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Unsere Auszubildenden berichten

Was bedeutet es eigentlich, Auszubildender bei BERLIN-CHEMIE und der Menarini GmbH zu sein? Wie läuft das ab und welche Aufgaben hat ein Azubi? In unseren Interviews erzählen Auszubildende aus verschiedenen Bereichen, wie ihr Arbeitstag aussieht und welche Interessen und Fähigkeiten in welchem Beruf wichtig sind.

Jonas Engelke
Jonas Engelke
Auszubildender zum Pharmakant
Sophie-Charlott Küsel
Sophie-Charlott Küsel
Auszubildende zur Pharmakantin
Christian Gromoll
Christian Gromoll
Auszubildender zum Informatikkaufmann
Berenice Franz
Berenice Franz
Auszubildende zur Industriekauffrau

Jonas Engelke ist im zweiten Ausbildungsjahr zum Pharmakanten und lernt alles, was zur Herstellung von Arzneimitteln dazugehört.

Jonas Engelke
Mich hat immer interessiert, wie Medikamente hergestellt werden. Zu schauen, wie etwas produziert wird, das Menschen hilft zu überleben.

Herr Engelke, wie sind Sie eigentlich auf die Idee gekommen, Pharmakant zu werden?

Nach dem Abitur habe ich Zivildienst im Krankenhaus gemacht. Da hat mich immer interessiert, wie Medikamente hergestellt werden. Zu schauen, wie etwas produziert wird, das Menschen hilft zu überleben. Dann gab es verschiedene Möglichkeiten: entweder ein Studium oder eine Ausbildung. Ich habe mich für die Industrie entschieden. Weil ich gerne das Praktische und die Industrie kennenlernen wollte.

Kannten Sie BERLIN-CHEMIE vor Ihrer Ausbildung schon?

Ja. Ich hatte mich informiert, welche Betriebe es gibt und gehört, dass BERLIN-CHEMIE einer der größeren Betriebe mit langer Tradition ist. Da habe ich mich einfach beworben

Zurzeit arbeiten Sie in der Verpackung. Was machen Sie da genau?

In der Abteilung finden alle Verpackungsvorgänge des eigentlichen Produktes statt. Speziell geht es um die Tabletten, die in Britz hergestellt und dann  nach Adlershof geliefert werden. Hier werden die Tabletten dann erst in Blister verpackt und die kommen dann wiederum in die eigentliche Schachtel.

Sie wechseln während der Ausbildung regelmäßig die Abteilung. Welche Bereiche haben Sie schon kennengelernt?

Ich war bereits in der Dispensation. Dort werden alle Rohstoffe, die für ein Arzneimittel benötigt werden, ausgewogen. Wirkstoff und Hilfsstoffe wie Füll- und Farbstoffe werden alle extra ausgewogen und für die Weiterverarbeitung bereitgestellt. Außerdem war ich in der Granulierung. Das gehört, wie die Dispensation, zum Produktionsbereich in Britz. Dort werden die Rohstoffe für die Tablettenproduktion auf eine bestimmte Art und Weise vermengt, damit sie geeignete Eigenschaften zur Weiterverarbeitung, wie zum Beispiel eine gewisse Festigkeit bekommen, um sie später besser pressen zu können.

Wie lange dauert es, bis Sie in einer neuen Abteilung richtig mitarbeiten können?

Das ist ganz unterschiedlich. Es hängt von den Aufgaben ab und davon, wie umfassend sie sind. Gewisse Aufgaben können ein bisschen monotoner sein. Da hat man den Dreh nach zwei, drei Wochen raus. In anderen Abteilungen sind die Aufgaben umfangreicher und komplizierter. Dann braucht man mehr Zeit.

Findet die gesamte Ausbildung direkt bei BERLIN-CHEMIE statt?

Zu unserer Ausbildung gehören ein betrieblicher Teil bei BERLIN-CHEMIE und ein praktischer Teil, für den wir ins Berufsbildungszentrum, ins BBZ gehen. Da lernen wir alle Vorgänge zum Herstellen von Arzneimitteln in klein. Wir stellen Tabletten in kleinerem Maßstab her, Salben und Zäpfchen. Im BBZ werden die praktischen Prüfungsinhalte vermittelt.

Wie oft sind Sie im BBZ?

Das ist unterschiedlich. Wir waren zunächst fast das komplette erste Jahr im BBZ. Dann kam unsere Betriebsphase, die fünf bis sechs Monate dauerte, in denen wir in verschiedenen Abteilungen waren. Anschließend wechselte es dann zwischen BBZ und BERLIN-CHEMIE. Die drei Monate vor der Zwischenprüfung waren wir zum Beispiel im BBZ.

Und die Berufsschule kommt auch noch hinzu, oder?

In diesem Ausbildungsjahr bin ich einen Tag pro Woche in der Berufsschule.

Wie war denn die Umstellung vom BBZ zur richtigen Produktion im Betrieb?

Das ist schon ein krasser Unterschied. Im BBZ habe ich meine Geräte und stelle alles im kleinen Maßstab her. Das mache ich alleine und bin nicht so sehr auf ein Team angewiesen. Im Betrieb muss ich mit meinen Kollegen zusammenarbeiten, sonst funktioniert der Prozess nicht. Das erfordert Teamgeist und Kommunikation. Hier hängt es an der Gruppe, im BBZ mache ich alles für mich alleine.

Mit wie vielen Kollegen arbeiten Sie direkt zusammen?

Hier in der Verpackung gibt es verschiedene Verpackungslinien. Am Anfang wird das Produkt eingefüllt und durchläuft verschiedene Stationen, bis es als fertige Schachtel im Karton landet. Für jede Linie sind meist zwei bis drei Mitarbeiter pro Schicht zuständig. Als Pharmakanten beaufsichtigen wir die Maschinen.

Und wenn mit der Maschine etwas wäre, würden Sie schauen, dass sie wieder zum Laufen kommt?

Das kommt drauf an. Ich lerne als Pharmakant, wie man Prozesse überwacht, aber nicht die Maschinen zu reparieren. Das wäre dann Aufgabe der Mechatroniker, die dort als Einrichter arbeiten. Das heißt aber nicht, dass wir nichts an den Maschinen machen können. Kleinere Reparaturen zu übernehmen oder bestimmte Dinge wieder zum Laufen zu bringen, das können wir auch.

In der Berufsschule lernen Sie die Theorie hinter all dem. Welche Fächer stehen auf Ihrem Stundenplan?

Das ändert sich von Lehrjahr zu Lehrjahr. Im ersten hatten wir Physik, Informatik, Chemie, technische Mathematik, Sozialkunde und pharmazeutische Technologie. Jetzt gerade habe ich technische Mathematik, Sozialkunde und pharmazeutische Technologie. Wobei pharmazeutische Technologie das wichtigste Fach ist. Da geht es darum, wie etwas hergestellt wird, welche Stoffe wie kombiniert werden müssen, welche Wirkstoffe gefährlich sind und wie der Körper darauf reagiert. Aber auch welche Verpackung man wählen muss, um die Stoffe vor Temperatur und Licht zu schützen.

Was ist es, das BERLIN-CHEMIE für Sie als Unternehmen besonders macht?

Es ist zwar ein großes Unternehmen, aber dabei nicht anonym. Ich lerne eine Menge und merke immer wieder, dass Tradition hier einen ziemlich großen Wert hat.

 

 

 

Sophie-Charlott Küsel macht bei BERLIN-CHEMIE eine Ausbildung zur Pharmakantin und ist im dritten Lehrjahr.

Sophie-Charlott Küsel
Ich stand oben auf dem Besucherbalkon der Verpackungsabteilung, schaute runter und dachte: ‚Boah, da arbeite ich gleich.‘ Cool eigentlich.

Frau Küsel, Sie machen bei BERLIN-CHEMIE eine Ausbildung zur Pharmakantin. Wie erklären Sie Freunden Ihren Beruf?

Ich sage, dass ich Arzneimittel herstelle. Die meisten denken, als Pharmakantin arbeitet man in einer Apotheke, aber das stimmt ja nicht. Ich stelle die Arzneimittel für die Apotheke oder für Krankenhäuser her. Ich produziere zum Beispiel flüssige Arzneimittel, Tabletten und Zäpfchen und ich verpacke die Arzneimittel auch.

Hatten Sie vor Beginn der Ausbildung schon eine Vorstellung davon, was Sie in diesem Beruf erwarten würde?

Ich war damals bei den Berufsorientierungstagen und habe den Beruf dort ein bisschen kennengelernt. Außerdem war ich einen Tag hier bei BERLIN-CHEMIE zu Besuch und auch noch im BBZ, dem Berufsbildungszentrum.

Und als Sie dann Ihre Ausbildung begonnen haben, standen Sie dann gleich an einer Maschine in der Produktion?

Nein, nein, wir waren erst ein Jahr lang im Berufsbildungszentrum und hatten in der Zeit außerdem immer zwei Tage pro Woche Berufsschule.

Was haben Sie im BBZ zuerst gelernt?

Ganz zu Anfang haben wir gelernt, wie man Cremes herstellt und wie man titriert. Das heißt, wir haben analysiert, wie viel von einem einzelnen Wirkstoff in einem anderen Stoff enthalten ist.

Und in welcher Abteilung haben Sie dann gearbeitet, als Sie im zweiten Ausbildungsjahr schließlich zu BERLIN-CHEMIE kamen?

Das war in der Verpackung. Anschließend war ich in der Produktion an unserem Standort in Britz und habe in der Auswaage, der sogenannten Dispensation, und in der Granulierung gearbeitet. In der Dispensation wiegt man die Stoffe ab, die für ein Arzneimittel gebraucht werden. In der Granulierung werden diese Stoffe gemischt. Jetzt arbeite ich gerade noch mal in der Verpackung. Man lernt eigentlich fast alle Abteilungen in seiner Ausbildung kennen.

Wie schnell dürfen Sie denn als Azubi in den einzelnen Abteilungen eigene Aufgaben übernehmen?

Das ist ganz unterschiedlich, aber in der Regel dauert es nicht länger als eine Woche, bis man schon einiges mitmachen darf und die Maschinen auch alleine bedient. Aber die Kollegen stehen einem natürlich immer zur Seite. Ich kann jeden fragen, wenn ich etwas nicht weiß.

Haben Sie in jeder Abteilung einen festen Ansprechpartner?

Auch das ist unterschiedlich. Häufig ist die Person, mit der man an einer Maschine zusammenarbeitet auch der Ansprechpartner. Und die Pharmaleiter, also die Chefs der jeweiligen Abteilung, sind sowieso immer für einen da.

Die Produktion bei BERLIN-CHEMIE läuft im Drei-Schicht-Betrieb. Heißt das, Sie haben auch Nachtschichten?

Ja. Dann beginne ich um 22 Uhr zu arbeiten und höre um 6 Uhr auf, fünf Tage lang. Am Wochenende habe ich frei. Nach der Nachtschicht kommt dann in der nächsten Woche die Spätschicht und daraufhin die Frühschicht. Und so geht es dann immer weiter.

Wie lange haben Sie gebraucht, um sich daran zu gewöhnen?

Das ging relativ schnell, je jünger man ist, desto leichter ist es, glaube ich. Manche trinken nachts viel Kaffee, aber ich brauche das nicht. Mir fällt die Nachschicht sogar leichter als die Frühschicht.

Gibt es etwas, das Sie an der Ausbildung bei BERLIN-CHEMIE besonders gut finden?

Auf jeden Fall, dass es hier eine JAV gibt, eine Jugend- und Auszubildendenvertretung. Da weiß man einfach, dass man dort immer Unterstützung bekommt. Wir Azubis können aber bei der Arbeit generell zu jedem Mitarbeiter gehen, wenn irgendwas ist oder etwas nicht klappt. Wir werden von allen unterstützt.

Wer genau sitzt denn in der JAV?

Auszubildende, die alle zwei Jahre neu gewählt werden. Jeder von uns kann sich zur Wahl stellen, egal, in welchem Lehrjahr er ist, und egal, welchen Beruf er erlernt.

Das ist also die Interessenvertretung der BERLIN-CHEMIE-Azubis.

Genau. Die JAV organisiert außerdem alle drei Monate einen Azubiabend. Da gehen wir zum Beispiel zum Bowling oder im Winter zum Schlittschuhlaufen. Außerdem veranstalten wir jedes Jahr eine Weihnachtsfeier für alle Azubis. Die ist auch immer richtig cool.

Inzwischen sind Sie im dritten Lehrjahr. Wie lange dauert die Ausbildung insgesamt?

Dreieinhalb Jahre. Ich werde im nächsten halben Jahr fertig. Vorher kommen aber noch die theoretische und die praktische Abschlussprüfung.

Wo findet die praktische Prüfung statt, hier im Betrieb?

Nein, die Prüfer kommen ins Berufsbildungszentrum. Da müssen wir dann zum Beispiel dragieren oder Zäpfchen herstellen.

Welche Fächer stehen in der Berufsschule eigentlich auf Ihrem Stundenplan?

Unsere Hauptfächer sind Chemie, technische Mathematik und pharmazeutische Technologie. Vor allem die pharmazeutische Technologie ist ganz wichtig. Da geht es um die Maschinen, mit denen wir arbeiten, zum Beispiel um die Pumpen, die alles weiterleiten, und um Mischer, Zerkleinerer, Brecher und Mühlen.

Ist die Ausbildungszeit bisher schnell vergangen?

Ja, richtig schnell. Am Anfang, direkt nach der Schule, war es eine ganz neue Erfahrung, richtig zu arbeiten und dazu war hier im Betrieb alles so neu. Vor allem als ich in der Verpackung angefangen habe. Die Abteilung ist so groß und da stehen so viele Maschinen nebeneinander. Ich stand oben auf dem Besucherbalkon, schaute runter und dachte: „Boah, da arbeite ich gleich.“ (lacht) Cool eigentlich.

Christian Gromoll ist im zweiten Ausbildungsjahr zum Informatikkaufmann und lernt dabei alle zwei Monate eine neue Abteilung kennen.

Christian Gromoll
Oft fängt man mit einer kleineren Aufgabe an und wenn die Kollegen merken, dass da mehr Know-How dahintersteckt, darf ich auch größere Projekte durchaus alleine umsetzen.

Herr Gromoll, Sie haben auf dem Weg hier hin gesagt, dass Sie zurzeit eine eigene Telefonnummer im Unternehmen haben. Ist das nicht selbstverständlich?

(lacht) Wir Auszubildenden wechseln alle zwei Monate die Abteilung, die Telefone sind aber so programmiert, dass immer der Name des Anrufers angezeigt wird. Jedenfalls würde permanent jemand anderes am Telefon sitzen als der, der angezeigt wird. Daher ist es selten, dass ich ein eigenes Telefon habe.

Alle zwei Monate die Abteilung zu wechseln, klingt nach einem straffen Programm.

Das ist es auf jeden Fall. Es ist aber auch schön, weil man immer wieder etwas Neues lernt und neue Menschen trifft. Und davon gibt es ja viele bei BERLIN-CHEMIE. Was hier sehr interessant ist, ist, dass es zu 100 Prozent nette Menschen sind. Und das sage ich jetzt nicht nur, weil das ein Interview ist. (lacht)

Sie machen eine Ausbildung zum Informatikkaufmann. In welchen Abteilungen waren Sie schon im Einsatz?

Angefangen habe ich beim Data Warehouse. Da geht es hauptsächlich um Datenbanken. Anschließend war ich im internationalen Bereich im Marketing und Vertrieb. Anschließend ging es unter anderem weiter in die Abteilung Menarini Diagnostics und nach Großbeeren. Da steht das Lager von BERLIN-CHEMIE.

Und wo arbeiten Sie jetzt gerade?

Im Vertriebsmanagement. Dort geht es viel um Service. Es gibt zum Beispiel ein eigenes Callcenter, das sich um Rücksendungen und Kundenanfragen kümmert.

Bekommen Sie in jeder Abteilung eigene Aufgaben bzw. Projekte?

Grundsätzlich schon. Oft fängt man mit einer kleineren Aufgabe an und wenn die Kollegen merken, dass da mehr Know-How dahintersteckt, darf ich auch größere Projekte durchaus alleine umsetzen und vielleicht sogar abteilungsübergreifend präsentieren.

Zum Beispiel?

In der Marktforschung habe ich beispielsweise an einem größeren Projekt gearbeitet. Die Marktforschung selbst ist noch mal in mehrere Teams unterteilt. Präsentiert habe ich das, was ich gemacht habe, aber allen.

Wer erklärt Ihnen, wie eine Abteilung funktioniert, wenn Sie neu dorthin kommen?

Ich bekomme vorab einen Ansprechpartner und meistens eine Telefonnummer genannt. Wir haben immer einen festen Ansprechpartner, an den wir uns wenden können. Aber wenn ich Fragen habe, helfen natürlich auch die anderen Kollegen.

Wo liegt der Schwerpunkt der Ausbildung? Eher auf der IT oder auf dem Kaufmännischen?

Grundsätzlich würde ich sagen, es hält sich die Waage. Wir sind Kaufleute, weil wir auch mit den Zahlen zu tun haben, und ITler, weil wir zusätzlich die Technik dahinter machen. Wenn wir zum Beispiel mit Excel arbeiten, überschreiten wir deutlich die normalen Excel-Funktionen. Wir programmieren etwa zusätzliche Funktionen.

Man vergisst schnell, wie viel IT in so einem Unternehmen steckt, oder?

Deshalb ist die Bewerberzahl für die Ausbildung zum IT-Kaufmann hier vermutlich auch eher niedrig. Weil viele denken: „Pharmaunternehmen? Zu den Pillendrehern will ich nicht.“ Aber dass dahinter mehrere hundert Mitarbeiter in der Verwaltung stehen, sehen die wenigsten auf den ersten Blick. Und da heutzutage in der Regel jeder Arbeitsplatz einen Computer hat, werden spätestens da die ITler gebraucht, die sich darum kümmern.

Ursprünglich haben Sie angefangen zu studieren. Warum haben Sie sich am Ende doch für eine Ausbildung entschieden?

Ich habe für das Studium ein neunwöchiges Pflichtpraktikum gemacht. Das ging in die kaufmännische Richtung und hat mir ziemlich viel Spaß gemacht. Irgendwann habe ich dann gewechselt. Hier verknüpfe ich zwei Dinge miteinander, die ich ziemlich gut leiden kann. Ich kann zum einen sehr gut mit Zahlen umgehen. Zum anderen haben mich Computer schon recht lange interessiert. In der Ausbildung lässt sich beides verbinden.

Gibt es darüber hinaus noch Dinge, die für Ihren Beruf wichtig sind?

Dass man gut mit anderen Menschen kann. Ich habe ständig Kontakt mit anderen Menschen, anders als vielleicht bei einem Programmierer.

Betrachten Sie sich selbst als Dienstleister für Ihre Kollegen?

Im Grunde ja. Meine Aufgabe ist es, bestimmte Services zu erbringen, zum Beispiel wenn ich neue Excel-Funktionen entwickle. Das macht mich in gewisser Weise zum Dienstleister.

Sie sind Vater eines kleinen Kindes. Wie gut verträgt sich die Ausbildung mit dem Elternsein?

Das lässt sich unter anderem durch die Gleitzeit sehr gut verbinden. Wenn ich weiß, dass meine Freundin aus der Nachtschicht kommt, bleibe ich morgens länger zuhause und passe auf die Kleine auf. Und wenn ich sie von der Tagesmutter abhole, lege ich meine Arbeitszeit so, dass ich ein bisschen früher Feierabend mache.

Gibt es noch andere Dinge, die BERLIN-CHEMIE für Sie ausmacht?

Für mich persönlich ist der Standort Berlin sehr interessant. Man ist ja dicht dran am Geschehen der Welt. Es gibt nicht viele Unternehmen, die dieses Flair und diese Nähe zu Berlin haben.

Berenice Franz macht bei BERLIN-CHEMIE eine Ausbildung zur Industriekauffrau. Sie ist im zweiten Lehrjahr.

Berenice Franz
Ich finde besonders Eigenständigkeit als Azubi wichtig, damit ich nicht so oft fragen muss, was gerade zu tun ist. Daher versuche ich, auch selbstständig Aufgaben zu finden.

Frau Franz, Sie sind gerade im zweiten Ausbildungsjahr zur Industriekauffrau. Welche Vorteile bringt es, eine Ausbildung in einem Unternehmen wie BERLIN-CHEMIE zu machen?

Es gibt hier sehr viele unterschiedliche Abteilungen. Man hat die Möglichkeit, ganz viel kennenzulernen und einen kompletten Einblick in das Unternehmen zu bekommen. Außerdem finde ich Pharmazie spannend und denke, man sollte sich dafür interessieren, wie das eigene Unternehmen arbeitet, damit man auch selbst dahintersteht.

Sie lernen als Auszubildende alle zwei Monate eine neue Abteilung kennen und arbeiten zurzeit am Standort Britz in der Herstellung. Was macht eine angehende Industriekauffrau dort?

Ich bin natürlich selbst nicht an der eigentlichen Herstellung beteiligt. Ich arbeite im Büro und unterstütze die Kollegen dort mit der Bearbeitung der Unterlagen. Ich kontrolliere zum Beispiel Chargen-Protokolle, erledige Bestellungen und nehme Anrufe entgegen. Eigentlich recht flexibel, je nachdem was anfällt.

Was sind denn Chargen-Protokolle?

Das sind Protokolle, die alle Arbeitsschritte und Anweisungen über den gesamten Produktionsprozess für die Mitarbeiter in der Herstellung dokumentieren. Dabei müssen strenge Richtlinien beachtet werden. Und falls kleinste Abweichungen entstehen, müssen diese durch den zuständigen Pharmaleiter abgezeichnet werden. Meine Aufgabe ist es, vorab zu prüfen, ob diese Protokolle plausibel und vollständig sind.

Wenn Sie im zweiten Ausbildungsjahr sind, haben Sie schon einige Abteilungen bei BERLIN-CHEMIE gesehen, oder?

Ja, ein paar. (lacht) Ich bin erst ein knappes Jahr hier. Ich habe ursprünglich in einer anderen Firma angefangen und mich nach einem Jahr entschieden zu wechseln.

Wie kam es dazu?

Ich habe in der Tochterfirma eines großen Konzerns angefangen, einer kleinen Zweigstelle mit wenigen Mitarbeitern. Dort habe ich das ganze erste Jahr in der Buchhaltung gearbeitet. Es bestand leider keine Möglichkeit mehrere ausbildungsrelevante Abteilungen kennenzulernen, sondern lediglich das Angebot, innerhalb von Seminaren, einen kurzen Einblick in die fehlenden Aufgabenbereiche, zu erhalten. Ich bin allerdings der Auffassung, dass ein Seminar von einer Woche die Fertigkeiten in der Praxis nicht komplett vermitteln kann. Eine Freundin von mir hat bei BERLIN-CHEMIE eine Ausbildung gemacht und immer sehr viel Positives berichtet. Darum habe ich mich entschieden, das Unternehmen zu wechseln, um weitere Abteilungen kennenzulernen. Da ich schon eine grobe Vorstellung habe, wo ich später vielleicht einmal arbeiten möchte, finde ich es umso wichtiger diese Abteilung auch kennengelernt zu haben. Um zu gucken, ob das wirklich zu mir passt.

Welche Richtung ist das?

Mich interessiert im Moment besonders das Personalwesen. Ich bin gespannt, ob sich das dann auch bestätigt und es mir gefällt.

 

Was interessiert Sie daran?

Ich denke, dass man dort viel Kontakt zu unterschiedlichen Menschen hat. Außerdem glaube ich, dass ich eine gute Menschenkenntnis habe, die im Personalwesen sicherlich hilfreich wäre.

Welche Abteilungen haben Sie bisher kennen gelernt?

Als erstes war ich im kleinen Lager und der Warenannahme hier in Adlershof. Und später dann im großen Lager in Großbeeren. Danach war ich in der Herstellung, wo die Fertigerzeugnisse für den Verkauf in die verschiedenen Länder zusammengeführt und verpackt werden. Als nächstes in der Materialwirtschaft für Verpackung. Jetzt bin ich in Britz und anschließend kommen das Personalwesen, die Buchhaltung und eventuell noch der zentrale Einkauf oder der Vertrieb.

Wonach werden die Abteilungen, in denen Sie sind, ausgewählt?

Es gibt grundsätzlich einen Ausbildungsrahmenplan für die verschiedenen Lehrjahre, an dem sich die Ausbildung orientiert, und Pflichtabteilungen, die man auf jeden Fall durchläuft.

Und wie eigenständig arbeiten Sie in den unterschiedlichen Abteilungen?

Es gibt eigentlich in jeder Abteilung Aufgaben, die ich als Auszubildende zugeteilt bekomme und die ich alleine lösen und bewerkstelligen kann. Trotzdem ist natürlich bei Fragen immer jemand da. Nach und nach werden die Aufgaben dann immer komplexer. Ich finde besonders Eigenständigkeit als Azubi wichtig, damit ich nicht so oft fragen muss, was zu tun ist. Daher versuche ich, auch selbstständig Aufgaben zu finden.

Parallel zur Ausbildung im Betrieb haben Sie auch Berufsschule. Wie oft sind Sie dort?

Zwei Mal pro Woche. In der Berufsschule habe ich im Grunde drei Hauptfächer: industrielle Geschäftsprozesse, Rechnungswesen und Sozial- und Wirtschafskunde.

Sie schließen Ihre Ausbildung im kommenden Jahr ab. Wissen Sie schon, wie die Chancen anschließend für eine Übernahme stehen?

Nach der Ausbildung wird man für ein Jahr übernommen. Danach wird generell nach Möglichkeiten geschaut, die ausgelernten Azubis im Unternehmen weiterhin unterzubringen.

Würden Sie denn auch bleiben wollen?

Ja, auf jeden Fall.

Was mögen Sie besonders an BERLIN-CHEMIE?

BERLIN-CHEMIE als großes Unternehmen bietet mir viele Perspektiven und Möglichkeiten, Neues kennenzulernen, mich weiterzuentwickeln und weiterzubilden. Für mich war es auf jeden Fall die richtige Entscheidung, den Ausbildungsbetrieb zu wechseln.