Meine Arbeit erfordert Teamgeist und Kommunikation.“


Herr Engelke, wie sind Sie eigentlich auf die Idee gekommen, Pharmakant zu werden?

Nach dem Abitur habe ich Zivildienst im Krankenhaus gemacht. Da hat mich immer interessiert, wie Medikamente hergestellt werden. Zu schauen, wie etwas produziert wird, das Menschen hilft zu überleben. Dann gab es verschiedene Möglichkeiten: entweder ein Studium oder eine Ausbildung. Ich habe mich für die Industrie entschieden. Weil ich gerne das Praktische und die Industrie kennenlernen wollte.

Kannten Sie BERLIN-CHEMIE vor Ihrer Ausbildung schon?

Ja. Ich hatte mich informiert, welche Betriebe es gibt und gehört, dass BERLIN-CHEMIE einer der größeren Betriebe mit langer Tradition ist. Da habe ich mich einfach beworben

Zurzeit arbeiten Sie in der Verpackung. Was machen Sie da genau?

In der Abteilung finden alle Verpackungsvorgänge des eigentlichen Produktes statt. Speziell geht es um die Tabletten, die in Britz hergestellt und dann nach Adlershof geliefert werden. Hier werden die Tabletten dann erst in Blister verpackt und die kommen dann wiederum in die eigentliche Schachtel.

Sie wechseln während der Ausbildung regelmäßig die Abteilung. Welche Bereiche haben Sie schon kennengelernt?

Ich war bereits in der Dispensation. Dort werden alle Rohstoffe, die für ein Arzneimittel benötigt werden, ausgewogen. Wirkstoff und Hilfsstoffe wie Füll- und Farbstoffe werden alle extra ausgewogen und für die Weiterverarbeitung bereitgestellt. Außerdem war ich in der Granulierung. Das gehört, wie die Dispensation, zum Produktionsbereich in Britz. Dort werden die Rohstoffe für die Tablettenproduktion auf eine bestimmte Art und Weise vermengt, damit sie geeignete Eigenschaften zur Weiterverarbeitung, wie zum Beispiel eine gewisse Festigkeit bekommen, um sie später besser pressen zu können.

Wie lange dauert es, bis Sie in einer neuen Abteilung richtig mitarbeiten können?

Das ist ganz unterschiedlich. Es hängt von den Aufgaben ab und davon, wie umfassend sie sind. Gewisse Aufgaben können ein bisschen monotoner sein. Da hat man den Dreh nach zwei, drei Wochen raus. In anderen Abteilungen sind die Aufgaben umfangreicher und komplizierter. Dann braucht man mehr Zeit.

Findet die gesamte Ausbildung direkt bei BERLIN-CHEMIE statt?

Zu unserer Ausbildung gehören ein betrieblicher Teil bei BERLIN-CHEMIE und ein praktischer Teil, für den wir ins Berufsbildungszentrum, ins BBZ gehen. Da lernen wir alle Vorgänge zum Herstellen von Arzneimitteln in klein. Wir stellen Tabletten in kleinerem Maßstab her, Salben und Zäpfchen. Im BBZ werden die praktischen Prüfungsinhalte vermittelt.

Wie oft sind Sie im BBZ?

Das ist unterschiedlich. Wir waren zunächst fast das komplette erste Jahr im BBZ. Dann kam unsere Betriebsphase, die fünf bis sechs Monate dauerte, in denen wir in verschiedenen Abteilungen waren. Anschließend wechselte es dann zwischen BBZ und BERLIN-CHEMIE. Die drei Monate vor der Zwischenprüfung waren wir zum Beispiel im BBZ.

Und die Berufsschule kommt auch noch hinzu, oder?

In diesem Ausbildungsjahr bin ich einen Tag pro Woche in der Berufsschule.

Wie war denn die Umstellung vom BBZ zur richtigen Produktion im Betrieb?

Das ist schon ein krasser Unterschied. Im BBZ habe ich meine Geräte und stelle alles im kleinen Maßstab her. Das mache ich alleine und bin nicht so sehr auf ein Team angewiesen. Im Betrieb muss ich mit meinen Kollegen zusammenarbeiten, sonst funktioniert der Prozess nicht. Das erfordert Teamgeist und Kommunikation. Hier hängt es an der Gruppe, im BBZ mache ich alles für mich alleine.

Mit wie vielen Kollegen arbeiten Sie direkt zusammen?

Hier in der Verpackung gibt es verschiedene Verpackungslinien. Am Anfang wird das Produkt eingefüllt und durchläuft verschiedene Stationen, bis es als fertige Schachtel im Karton landet. Für jede Linie sind meist zwei bis drei Mitarbeiter pro Schicht zuständig. Als Pharmakanten beaufsichtigen wir die Maschinen.

Und wenn mit der Maschine etwas wäre, würden Sie schauen, dass sie wieder zum Laufen kommt?

Das kommt drauf an. Ich lerne als Pharmakant, wie man Prozesse überwacht, aber nicht die Maschinen zu reparieren. Das wäre dann Aufgabe der Mechatroniker, die dort als Einrichter arbeiten. Das heißt aber nicht, dass wir nichts an den Maschinen machen können. Kleinere Reparaturen zu übernehmen oder bestimmte Dinge wieder zum Laufen zu bringen, das können wir auch.

In der Berufsschule lernen Sie die Theorie hinter all dem. Welche Fächer stehen auf Ihrem Stundenplan?

Das ändert sich von Lehrjahr zu Lehrjahr. Im ersten hatten wir Physik, Informatik, Chemie, technische Mathematik, Sozialkunde und pharmazeutische Technologie. Jetzt gerade habe ich technische Mathematik, Sozialkunde und pharmazeutische Technologie. Wobei pharmazeutische Technologie das wichtigste Fach ist. Da geht es darum, wie etwas hergestellt wird, welche Stoffe wie kombiniert werden müssen, welche Wirkstoffe gefährlich sind und wie der Körper darauf reagiert. Aber auch welche Verpackung man wählen muss, um die Stoffe vor Temperatur und Licht zu schützen.

Was ist es, das BERLIN-CHEMIE für Sie als Unternehmen besonders macht?

Es ist zwar ein großes Unternehmen, aber dabei nicht anonym. Ich lerne eine Menge und merke immer wieder, dass Tradition hier einen ziemlich großen Wert hat.

Marcel Klusmann , Auszubildender zum Pharmakant

„Pharmakant ist ein Beruf mit Zukunft.“

Jonas Engelke , Auszubildender zum Pharmakant

„Meine Arbeit erfordert Teamgeist und Kommunikation.“


Herr Engelke, wie sind Sie eigentlich auf die Idee gekommen, Pharmakant zu werden?

Nach dem Abitur habe ich Zivildienst im Krankenhaus gemacht. Da hat mich immer interessiert, wie Medikamente hergestellt werden. Zu schauen, wie etwas produziert wird, das Menschen hilft zu überleben. Dann gab es verschiedene Möglichkeiten: entweder ein Studium oder eine Ausbildung. Ich habe mich für die Industrie entschieden. Weil ich gerne das Praktische und die Industrie kennenlernen wollte.

Kannten Sie BERLIN-CHEMIE vor Ihrer Ausbildung schon?

Ja. Ich hatte mich informiert, welche Betriebe es gibt und gehört, dass BERLIN-CHEMIE einer der größeren Betriebe mit langer Tradition ist. Da habe ich mich einfach beworben

Zurzeit arbeiten Sie in der Verpackung. Was machen Sie da genau?

In der Abteilung finden alle Verpackungsvorgänge des eigentlichen Produktes statt. Speziell geht es um die Tabletten, die in Britz hergestellt und dann nach Adlershof geliefert werden. Hier werden die Tabletten dann erst in Blister verpackt und die kommen dann wiederum in die eigentliche Schachtel.

Sie wechseln während der Ausbildung regelmäßig die Abteilung. Welche Bereiche haben Sie schon kennengelernt?

Ich war bereits in der Dispensation. Dort werden alle Rohstoffe, die für ein Arzneimittel benötigt werden, ausgewogen. Wirkstoff und Hilfsstoffe wie Füll- und Farbstoffe werden alle extra ausgewogen und für die Weiterverarbeitung bereitgestellt. Außerdem war ich in der Granulierung. Das gehört, wie die Dispensation, zum Produktionsbereich in Britz. Dort werden die Rohstoffe für die Tablettenproduktion auf eine bestimmte Art und Weise vermengt, damit sie geeignete Eigenschaften zur Weiterverarbeitung, wie zum Beispiel eine gewisse Festigkeit bekommen, um sie später besser pressen zu können.

Wie lange dauert es, bis Sie in einer neuen Abteilung richtig mitarbeiten können?

Das ist ganz unterschiedlich. Es hängt von den Aufgaben ab und davon, wie umfassend sie sind. Gewisse Aufgaben können ein bisschen monotoner sein. Da hat man den Dreh nach zwei, drei Wochen raus. In anderen Abteilungen sind die Aufgaben umfangreicher und komplizierter. Dann braucht man mehr Zeit.

Findet die gesamte Ausbildung direkt bei BERLIN-CHEMIE statt?

Zu unserer Ausbildung gehören ein betrieblicher Teil bei BERLIN-CHEMIE und ein praktischer Teil, für den wir ins Berufsbildungszentrum, ins BBZ gehen. Da lernen wir alle Vorgänge zum Herstellen von Arzneimitteln in klein. Wir stellen Tabletten in kleinerem Maßstab her, Salben und Zäpfchen. Im BBZ werden die praktischen Prüfungsinhalte vermittelt.

Wie oft sind Sie im BBZ?

Das ist unterschiedlich. Wir waren zunächst fast das komplette erste Jahr im BBZ. Dann kam unsere Betriebsphase, die fünf bis sechs Monate dauerte, in denen wir in verschiedenen Abteilungen waren. Anschließend wechselte es dann zwischen BBZ und BERLIN-CHEMIE. Die drei Monate vor der Zwischenprüfung waren wir zum Beispiel im BBZ.

Und die Berufsschule kommt auch noch hinzu, oder?

In diesem Ausbildungsjahr bin ich einen Tag pro Woche in der Berufsschule.

Wie war denn die Umstellung vom BBZ zur richtigen Produktion im Betrieb?

Das ist schon ein krasser Unterschied. Im BBZ habe ich meine Geräte und stelle alles im kleinen Maßstab her. Das mache ich alleine und bin nicht so sehr auf ein Team angewiesen. Im Betrieb muss ich mit meinen Kollegen zusammenarbeiten, sonst funktioniert der Prozess nicht. Das erfordert Teamgeist und Kommunikation. Hier hängt es an der Gruppe, im BBZ mache ich alles für mich alleine.

Mit wie vielen Kollegen arbeiten Sie direkt zusammen?

Hier in der Verpackung gibt es verschiedene Verpackungslinien. Am Anfang wird das Produkt eingefüllt und durchläuft verschiedene Stationen, bis es als fertige Schachtel im Karton landet. Für jede Linie sind meist zwei bis drei Mitarbeiter pro Schicht zuständig. Als Pharmakanten beaufsichtigen wir die Maschinen.

Und wenn mit der Maschine etwas wäre, würden Sie schauen, dass sie wieder zum Laufen kommt?

Das kommt drauf an. Ich lerne als Pharmakant, wie man Prozesse überwacht, aber nicht die Maschinen zu reparieren. Das wäre dann Aufgabe der Mechatroniker, die dort als Einrichter arbeiten. Das heißt aber nicht, dass wir nichts an den Maschinen machen können. Kleinere Reparaturen zu übernehmen oder bestimmte Dinge wieder zum Laufen zu bringen, das können wir auch.

In der Berufsschule lernen Sie die Theorie hinter all dem. Welche Fächer stehen auf Ihrem Stundenplan?

Das ändert sich von Lehrjahr zu Lehrjahr. Im ersten hatten wir Physik, Informatik, Chemie, technische Mathematik, Sozialkunde und pharmazeutische Technologie. Jetzt gerade habe ich technische Mathematik, Sozialkunde und pharmazeutische Technologie. Wobei pharmazeutische Technologie das wichtigste Fach ist. Da geht es darum, wie etwas hergestellt wird, welche Stoffe wie kombiniert werden müssen, welche Wirkstoffe gefährlich sind und wie der Körper darauf reagiert. Aber auch welche Verpackung man wählen muss, um die Stoffe vor Temperatur und Licht zu schützen.

Was ist es, das BERLIN-CHEMIE für Sie als Unternehmen besonders macht?

Es ist zwar ein großes Unternehmen, aber dabei nicht anonym. Ich lerne eine Menge und merke immer wieder, dass Tradition hier einen ziemlich großen Wert hat.

Diana Balic , Werkstudentin Personalwesen

„Was mir besonders gefällt, ist, dass man alle Mitarbeiter persönlich kennt.“

Christian Gromoll , Auszubildender zum Informatikkaufmann

„Man trifft immer wieder neue Menschen und lernt Neues.“

Christian Gromoll , Auszubildender zum Informatikkaufmann

„Man trifft immer wieder neue Menschen und lernt Neues.“


Herr Gromoll, Sie haben auf dem Weg hier hin gesagt, dass Sie zurzeit eine eigene Telefonnummer im Unternehmen haben. Ist das nicht selbstverständlich?

(lacht) Wir Auszubildenden wechseln alle zwei Monate die Abteilung, die Telefone sind aber so programmiert, dass immer der Name des Anrufers angezeigt wird. Jedenfalls würde permanent jemand anderes am Telefon sitzen als der, der angezeigt wird. Daher ist es selten, dass ich ein eigenes Telefon habe.

Alle zwei Monate die Abteilung zu wechseln, klingt nach einem straffen Programm.

Das ist es auf jeden Fall. Es ist aber auch schön, weil man immer wieder etwas Neues lernt und neue Menschen trifft. Und davon gibt es ja viele bei BERLIN-CHEMIE. Was hier sehr interessant ist, ist, dass es zu 100 Prozent nette Menschen sind. Und das sage ich jetzt nicht nur, weil das ein Interview ist. (lacht)

Sie machen eine Ausbildung zum Informatikkaufmann. In welchen Abteilungen waren Sie schon im Einsatz?

Angefangen habe ich beim Data Warehouse. Da geht es hauptsächlich um Datenbanken. Anschließend war ich im internationalen Bereich im Marketing und Vertrieb. Anschließend ging es unter anderem weiter in die Abteilung Menarini Diagnostics und nach Großbeeren. Da steht das Lager von BERLIN-CHEMIE.

Und wo arbeiten Sie jetzt gerade?

Im Vertriebsmanagement. Dort geht es viel um Service. Es gibt zum Beispiel ein eigenes Callcenter, das sich um Rücksendungen und Kundenanfragen kümmert.

Bekommen Sie in jeder Abteilung eigene Aufgaben bzw. Projekte?

Grundsätzlich schon. Oft fängt man mit einer kleineren Aufgabe an und wenn die Kollegen merken, dass da mehr Know-How dahintersteckt, darf ich auch größere Projekte durchaus alleine umsetzen und vielleicht sogar abteilungsübergreifend präsentieren.

Zum Beispiel?

In der Marktforschung habe ich beispielsweise an einem größeren Projekt gearbeitet. Die Marktforschung selbst ist noch mal in mehrere Teams unterteilt. Präsentiert habe ich das, was ich gemacht habe, aber allen.

Wer erklärt Ihnen, wie eine Abteilung funktioniert, wenn Sie neu dorthin kommen?

Ich bekomme vorab einen Ansprechpartner und meistens eine Telefonnummer genannt. Wir haben immer einen festen Ansprechpartner, an den wir uns wenden können. Aber wenn ich Fragen habe, helfen natürlich auch die anderen Kollegen.

Wo liegt der Schwerpunkt der Ausbildung? Eher auf der IT oder auf dem Kaufmännischen?

Grundsätzlich würde ich sagen, es hält sich die Waage. Wir sind Kaufleute, weil wir auch mit den Zahlen zu tun haben, und ITler, weil wir zusätzlich die Technik dahinter machen. Wenn wir zum Beispiel mit Excel arbeiten, überschreiten wir deutlich die normalen Excel-Funktionen. Wir programmieren etwa zusätzliche Funktionen.

Man vergisst schnell, wie viel IT in so einem Unternehmen steckt, oder?

Deshalb ist die Bewerberzahl für die Ausbildung zum IT-Kaufmann hier vermutlich auch eher niedrig. Weil viele denken: „Pharmaunternehmen? Zu den Pillendrehern will ich nicht.“ Aber dass dahinter mehrere hundert Mitarbeiter in der Verwaltung stehen, sehen die wenigsten auf den ersten Blick. Und da heutzutage in der Regel jeder Arbeitsplatz einen Computer hat, werden spätestens da die ITler gebraucht, die sich darum kümmern.

Ursprünglich haben Sie angefangen zu studieren. Warum haben Sie sich am Ende doch für eine Ausbildung entschieden?

Ich habe für das Studium ein neunwöchiges Pflichtpraktikum gemacht. Das ging in die kaufmännische Richtung und hat mir ziemlich viel Spaß gemacht. Irgendwann habe ich dann gewechselt. Hier verknüpfe ich zwei Dinge miteinander, die ich ziemlich gut leiden kann. Ich kann zum einen sehr gut mit Zahlen umgehen. Zum anderen haben mich Computer schon recht lange interessiert. In der Ausbildung lässt sich beides verbinden.

Gibt es darüber hinaus noch Dinge, die für Ihren Beruf wichtig sind?

Dass man gut mit anderen Menschen kann. Ich habe ständig Kontakt mit anderen Menschen, anders als vielleicht bei einem Programmierer.

Betrachten Sie sich selbst als Dienstleister für Ihre Kollegen?

Im Grunde ja. Meine Aufgabe ist es, bestimmte Services zu erbringen, zum Beispiel wenn ich neue Excel-Funktionen entwickle. Das macht mich in gewisser Weise zum Dienstleister.

Sie sind Vater eines kleinen Kindes. Wie gut verträgt sich die Ausbildung mit dem Elternsein?

Das lässt sich unter anderem durch die Gleitzeit sehr gut verbinden. Wenn ich weiß, dass meine Freundin aus der Nachtschicht kommt, bleibe ich morgens länger zuhause und passe auf die Kleine auf. Und wenn ich sie von der Tagesmutter abhole, lege ich meine Arbeitszeit so, dass ich ein bisschen früher Feierabend mache.

Gibt es noch andere Dinge, die BERLIN-CHEMIE für Sie ausmacht?

Für mich persönlich ist der Standort Berlin sehr interessant. Man ist ja dicht dran am Geschehen der Welt. Es gibt nicht viele Unternehmen, die dieses Flair und diese Nähe zu Berlin haben.

Sophie-Charlott Küsel , Auszubildende zur Pharmakantin

„Wir Azubis werden bei der Arbeit von allen unterstützt.“

Sophie-Charlott Küsel , Auszubildende zur Pharmakantin

„Wir Azubis werden bei der Arbeit von allen unterstützt.“


Frau Küsel, Sie machen bei BERLIN-CHEMIE eine Ausbildung zur Pharmakantin. Wie erklären Sie Freunden Ihren Beruf?

Ich sage, dass ich Arzneimittel herstelle. Die meisten denken, als Pharmakantin arbeitet man in einer Apotheke, aber das stimmt ja nicht. Ich stelle die Arzneimittel für die Apotheke oder für Krankenhäuser her. Ich produziere zum Beispiel flüssige Arzneimittel, Tabletten und Zäpfchen und ich verpacke die Arzneimittel auch.

Hatten Sie vor Beginn der Ausbildung schon eine Vorstellung davon, was Sie in diesem Beruf erwarten würde?

Ich war damals bei den Berufsorientierungstagen und habe den Beruf dort ein bisschen kennengelernt. Außerdem war ich einen Tag hier bei BERLIN-CHEMIE zu Besuch und auch noch im BBZ, dem Berufsbildungszentrum.

Und als Sie dann Ihre Ausbildung begonnen haben, standen Sie dann gleich an einer Maschine in der Produktion?

Nein, nein, wir waren erst ein Jahr lang im Berufsbildungszentrum und hatten in der Zeit außerdem immer zwei Tage pro Woche Berufsschule.

Was haben Sie im BBZ zuerst gelernt?

Ganz zu Anfang haben wir gelernt, wie man Cremes herstellt und wie man titriert. Das heißt, wir haben analysiert, wie viel von einem einzelnen Wirkstoff in einem anderen Stoff enthalten ist.

Und in welcher Abteilung haben Sie dann gearbeitet, als Sie im zweiten Ausbildungsjahr schließlich zu BERLIN-CHEMIE kamen?

Das war in der Verpackung. Anschließend war ich in der Produktion an unserem Standort in Britz und habe in der Auswaage, der sogenannten Dispensation, und in der Granulierung gearbeitet. In der Dispensation wiegt man die Stoffe ab, die für ein Arzneimittel gebraucht werden. In der Granulierung werden diese Stoffe gemischt. Jetzt arbeite ich gerade noch mal in der Verpackung. Man lernt eigentlich fast alle Abteilungen in seiner Ausbildung kennen.

Wie schnell dürfen Sie denn als Azubi in den einzelnen Abteilungen eigene Aufgaben übernehmen?

Das ist ganz unterschiedlich, aber in der Regel dauert es nicht länger als eine Woche, bis man schon einiges mitmachen darf und die Maschinen auch alleine bedient. Aber die Kollegen stehen einem natürlich immer zur Seite. Ich kann jeden fragen, wenn ich etwas nicht weiß.

Haben Sie in jeder Abteilung einen festen Ansprechpartner?

Auch das ist unterschiedlich. Häufig ist die Person, mit der man an einer Maschine zusammenarbeitet auch der Ansprechpartner. Und die Pharmaleiter, also die Chefs der jeweiligen Abteilung, sind sowieso immer für einen da.

Die Produktion bei BERLIN-CHEMIE läuft im Drei-Schicht-Betrieb. Heißt das, Sie haben auch Nachtschichten?

Ja. Dann beginne ich um 22 Uhr zu arbeiten und höre um 6 Uhr auf, fünf Tage lang. Am Wochenende habe ich frei. Nach der Nachtschicht kommt dann in der nächsten Woche die Spätschicht und daraufhin die Frühschicht. Und so geht es dann immer weiter.

Wie lange haben Sie gebraucht, um sich daran zu gewöhnen?

Das ging relativ schnell, je jünger man ist, desto leichter ist es, glaube ich. Manche trinken nachts viel Kaffee, aber ich brauche das nicht. Mir fällt die Nachschicht sogar leichter als die Frühschicht.

Gibt es etwas, das Sie an der Ausbildung bei BERLIN-CHEMIE besonders gut finden?

Auf jeden Fall, dass es hier eine JAV gibt, eine Jugend- und Auszubildendenvertretung. Da weiß man einfach, dass man dort immer Unterstützung bekommt. Wir Azubis können aber bei der Arbeit generell zu jedem Mitarbeiter gehen, wenn irgendwas ist oder etwas nicht klappt. Wir werden von allen unterstützt.

Wer genau sitzt denn in der JAV?

Auszubildende, die alle zwei Jahre neu gewählt werden. Jeder von uns kann sich zur Wahl stellen, egal, in welchem Lehrjahr er ist, und egal, welchen Beruf er erlernt.

Das ist also die Interessenvertretung der BERLIN-CHEMIE-Azubis.

Genau. Die JAV organisiert außerdem alle drei Monate einen Azubiabend. Da gehen wir zum Beispiel zum Bowling oder im Winter zum Schlittschuhlaufen. Außerdem veranstalten wir jedes Jahr eine Weihnachtsfeier für alle Azubis. Die ist auch immer richtig cool.

Inzwischen sind Sie im dritten Lehrjahr. Wie lange dauert die Ausbildung insgesamt?

Dreieinhalb Jahre. Ich werde im nächsten halben Jahr fertig. Vorher kommen aber noch die theoretische und die praktische Abschlussprüfung.

Wo findet die praktische Prüfung statt, hier im Betrieb?

Nein, die Prüfer kommen ins Berufsbildungszentrum. Da müssen wir dann zum Beispiel dragieren oder Zäpfchen herstellen.

Welche Fächer stehen in der Berufsschule eigentlich auf Ihrem Stundenplan?

Unsere Hauptfächer sind Chemie, technische Mathematik und pharmazeutische Technologie. Vor allem die pharmazeutische Technologie ist ganz wichtig. Da geht es um die Maschinen, mit denen wir arbeiten, zum Beispiel um die Pumpen, die alles weiterleiten, und um Mischer, Zerkleinerer, Brecher und Mühlen.

Ist die Ausbildungszeit bisher schnell vergangen?

Ja, richtig schnell. Am Anfang, direkt nach der Schule, war es eine ganz neue Erfahrung, richtig zu arbeiten und dazu war hier im Betrieb alles so neu. Vor allem als ich in der Verpackung angefangen habe. Die Abteilung ist so groß und da stehen so viele Maschinen nebeneinander. Ich stand oben auf dem Besucherbalkon, schaute runter und dachte: „Boah, da arbeite ich gleich.“ (lacht) Cool eigentlich.

Sophie-Charlott Küsel , Auszubildende zur Pharmakantin

„Wir Azubis werden bei der Arbeit von allen unterstützt.“


Frau Küsel, Sie machen bei BERLIN-CHEMIE eine Ausbildung zur Pharmakantin. Wie erklären Sie Freunden Ihren Beruf?

Ich sage, dass ich Arzneimittel herstelle. Die meisten denken, als Pharmakantin arbeitet man in einer Apotheke, aber das stimmt ja nicht. Ich stelle die Arzneimittel für die Apotheke oder für Krankenhäuser her. Ich produziere zum Beispiel flüssige Arzneimittel, Tabletten und Zäpfchen und ich verpacke die Arzneimittel auch.

Hatten Sie vor Beginn der Ausbildung schon eine Vorstellung davon, was Sie in diesem Beruf erwarten würde?

Ich war damals bei den Berufsorientierungstagen und habe den Beruf dort ein bisschen kennengelernt. Außerdem war ich einen Tag hier bei BERLIN-CHEMIE zu Besuch und auch noch im BBZ, dem Berufsbildungszentrum.

Und als Sie dann Ihre Ausbildung begonnen haben, standen Sie dann gleich an einer Maschine in der Produktion?

Nein, nein, wir waren erst ein Jahr lang im Berufsbildungszentrum und hatten in der Zeit außerdem immer zwei Tage pro Woche Berufsschule.

Was haben Sie im BBZ zuerst gelernt?

Ganz zu Anfang haben wir gelernt, wie man Cremes herstellt und wie man titriert. Das heißt, wir haben analysiert, wie viel von einem einzelnen Wirkstoff in einem anderen Stoff enthalten ist.

Und in welcher Abteilung haben Sie dann gearbeitet, als Sie im zweiten Ausbildungsjahr schließlich zu BERLIN-CHEMIE kamen?

Das war in der Verpackung. Anschließend war ich in der Produktion an unserem Standort in Britz und habe in der Auswaage, der sogenannten Dispensation, und in der Granulierung gearbeitet. In der Dispensation wiegt man die Stoffe ab, die für ein Arzneimittel gebraucht werden. In der Granulierung werden diese Stoffe gemischt. Jetzt arbeite ich gerade noch mal in der Verpackung. Man lernt eigentlich fast alle Abteilungen in seiner Ausbildung kennen.

Wie schnell dürfen Sie denn als Azubi in den einzelnen Abteilungen eigene Aufgaben übernehmen?

Das ist ganz unterschiedlich, aber in der Regel dauert es nicht länger als eine Woche, bis man schon einiges mitmachen darf und die Maschinen auch alleine bedient. Aber die Kollegen stehen einem natürlich immer zur Seite. Ich kann jeden fragen, wenn ich etwas nicht weiß.

Haben Sie in jeder Abteilung einen festen Ansprechpartner?

Auch das ist unterschiedlich. Häufig ist die Person, mit der man an einer Maschine zusammenarbeitet auch der Ansprechpartner. Und die Pharmaleiter, also die Chefs der jeweiligen Abteilung, sind sowieso immer für einen da.

Die Produktion bei BERLIN-CHEMIE läuft im Drei-Schicht-Betrieb. Heißt das, Sie haben auch Nachtschichten?

Ja. Dann beginne ich um 22 Uhr zu arbeiten und höre um 6 Uhr auf, fünf Tage lang. Am Wochenende habe ich frei. Nach der Nachtschicht kommt dann in der nächsten Woche die Spätschicht und daraufhin die Frühschicht. Und so geht es dann immer weiter.

Wie lange haben Sie gebraucht, um sich daran zu gewöhnen?

Das ging relativ schnell, je jünger man ist, desto leichter ist es, glaube ich. Manche trinken nachts viel Kaffee, aber ich brauche das nicht. Mir fällt die Nachschicht sogar leichter als die Frühschicht.

Gibt es etwas, das Sie an der Ausbildung bei BERLIN-CHEMIE besonders gut finden?

Auf jeden Fall, dass es hier eine JAV gibt, eine Jugend- und Auszubildendenvertretung. Da weiß man einfach, dass man dort immer Unterstützung bekommt. Wir Azubis können aber bei der Arbeit generell zu jedem Mitarbeiter gehen, wenn irgendwas ist oder etwas nicht klappt. Wir werden von allen unterstützt.

Wer genau sitzt denn in der JAV?

Auszubildende, die alle zwei Jahre neu gewählt werden. Jeder von uns kann sich zur Wahl stellen, egal, in welchem Lehrjahr er ist, und egal, welchen Beruf er erlernt.

Das ist also die Interessenvertretung der BERLIN-CHEMIE-Azubis.

Genau. Die JAV organisiert außerdem alle drei Monate einen Azubiabend. Da gehen wir zum Beispiel zum Bowling oder im Winter zum Schlittschuhlaufen. Außerdem veranstalten wir jedes Jahr eine Weihnachtsfeier für alle Azubis. Die ist auch immer richtig cool.

Inzwischen sind Sie im dritten Lehrjahr. Wie lange dauert die Ausbildung insgesamt?

Dreieinhalb Jahre. Ich werde im nächsten halben Jahr fertig. Vorher kommen aber noch die theoretische und die praktische Abschlussprüfung.

Wo findet die praktische Prüfung statt, hier im Betrieb?

Nein, die Prüfer kommen ins Berufsbildungszentrum. Da müssen wir dann zum Beispiel dragieren oder Zäpfchen herstellen.

Welche Fächer stehen in der Berufsschule eigentlich auf Ihrem Stundenplan?

Unsere Hauptfächer sind Chemie, technische Mathematik und pharmazeutische Technologie. Vor allem die pharmazeutische Technologie ist ganz wichtig. Da geht es um die Maschinen, mit denen wir arbeiten, zum Beispiel um die Pumpen, die alles weiterleiten, und um Mischer, Zerkleinerer, Brecher und Mühlen.

Ist die Ausbildungszeit bisher schnell vergangen?

Ja, richtig schnell. Am Anfang, direkt nach der Schule, war es eine ganz neue Erfahrung, richtig zu arbeiten und dazu war hier im Betrieb alles so neu. Vor allem als ich in der Verpackung angefangen habe. Die Abteilung ist so groß und da stehen so viele Maschinen nebeneinander. Ich stand oben auf dem Besucherbalkon, schaute runter und dachte: „Boah, da arbeite ich gleich.“ (lacht) Cool eigentlich.

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